Handball

Jule Polsz gilt das Vertrauen im Rückraum

Der Blick von Jule Polsz geht Richtung Klingenstadt. Foto: imago
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Der Blick von Jule Polsz geht Richtung Klingenstadt.

Handball-Zweitligist HSV hat seinen Kader beisammen.

Von Jürgen König

Kerstin Reckenthäler gerät ins Schwärmen, wenn sie von ihrem aktuellen und vermutlich finalen Neuzugang für die Saison 2021/22 erzählt. „Sie hat unfassbar viel Talent“, sagt die Trainerin des Zweitligisten HSV Solingen-Gräfrath über Jule Polsz. Die 19-Jährige kommt vom TSV Bayer 04 Leverkusen, wo sie es in der vergangenen Spielzeit auf 18 Einsätze im Erstliga-Team brachte. Dort wie auch im erweiterten Kader der deutschen Nationalmannschaft war und ist sie auf dem Flügel im Einsatz, beim HSV soll sie hingegen die Position im rechten Rückraum ausfüllen. Polsz ist 1,73 Meter groß und zumindest vorerst ausschließlich für die Offensive vorgesehen.

Der Zweitliga-Fünfte reagiert damit auf den monatelangen Ausfall von Melina Fabisch, die sich im Mai in Berlin einen Riss des vorderen Kreuzbandes zugezogen hatte. In der nächsten Woche steht die Operation an. „Es ist sehr, sehr bitter, weil sie sich nach ihren gesundheitlichen Problemen großartig zurückgekämpft hatte“, sagt Reckenthäler über Fabisch (3,5 Tore pro Spiel) und hofft auf eine Wiederholung dieses erfreulichen Prozesses.

Nunmehr gilt das Vertrauen der jungen Jule Polsz, die 2017 und 2018 unter Gräfraths Trainerin mit Leverkusen den deutschen Meistertitel in der A-Jugend gewonnen hatte.

Vier Jahre Bayer: Bögel ist dankbar

Insgesamt vier Jahre verbrachte die als Rechtsaußen geschulte Handballerin unter dem Bayer-Kreuz, will nunmehr ihr Augenmerk auch auf die Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau legen. Ein guter Instinkt, ein starkes 1:1, sehr schnell – so schildert Kerstin Reckenthäler ihren Zugang, der nicht unbedingt über Shooter-Qualitäten verfügt, dafür aber über ein gerüttelt Maß an Unberechenbarkeit.

Dass diese ausschließlich in positive Bahnen gelenkt wird, dafür wird schon ab kommendem Samstag gearbeitet. Die erste Vorbereitungsphase, die auch organisatorische Dinge wie eine Foto-Session enthält, läuft bis zum 2. Juli. Die notwendige Vorarbeit hat das Team um Stefan Bögel erledigt. „Es waren konstruktive Gespräche, ein Dank gilt den Bayer-Verantwortlichen, die einen unkomplizierten Transfer ermöglicht haben“, fasst der Manager die ohnehin intensive Nähe zum großen Nachbarn abschließend zusammen.

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