Handball

Jubeln in der vollen Klingenhalle

Die HSV-Asse Carina Senel (l.) und Mandy Reinarz hatten in dieser Saison reichlich Grund zur Freude. Am Samstag gegen Göppingen soll der 19. Sieg in der möglichst vollen Klingenhalle eingefahren werden. Foto: Lars Breitzke
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Die HSV-Asse Carina Senel (l.) und Mandy Reinarz hatten in dieser Saison reichlich Grund zur Freude. Am Samstag gegen Göppingen soll der 19. Sieg in der möglichst vollen Klingenhalle eingefahren werden.

HSV Solingen-Gräfrath hat einen Wunsch für das Zweitliga-Spiel des Jahres.

Von Lutz Clauberg

Handball-Solingen hat ein Männer-Aushängeschild: Der Bergische HC ist ein gestandener Erstligist – ohne jedes Wenn und Aber. Mit dem HSV Solingen-Gräfrath könnte der BHC jetzt Verstärkung im Oberhaus bekommen. Der Frauen-Zweitligist hat als Tabellenführer der 2. Bundesliga alle Chancen, in die 1. Liga aufzusteigen. Am Samstag soll ein weiterer Meilenstein gesetzt werden. In Runde 23 kommt mit Frisch Auf Göppingen der vermeintliche Top-Favorit an den Weyersberg. „Wir wünschen uns eine volle Klingenhalle“, sagt Stefan Bögel. Er ist der Macher beim Zweitligisten und der Geschäftsführer der „HSV Solingen-Gräfrath FrauenPower GmbH“.

Wir möchten mal sehen, was am Samstag geht.

HSV-Macher Stefan Bögel

Nun scheint die Akzeptanz des Publikums dem Top-Frauenhandball gegenüber nicht sonderlich hoch zu sein. „Wir sind mit einem Schnitt von 315 Zuschauerinnen und Zuschauern Dritter in der 2. Liga“, sagt Bögel. Göppingen (525) ist Erster vor der TG Nürtingen (318). In der 1. Liga sind die Zahlen nicht wesentlich besser: Thüringer HC (712), Neckarsulm und Metzingen (601) heißt das Führungs-Trio, Bayer Leverkusen kommt auf 306 Besucherinnen und Besucher. „Wir möchten mal sehen, was am Samstag geht“, sagt Bögel, „zumal die Corona-Einschränkungen ja keine große Rolle mehr spielen.“ Mehr als beispielsweise die 467 Zuschauer gegen den TVB Wuppertal sollten es auf jeden Fall werden.

Die sportliche Ausbeute in der Klingenhalle ist ein wichtiges Argument. Der HSV hat elf Spiele in Solingen absolviert und sich nur einen kleinen Ausrutscher in Form einer Punkteteilung erlaubt. Der letzte Heimauftritt gegen die Füchse Berlin war ein Leckerbissen. Um die Halle am Samstag voll zu bekommen, startet der Club eine Aktion. „Wir laden die Vereine im Bergischen Handball-Kreis dazu ein, mit ihren Jugendlichen zu kommen. Spielerinnen und Spieler bis 14 Jahre bekommen freien Eintritt bekommen, wenn sie im Trikot ihres Vereins kommen.“ Um allen eigenen Spielerinnen und Spielern das Kommen zu ermöglichen und vor Ort zu helfen, sind diverse Heimspiele verlegt worden. Zum Beispiel das interne Duell der zweiten und dritten Männermannschaft in der 1. Kreisklasse. Bögel: „Wir brauchen die Manpower in der Halle.“ Tabellenführer HSV III baut komplett auf A-Jugendliche, die in der Regionalliga eine sehr ordentliche Rolle spielt.

Ansonsten wird der Jugendbereich des HSV von den hervorragend aufgestellten Mädchenmannschaften dominiert. So haben jüngst drei C-Jugend-Spielerinnen das Ticket für den DHB-Lehrgang der W16-Auswahl in Kienbaum gelöst: Paulina Kampel, Clara Leenen und Lina Seiffarth gehören zum 36-köpfigen Aufgebot. „Wir haben schon in den jüngeren Jahrgängen gute Trainer, die die wichtige Basis-Arbeit leisten“, betont Julia Spitzer, die mit den C-Mädchen auf Platz eins in der Regionalliga steht. Ab dieser Altersklasse werden bis zu fünf Einheiten angeboten. Aktuell ist der HSV dabei, sich konzeptionell noch besser aufzustellen – auch in Sachen Anschlussförderung. Wichtige Rollen spielen A-Lizenz-Inhaber Alexander Braun (25), momentan für den HSV II in der Frauen-Oberliga und die A-Mädchen (Regionalliga) verantwortlich, sowie der Bögel freundschaftlich verbundene Michael Biegler (60). „Beagle“ ist seit knapp 40 Jahren im Trainergeschäft – auch als Nationaltrainer der deutschen Frauen und der polnischen Männer.

Cassandra Nanfack, Leistungsträgerin des Zweitliga-Teams, kümmert sich übrigens um die E-Jugend. „Die Mädels lieben sie“, weiß Julia Spitzer, „und kommen ganz oft zu den Spielen.“ Ganz bestimmt auch am Samstag zum Zweitliga-Knaller. Karten im Vorverkauf:

solingen-live.de

2. Bundesliga

Spitzenreiter HSV Solingen-Gräfrath und der VfL Waiblingen haben 37:5-Punkte. Es folgen die Füchse Berlin (33:9) und Frisch Auf Göppingen (32:6). Der Meister steigt in die 1. Liga auf, der Zweite bestreitet zwei Spiele gegen den Erstliga-Vorletzten.

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