Fechten

Jakob Stange und Falk Spautz haben in der U17 Großes vor

Besteigen am Dienstagabend den Flieger in Richtung der Vereinigten Arabischen Emirate: Jakob Stange und Falk Spautz. Foto:
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Besteigen am Dienstagabend den Flieger in Richtung der Vereinigten Arabischen Emirate: Jakob Stange und Falk Spautz.

Ein Duo des Fechtzentrums vertritt Solingen bei der Weltmeisterschaft in Dubai.

Von Jürgen König und Tom Bernau

Jakob Stange hat in seiner Karriere schon viele schöne Orte gesehen, der kommende dürfte einer der aufregendsten werden. An diesem Dienstagabend geht es von Frankfurt nach Dubai – dort findet für das Top-Talent des Fechtzentrums ab Freitag die Weltmeisterschaft statt. „Das wird sicher eine andere Nummer“, meint der Sportschüler der Friedrich-Albert-Lange-Schule mit Blick auf den riesigen Komplex samt Halle und Hotel. Doch weder vom Pool auf dem Dach noch vom Strand wird der Solinger viel sehen – es gilt, einen ehrgeizigen sportlichen Auftrag zu erfüllen.

Als Zehnter der U17-Europameisterschaft war Stange nahe dran an einer Medaille, in eine ähnliche Richtung soll es jetzt gehen. Wenngleich das Niveau durch Teilnehmer aus Asien, den USA und Ägypten noch einmal angehoben wird. Seine Chance sieht der Solinger natürlich in seiner angestammten Altersklasse, am Samstag findet diese Konkurrenz statt, die nur im Einzel ausgeschrieben ist. Darüber hinaus nimmt der frühere Deutsche B-Jugend-Meister an der U20 teil – im Einzel (Freitag) und auch im deutschen Team (Sonntag). „Solch eine Belastung haben wir noch nicht erlebt“, sagt Falk Spautz, der mit vor Ort sein wird. Der Coach weiß um die Klimabelastung bei Temperaturen jenseits der 30 Grad, hat in den vergangenen Wochen neben fechtspezifischen Sachen viel Wert auf Ausdauer gelegt.

In Dubai soll bis zum ersten Wettkampf täglich trainiert werden, technisch und taktisch will das Duo dann voll auf der Höhe sein. „Wir haben uns die Werkzeuge erarbeitet, um noch besser abzuschneiden als bei der EM“, hält Spautz große Momente in der U17 für denkbar. So sieht es auch der 1,85 Meter große Athlet. „Wir haben uns die Sachen, die schief gelaufen sind, intensiv angeguckt und Lehren daraus gezogen“, blickt Jakob Stange noch einmal auf die europäischen Titelkämpfe im serbischen Novi Sad zurück.

Die bei zwei Stunden Zeitverschiebung erträgliche Reise nach Dubai tritt der 16-Jährige als Zweiter der deutschen U17-Rangliste hinter dem Heidenheimer Matthew Bülau an, in der U20 ist er national die Nummer drei hinter Fabio Murru (Leverkusen) und Bendix Kelpe (Tauberbischofsheim). Für den angehenden Abiturienten, gerade erst aufgrund seiner Leistungen in die NRW-Sportstiftung aufgenommen, ist es zweifelsohne der Höhepunkt in seiner bisherigen Laufbahn. Dass es dabei abermals emotional zugehen wird – wie bei der EM rund um die Teams aus Russland und der Ukraine –, steigert die ohnehin große Vorfreude auf die WM-Premiere.

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