Eishockey

Irgendwann möchte er mit dem Sport Geld verdienen

Gute Übersicht, gute Puckführung – es gibt viele sportliche Eigenschaften, mit denen Rune Raab positiv auf sich aufmerksam zu machen weiß. Im Moment muss er pausieren. Foto: Bastian Valentin
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Gute Übersicht, gute Puckführung – es gibt viele sportliche Eigenschaften, mit denen Rune Raab positiv auf sich aufmerksam zu machen weiß. Im Moment muss er pausieren.

Der ehemalige ECB-Eishockeyspieler Rune Raab ist mit der U17 in der 2. Bundesliga angekommen.

Von Andreas Dach

Was hatte er geschuftet, um topfit in die Saison zu gehen. Zwischen April und September war Rune Raab von Trainingseinheit zu Trainingseinheit gejagt, was für den Remscheider durchaus mit erheblichem Aufwand verbunden ist. Der 16-jährige Schüler der Nelson-Mandela-Schule spielt in der 2. Bundesliga Nord mit der U17 für den ESC Moskitos Essen. Dreimal die Woche fährt beziehungsweise fuhr er mit dem Zug zu den Übungseinheiten in den Ruhrpott, manchmal gibt es auch Fahrgemeinschaften mit einem Mannschaftskollegen aus Mettmann. Dazu kommen die Spiele an den Wochenenden. Wenn sie denn stattfinden können.

Nur fünfmal durfte sich der Aufsteiger bislang beweisen. Corona machte schnell einen vorläufigen Strich unter den Spielbetrieb. Und es ist nicht absehbar, ob oder wann es wieder losgeht. Sein Vater Michael Müller, der die sportliche Entwicklung des Sohnes seit Jahren mit großem Engagement begleitet, befürchtet einen schlimmen Trend: „Es sieht schlecht aus für den Nachwuchsbereich.“

Hinter Rune Raab liegt im jungen Alter eine im wahrsten Sinne des Wortes wechselhafte Eishockey-Zeit. In der U14 des EC Bergisch Land in Solingen hatte er losgelegt. Es folgten die Stationen in Essen, bei der Düsseldorfer EG, wieder im Südpark an der Birkerstraße, abermals in Essen, noch einmal bei den Raptors und mittlerweile wieder bei den Moskitos. „Ich möchte mein Geld irgendwann am liebsten mit Sport verdienen“, formuliert der hochtalentierte Spieler schon eine klare Lebensplanung.

Essen zahlt Lehrgeld gegen Team aus Sachsen

Zuzutrauen ist es ihm, dass er sich diesen Traum perspektivisch erfüllen wird. Wenngleich auch er sich erst einmal an das rauere Klima in der 2. Bundesliga gewöhnen muss. Das erste Spiel in Frankfurt ging nach Penaltyschießen verloren. „Ich habe auch nicht getroffen“, gibt der Stürmer zu. Es folgten zwei Doppelspieltage. Gegen Kassel wurde mit 4:3 gewonnen und 0:1 verloren, gegen den Erstliga-Absteiger Crimmitschau mussten die Essener 1:11- und 1:6-Schlappen einstecken. Für alle, die wissen möchten, wo das ist: in Sachsen. Rune Raab erklärend: „Die weiteste Auswärtsreise der Saison.“

Und – coronabedingt – vorerst die letzte. Was ihm persönlich gar nicht so unrecht gewesen ist. Der 16-Jährige hat sich eine Knieverletzung (Bluterguss) zugezogen, die eine mehrwöchige Pause zur Folge hat. Seine Mannschaft „sieht sich“ momentan zweimal pro Woche – per Zoom-Meeting von daheim aus. „Training und Spielanalysen stehen dann auf dem Programm“, berichtet Rune Raab, der aus einer sportbegeisterten Familie stammt. Die ältere Schwester Peggy hat sich dem Schwimmsport verschrieben, der jüngere Bruder Jonte hat auch Spaß am Eishockey. Mutter Peggy Raab und Vater Michael Müller halten ihren Kindern dabei schon seit Jahren den Rücken frei.

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