Fußball

Internationaler VfB besteht die Generalprobe

Ein A-Nationalspieler für den VfB Solingen: Von Keon Greene wird auch Durchsetzungsvermögen verlangt. Fotos: Moritz Alex
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Ein A-Nationalspieler für den VfB Solingen: Von Keon Greene wird auch Durchsetzungsvermögen verlangt.

Fußball-Vorbereitung mit Test an der Höher Heide.

Von Jürgen König und Moritz Jonas

Auch vor Freundschaftsspielen wurde am Wochenende mit einer Schweigeminute Richtung Ukraine innegehalten, um Solidarität und Mitgefühl auszudrücken. So an der Höher Heide, wo sich Landesligist VfB in guter Form präsentierte – die Baverter gewannen beim Bezirksligisten TSV mit 4:0 (2:0) und steigerten die Hoffnung des derzeit abgeschlagenen Schlusslichts auf eine Aufholjagd ab dem 6. März. „Wir haben in der Offensive wieder einen echten Konkurrenzkampf“, arbeitete das Trainer-Duo Erdim Soysal und Rossi Tilaro einen Trumpf heraus, der stechen soll.

Rossi Tilaro (l.) und Erdim Soysal, das Trainergespann der Baverter, sahen bei bestem Fußball-Wetter viel Erfreuliches.

Mit Davide Mangia, der nach klasse Vorarbeit von Jonas Möller in der 7. Minute das frühe 1:0 erzielte, hat die etatmäßige Sturmspitze gute Alternativen um sich herum. So Routinier Eray Bastas, der am Samstag in Aufderhöhe, wo die Arbeiten an der benachbarten neuen Anlage weit gediehen sind, fehlte. Dafür stand Geonhee Lee in der Anfangsformation. Der 22-Jährige ist 1,90 Meter groß und ging zuletzt für den Duisburger SV auf Torejagd. „Er ist ein Spieler mit einem sehr überzeugenden Anlaufverhalten, der die Bälle gut festmachen kann“, beschreibt Tilaro den Südkoreaner.

Überhaupt hat der VfB mittlerweile einen interessanten internationalen Anstrich, zu dem Suguru Matsumoto beiträgt. Der japanische Mittelfeldspieler erhöhte mit seinen Treffern in der 26. und 50. Minute für die überlegenen Gäste. Mittlerweile hat Matsumoto zwei Landsleute an der Seite, die den Bavertern helfen sollen, die sechs Abgänge in der Winterpause zu kompensieren. Ein Versprechen für die Zukunft ist der 20-jährige Shogo Taniguchi. Er war zuletzt vereinslos und solle nun zu einer guten Alternative für die Außenposition in der Defensive entwickelt werden.

„Daniel kennen wir sehr gut, er kann uns sofort weiterhelfen.“

Rossi Tilaro über Daniel Kauffeldt

Der zweite Neuzugang für die Abwehr, Jumpei Kawai, kommt ebenfalls aus dem „Land der aufgehenden Sonne“ und spielte zuletzt für den Mülheimer FC in der Landesliga. „Jumpei ist ein schneller, zweikampf- und kopfballstarker Innenverteidiger, der uns überzeugt hat“, lobt Coach Tilaro den Neuankömmling.

Für die Stärkung der Verteidigung kam zudem Daniel Kauffeldt. Der 30-Jährige war für sein Studium nach Bielefeld gezogen, dort spielte er in der Landesliga für den TuS Dornberg. Nun zog es ihn zurück in die Klingenstadt. „Daniel ist ein Spieler, den wir sehr gut kennen und der uns sofort weiterhelfen kann“, sagt Rossi Tilaro über den Rückkehrer.

Auch in der Offensive gibt es Zugänge zu vermelden. Gleich doppelt fündig geworden ist der VfB im karibischen Inselstaat Antigua und Barbuda. Sowohl Rechtsaußen Akeem Issac wie auch Stürmer Keon Greene wechselten zur Rückrunde in die Klingenstadt. Der Kontakt in Richtung Atlantik entstand über den in Solingen ansässigen Berater Nils Kleine. Beide Spieler haben U-Länderspiele für ihr Land absolviert. Bei Greene steht sogar schon ein A-Länderspiel zu Buche. Er kam beim TSV zur Pause in die Partie und sorgte dann auch mit dem 4:0 in der 61. Minute für den Schlusspunkt.

Ist der VfB also gerüstet für den Neustart am kommenden Sonntag, wenn der Rather SV ab 15.30 Uhr zu Gast am Bavert ist? „Es waren, auch beim 8:1 gegen den FC Britannia, nur Freundschaftsspiele. Da sollten wir den Ball flach halten“, bilanzierte Rossi Tilaro, der beim TSV unter anderem mit dem Pressing sehr zufrieden war. Aber der frühere Klasse-Verteidiger weiß wie Erdim Soysal nunmehr über einen Kader, in dem – sofern das Verletzungspech fern bleibt – viel ohne Qualitätsverlust gewechselt werden kann.

TSV

Reaktion: In Abwesenheit von Nils Esslinger (Urlaub) trug Karsten Ditscheid gegen den VfB die Verantwortung. „Das Ergebnis geht in Ordnung, bei uns wiegen die vielen Ausfälle noch zu schwer“, sagte Ditscheid, der erst in zwei, drei Wochen Entspannung erwartet.

Programm: In Benrath startet der TSV am Sonntag, in der Rückrunde soll schon die Basis für die nächste Saison erarbeitet werden. Ambitioniert sei man im Kreispokal, das Halbfinale steigt am 9. März beim gleichklassigen SSV Berghausen.

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