Sport

In Solingen läuft viel wunschgemäß

In den Sporthallen der FALS fand die Präsentation, hier mit Wolfgang Fischer, statt.
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In den Sporthallen der FALS fand die Präsentation, hier mit Wolfgang Fischer, statt.

Bergische Sportförderung präsentiert sich.

Von Luis Potthoff

„Wir fördern Spitzensportler“, so lautet das Motto der Bergischen Sportförderung, welche nach einer pandemiebedingten Verschiebung endlich ihre große Präsentation abhalten konnte. Wolfgang Fischer aus der Staatskanzlei NRW formulierte klare Ziele seiner Abteilung Sport: Das Land NRW will 20 bis 25 Prozent der deutschen Leistungssportler in internationalen Wettbewerben stellen und Sportler sollen auf hohem Niveau gefördert werden.

Bereits an Grundschulen und auch an den NRW-Sportschulen wie der Friedrich-Albert-Lange-Schule soll den Kindern ein großes Spektrum geboten werden. „Das wird in Solingen in perfekter Art und Weise gelebt. Aus dem Nichts ist hier in Solingen etwas Wunderbares entstanden. Das hätte ich vor 15 Jahren nicht geglaubt“, betonte Fischer.

Die Staatskanzlei pflegt ein enges Verhältnis zum Landessportbund, für den Michael Scharf Stellung bezog. Dieser kritisiert, dass die Vereine nicht genügend erreicht werden und die Athleten mehr in den Mittelpunkt rücken müssten. Dazu brauchen sie Berufsausbildungszusicherungen nach der Karriere und bessere Rahmenbedingungen. Hierzu zählen individuelle Förderung, ein flächendeckendes Talentsichtungssystem sowie die Zusammenarbeit zwischen Vereinen und Verbänden. Er plädierte gegen eine Delegierung von Athleten an Bundesstützpunkten und fordert, dass diese so gut sein müssen, dass sich die Sportler freiwillig an den Stützpunkt begeben.

Unsere Mission ist eine Herausforderung.

Petra Schmidt, Sportförderung

Auch der Job des Trainers müsse attraktiver gemacht werden. Finanziell und von der Ausbildung her. „Insgesamt acht Jahre, um einen A-Trainerschein zu machen? Das ist doch lächerlich“, sagte der Direktor Leistungssport des LSB NRW.

Annika Reese vom Olympiastützpunkt Rheinland ist überzeugt, dass Vereine die Basis für den Leistungssport bilden und man die Sportler individuell fördern müsse. Und genau das passiere am Olympiastützpunkt. Die Athleten erhalten soziale Betreuung, gesundheitliche Unterstützung, Hilfe, ihr Netzwerk weiter auszubauen, und vor allem einen möglichst einfachen Berufseinstieg, ohne dass der Leistungssport zu kurz kommen muss. „Die Sportler sollen sich die Frage stellen, was sie werden wollen. Nicht, was sie werden können.“

Dies sei extrem wichtig, findet auch Dr. Christian Baumgart von der Bergischen Universität Wuppertal, denn die meisten Leistungssportaussteiger täten dies aufgrund der beruflichen Karriere. Genau da setzt die Bergische Sportförderung an. Sie erfüllt eine Brückenfunktion zwischen dem Jugend- und Profisport und hilft jungen und talentierten Sportlern in den Aspekten Gesundheit, individuellen Trainingsmöglichkeiten und auch finanziell. „Wir sind eine kleine Company, unsere ehrenamtliche und gemeinnützige Mission ist eine Herausforderung“, so Geschäftsführerin Petra Schmidt. Finanziert wird das Projekt durch Sponsoren wie die Firma BIA. Denn auch Geschäftsführer Jörg Püttbach findet, dass der Breitensport den Spitzensport und Vorbilder brauche. Deswegen bietet er mit seiner Firma den Sportlern Praktika, Ausbildungsplätze und die Möglichkeit zu einem dualen Studium und sieht diesen Einsatz als gesellschaftliches Engagement und Eigennutz an.

Berufsleben

Der Olympiastützpunkt Rheinland arbeitet mit der Polizei, Schulen, der Bundeswehr und vielen Betrieben zusammen, welche den Sportlern den Einstieg ins Berufsleben möglichst leicht machen sollen. Des Weiteren erhalten Leistungssportler bereits einen bevorzugten Zugang zu Studiengängen (ausgenommen Medizin).

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