Eishockey

Icetigers: Vom bunten Haufen zum coolen Aufsteiger

Die Solinger Icetigers: (hinten v. l.) Sven Jander, Mischa Laimann, Markus Grigoleit, Luis Jäkel, Thomas Jäkel, Holger Delventhal, Joshua Jenkes, Willi Honne, Thorsten Tänzer, Roger Egloff, Kai Gardlowski, (vorne v. l.) Thomas Niemz, Mathias Radeike, Pia Clauberg, Franco Cancemi, Marvin Gold, Sven Leymann und Robert Finkentey. Es fehlen Betreuerin Anita Kappes und Präsident Sven Eret.
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Die Solinger Icetigers: (hinten v. l.) Sven Jander, Mischa Laimann, Markus Grigoleit, Luis Jäkel, Thomas Jäkel, Holger Delventhal, Joshua Jenkes, Willi Honne, Thorsten Tänzer, Roger Egloff, Kai Gardlowski, (vorne v. l.) Thomas Niemz, Mathias Radeike, Pia Clauberg, Franco Cancemi, Marvin Gold, Sven Leymann und Robert Finkentey. Es fehlen Betreuerin Anita Kappes und Präsident Sven Eret.

Solinger Hobby-Eishockey-Team kehrt in die 1. Division der Rheinland-Hockey-League zurück.

Von Fabian Herzog

Ihr Triumph liegt schon ein paar Tage zurück. Was die Freude bei den Solinger Icetigers aber nicht auch nur ansatzweise darüber trübt, endlich die Rückkehr in die 1. Division der Rheinland-Hockey-League geschafft zu haben. Nach einer spannenden Saison setzte sich das Eishockey-Hobbyteam in zwei Relegationsspielen gegen die Orcas Hennef durch und feierten den Aufstieg ausgelassen.

Dafür hatte Präsident und Gründer Sven Eret aber auch nichts dem Zufall überlassen. Für die zurückliegende Spielzeit konnte er seine Icetigers hochkarätig verstärken: So schlossen sich mit Luis Jäkel, der in der Jugend für die Düsseldorfer EG gespielt hat, und Robert Finkentey zwei ehemalige Spieler des Regionalligisten Ratinger Ice Aliens an. Außerdem gelang es Eret, Top-Scorer Joshua Jenkes (früher Neusser EV) vom Liga-Konkurrenten Ice Crash Dummies Krefeld in die Klingenstadt zu lotsen. Auch die Solinger Erstligagröße Pia Clauberg (Mad Dogs Mannheim) kam bei einem Freundschaftsspiel nach Weihnachten, wo sie aushalf, auf den Geschmack des Hobbyteams und konnte sich nicht mehr lösen. „Das ist einfach eine total nette und coole Truppe“, sagt sie.

Den direkten Aufstiegsplatz mussten die Icetigers dennoch den Devil Ducks aus Aachen überlassen und so mit der Relegation vorliebnehmen. In dieser ließen sie dann aber nichts anbrennen und setzten sich zu Hause mit 9:3 und auswärts mit 6:4 gegen den Letzten der 1. Division aus Hennef durch.

Dies war die (bisherige) Krönung der Vereinsgeschichte, die 2003 begann. „Wir waren zuerst nur ein bunt zusammen gewürfelter Haufen Hobby-Eishockeyspieler, die Spaß am Puck schieben hatten“, erinnert sich Eret. Unter anderem wegen der in der Hobbyszene „üblichen späten und somit unattraktiven Eiszeiten“ hatte man eine dünne Personaldecke und fusionierte zehn Jahre später mit dem EC Bergische Löwen.

Der dadurch spürbare Aufschwung gipfelte 2015 im Vorspiel des Wintergames in der Düsseldorfer Fußballarena, wo die Icetigers als Gewinner einer Verlosung auf ein Promiteam des Fernsehsenders Servus TV trafen. Gegen ehemalige DEL-Spieler wie Sven Felski oder Rich Goldmann und Alpenvulkan Hans Zach als Trainer gab es zwar eine deutliche 3:13-Niederlage. Eret: „Aber es war ein Erlebnis, von dem die Beteiligten noch ihren Enkeln erzählen können.“ Zudem wurden er und sein Team beim eigentlichen Wintergame unter großem Applaus vor 50 000 Zuschauern geehrt.

Kurz darauf schloss man sich der Rheinland-Hockey-League an, wurde in die 1. Division eingeordnet, stieg aber in der Relegation ab. Mit „verdienten Veteranen des EC Bergisch Land“ wie Thomas Niemz, Dirk Heinz oder Mischa Laimann entwickelten sich die Icetigers aber zu einem Topteam der 2. Division, schnupperten 2019 schon am Aufstieg und machten diesen nun perfekt.

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