Handball

HSV zollt seiner Müdigkeit auf zweiter Schwaben-Tour Tribut

Im Tor hatte Natascha Krückemeier einen schweren Stand – acht Paraden standen bei ihr zu Buche. Foto: Kurt Kosler
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Im Tor hatte Natascha Krückemeier einen schweren Stand – acht Paraden standen bei ihr zu Buche.

2. Handball-Bundesliga der Frauen: 28:34-Niederlage bei der TG Nürtingen.

Von Jürgen König

Zwischen Waiblingen und Nürtingen liegen gerade mal 40 Kilometer, zwischen den Emotionen lagen Welten. Hatte der HSV Solingen-Gräfrath in der vergangenen Woche dem Spitzenreiter VfL Waiblingen eine 35:36-Niederlage zugefügt, so erwischte es nun das Team von Kerstin Reckenthäler – mit 28:34 (15:15) ging die österliche Partie bei der TG Nürtingen verloren. „Man hat gemerkt, dass wir einfach müde sind. Sie wollen, aber es geht nicht“, sagte die Trainerin über ihre Spielerinnen nach der zweiten kräftezehrenden Schwaben-Tour binnen vier Tagen.

Die taten sich schon im ersten Durchgang schwer – zu viele Gegentreffer nach inkonsequentem Abwehrverhalten übers Zentrum, zu viele vertane Chancen. Letzteres traf besonders in der Phase zu, als man sich nach einem 3:5-Rückstand (7. Minute) einen erstmaligen Drei-Tore-Vorsprung erarbeitet hatte. Vanessa Brandt scheiterte per Siebenmeter, und auch danach wollte weder aus dem 13:10 noch 14:11 sechs Minuten vor dem Pausenpfiff mehr werden. Im Gegenteil: Der HSV, der nach 20 Minuten die Hälfte der Feldformation ausgewechselt hatte, geriet ins Schwimmen. Selbst über Außen, wo die Würfe durch Lucy Jörgens und Hannah Kamp lange Zeit gleichbedeutend einem Torerfolg waren, herrschte jetzt Flaute. Nürtingen – erneut ohne die hinter Brandt (Erste mit 244, 81) in der Torjäger-Liste liegenden Kerstin Foth (190, 68) angetreten – witterte Morgenluft und nutzte eine Zeitstrafe gegen Mandy Reinarz konsequent aus. So wurde aus Sicht der Gräfratherinnen aus einem 14:11 ein 14:14.

Es sollte nicht mehr besser werden, die Defizite blieben durch die Bank zu hoch. Kerstin Reckenthäler: „Zu viele haben diesmal nicht gegriffen. Uns sind die gleichen Fehler unterlaufen, wir konnten die Vorgaben nicht umsetzen und waren nicht gut genug.“ Auf der Zielgeraden der intensiven Saison sei die mentale Belastung sehr kraftraubend.

Auf den HSV wartet nun eine Verschnaufpause, ehe am 30. April das Punktekonto wieder aufgebessert werden soll – zu Gast ist dann in der Klingenhalle zur gewohnten Zeit um 18.15 Uhr der 1. FSV Mainz 05. Insgesamt warten noch vier Begegnungen, alles läuft auf ein Duell mit den Füchsen Berlin um Platz drei hinaus. Allemal ein Riesending für einen stetig wachsenden HSV.

HSV Solingen-Gräfrath:

Krückemeier, Gün, Fahnenbruck; Reinarz (7, 1), Brandt (7, 2), Müller (4, 1), Karathanassis (3), Jörgens (2), Kamp (2), Senel (2), Penz (1), Tesche, Fabisch, Clauberg, Polsz

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