Handball

HSV verliert turbulentes Spitzenspiel gegen „Soldaten“

Hiergeblieben: Der prima aufspielende Remscheider Dominik Förster im Clinch mit dem besten Gräfrather Gary Hines. Der auch aus dem TV-Format Ninja Warrior bekannte US-Nationalspieler erzielte die meisten Treffer für den HSV, der dennoch den Kürzeren zog. Foto: Christian Beier
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Hiergeblieben: Der prima aufspielende Remscheider Dominik Förster im Clinch mit dem besten Gräfrather Gary Hines. Der auch aus dem TV-Format Ninja Warrior bekannte US-Nationalspieler erzielte die meisten Treffer für den HSV, der dennoch den Kürzeren zog.

Handball: BHC-Frauen kommen dem Aufstieg immer näher.

Von Lutz Clauberg

200 Zuschauer, knackige Atmosphäre und ziemliche Spannung – dennoch passten dem ambitionierten HSV Solingen-Gräfrath überhaupt zwei Fakten überhaupt nicht in den Kram: Zum einen verlor Stefan Bögels Mannschaft das hochklassige Bezirksliga-Topspiel gegen den HC BSdL. Und kurz vor Schluss gingen dem Remscheider Alexander Zapf die Gäule durch.

Männer, Bezirksliga-Aufstiegsrunde: HSV – HC BSdL 25:27 (13:15). Der 32 Jahre alte Alexander Zapf, in der Regionalliga Nordrhein Coach der HG Remscheid, war der Matchwinner für die „Soldaten“, die insgesamt einen reiferen Eindruck hinterließen. Zapf erzielte sieben Treffer, wurde zwischenzeitlich sogar manngedeckt. In der packenden Schlussphase leistete er sich jedoch einen bösen Ausrutscher in Form einer Tätlichkeit gegen den Gräfrather Lovis Scharfenbaum. Der 19-Jährige reklamierte das Vergehen sofort beim Schiedsrichtergespann Lennart Hein/Felix Linden. Die Referees hatten die Szene aber nicht registriert und verhängten keine persönliche Strafe. Auch im Spielbericht wurde nichts vermerkt. „Das tut mir unendlich leid und darf mir nicht passieren. Ich habe mich in der Kabine bei ihm entschuldigt“, meinte Zapf.

Sportlich machte dem HSV ein übler 0:5-Lauf zu schaffen: Auf die 9:7-Führung folgte der 9:12-Rückstand. Im zweiten Abschnitt waren die Gäste, die in der 42. Minute den ehemaligen Zweitliga-Torwart Carsten Mundhenk (47) eingewechselt hatten, bis zur 24:21-Führung richtig gut auf dem Weg. Dann aber bekam der von Gary Hines angetriebene HSV die zweite Luft, schaffte den Ausgleich und hatte die Führung auf der Hand – scheiterte aber per Gegenstoß. „Sonst hätten wir es wohl geschafft“, glaubt Trainer Stefan Bögel.

Der HSV ist jetzt im Zugzwang. Am Donnerstag steht das Nachholspiel in Remscheid bei der BSdL-Zweiten an. Bögel: „Das dürfen wir nicht verlieren.“ Das noch nicht angesetzte Derby gegen den Ohligser TV II ist auch kein Selbstläufer. Das Rückspiel bei den Soldaten I steigt wahrscheinlich am 12. Mai.

HSV-Tore: Hines (11, 3), Scharfenbaum, S. Heinekamp (beide 4), Bögel Dichter (3), Preiß (2) und Schickler

STB II – Bergische Panther IV 19:33 (9:18). Spielertrainer Sven Ortloff sprach von einer blutleeren Vorstellung seiner wieder einmal dezimierten Truppe. Gut drauf waren immerhin Andy Krybus und Max Eller.

STB-Tore: Ortloff (4), Krybus, R. Leibel, C. Meuter (alle 3), Schüßler (3, 2), Eller (2) und Bundt

Ohligser TV II – SV Wipperfürth 32:23 (16:9). Aaron Grothues schaffte neun seiner 16 Treffer in der ersten Halbzeit. Ansonsten reichte eine solide Leistung mit einer starken Hintermannschaft.

OTV-Tore: Grothues (16, 1), Knaak (6, 1), Hertzberg (3), Lux, Pfeifer, Siegert (alle 2) und Deutscher

Frauen, Oberliga: Bergischer HC – Bergische Panther 37:11 (17:3). Der Bergische HC kommt dem Aufstieg immer näher: Während der Tabellenführer den nächsten Kantersieg landete, verlor der einzige Verfolger TV Lobberich bei der Überruhrer Zweitvertretung. Der BHC hatte überhaupt keine Mühe mit den Panthern. „Das war der schwächste Gegner, der sich in Solingen vorgestellt hat“, sagte Trainer Lars Faßbender. Er schonte Daria Blume, Sina Meyer und Ida Federschmidt fehlten sowieso. Nele Ahlendorf agierte im linken Rückraum einigermaßen glücklos, drehte dann im rechten Rückraum auf. „Das ist eine Erkenntnis des Spiels, dass sie auf dieser Position eine Alternative ist.“

BHC: Naßenstein, Karsch (2); Ahlendorf (10), Ruthenbeck (9), Prehn (8, 3), Maarse (3), Sosnierz (3), Winkelhoch (1), Pilgram (1), Doevenspeck

GSG Duisburg – HSV Solingen-Gräfrath II 23:32 (15:18). Die Solingerinnen boten ein ganz schwache Leistung beim abgeschlagenen Schlusslicht. Am Dienstag (20.30 Uhr, Klingenhalle) soll es im Nachholspiel gegen die HSG Hiesfeld/Aldenrade wieder deutlich besser laufen.

HSV: Aufstellung und Tore wurden vom HSV nicht gemeldet.

Verbandsliga: WMTV – SV Wipperfürth 21:25 (9:14). Die Solingerinnen hatten im Nachholspiel mit zahlreichen Pfosten- und Lattentreffern einiges Pech.

WMTV-Tore: Haves, Plaskocinski, Meurer (alle 3), Eich (3, 1), Schlau, Thomas-Mann (beide 2), Guggenmos (2, 2), Löhr, Majeres und Wachholder

SSG Wuppertal/HSV Wuppertal – WMTV 25:27 (12:14). Die Gastgeberinnen gelten als sehr torhungrige Mannschaft – und dennoch landete der in jeder Beziehung überzeugende WMTV einen herausragenden Start-Ziel-Sieg. „Darauf lässt sich super aufbauen“, meinte Trainer Marek Czechowski. Torhüterin Selina Pupinovic überragte, Jessica Schlau zog sich eine Kopfverletzung zu.

WMTV-Tore: Meurer (8), Thomas-Mann (6), Schlau (5), Guggenmos (4, 2), Patzwahl (2), Eich und Wachholder

Landesliga

Zwei Nachholspiele stehen diese Woche in der Männer-Landesliga auf dem Programm: Am Dienstag (20.30 Uhr, Wittkulle) hat der Bergische HC III die Cronenberger TG II zu Gast, am Donnerstag (20.30 Uhr) empfängt der Turnverein Witzhelden den Wald-Merscheider TV.

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