Handball

HSV steigert sich in der Abwehr und schafft einen 10:1-Lauf

Auch Laura Winkelhoch setzte sich für den HSV als Torschützin in Szene.     Foto: Lars Breitzke
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Auch Laura Winkelhoch setzte sich für den HSV als Torschützin in Szene.    

Die Solinger Zweitliga-Handballerinnen schlagen Nürtingen mit 28:23 (16:15)

Von Jürgen König

Der HSV Solingen-Gräfrath hat nach dem seit über einer Woche feststehenden Klassenerhalt kein neues Saisonziel auserkoren, aber Motivation und Einsatzwille an diesem Samstag zeugen davon, dass der fünfte Platz in der 2. Liga nach Möglichkeit nicht mehr abgegeben werden soll. Mit 28:23 (16:15) entschieden die Solingerinnen auch das zweite Duell mit der TG Nürtingen zu ihren Gunsten. „Die gute Abwehrleistung in der zweiten Halbzeit hat den Ausschlag gegeben“, war Kerstin Reckenthäler nach 60 Minuten zufrieden.

Nach 30 war dies die Trainerin des Zweitligisten noch nicht wirklich, denn 15 Gegentore in Hälfte eins zeugten von zu großen Defiziten im Abwehrverhalten. Insbesondere Saskia Wagner, torgefährliche Spielmacherin der Gäste, stellte dies mit sieben Toren unter Beweis – nach dem Wechsel ging sie leer aus. Und ihre Mannschaft verlor ab der 38. Minute den Anschluss. „Bis dahin haben wir uns super schwer getan“, sagte Reckenthäler und freute sich fortan über einen 10:1-Lauf. Zwischen der 38. und 55. Minute ging es zunächst von 17:18 auf 24:18, dann noch einmal von 24:19 auf 27:19.

Erneut wurden die Spielanteile gut verteilt, so übernahm Luca Tesche nach der HSV-Auszeit in der 14. Minute von Mandy Reinarz die Spielsteuerung. Sie startete höchst unglücklich, um dann wichtige Impulse nicht nur in Form von drei Toren geben zu können.

Ab sofort können die seit dem 9. Januar ununterbrochen im Einsatz gewesenen Solingerinnen etwas verschnaufen. Auch wenn die Tage rund um das Osterfest mit individuellen Plänen ihrer Trainerin garniert sind, ist bis Ostermontag Regeneration angesagt. Am 10. April geht es dann um 18.30 Uhr beim Abstiegskandidaten HC Rödertal weiter.

Am grundsätzlichen Trainingsprogramm will Recken–thäler nichts ändern, obwohl sie mit Klassenerhalt und nahezu gleichbleibendem Kader eigentlich schon die kommende Saison in Angriff nehmen könnte. „Wir setzen jede Woche einen Schwerpunkt und sind somit kontinuierlich auf Fortschritte bedacht“, verfolgt die 38-Jährige eine andere Taktik und nennt mit höherem Passtempo vorne oder Stoppfouls hinten Beispiele aus der jüngeren Gegenwart. Gerade die Kunst, gegnerische Angriffe ohne persönliche Strafe zu unterbinden, war diesmal ein wichtiges Mittel zum Erfolg. Auch wenn es erst mit längerer Anlaufzeit wirkte.

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