Basketball

HSV Sharks gehen im letzten Viertel unter

Leo Funk gelangen gegen Königshardt einige gute Aktionen. Die Niederlage konnte aber auch er nicht verhindern. Foto: Christian Beier
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Leo Funk gelangen gegen Königshardt einige gute Aktionen. Die Niederlage konnte aber auch er nicht verhindern.

Die Solinger verlieren im ersten Heimspiel gegen Königshardt 65:90.

Von Thomas Rademacher

Glücklich war die Ansetzung für den HSV Solingen-Gräfrath zum Saisonstart in die Basketball-Oberliga nicht gewesen. Mit Mettmann-Sport und dem TVJ Königshardt bekam es die in vielen Teilen neu formierte Mannschaft von Trainer Benjamin Heck gleich mit zwei Favoriten zu tun. Nachdem die Klingenstädter beim 71:93 in Mettmann kaum eine Chance gehabt hatten, hielten sie im ersten Heimspiel gegen Königshardt deutlich besser mit – bevor im letzten Viertel der Frust regierte und die nötige Gegenwehr fehlte. Eine deutliche 65:90 (19:12, 15:27, 13:21, 18:30)-Niederlage war die Folge.

Als Arnel Ambeskovic zum 10:4 per Dreier traf, war die Welt für die HSV Sharks noch in Ordnung. Sie hatten den besseren Start erwischt und die Korberfolge jeweils schön vorbereitet. Die Schüsse waren zu diesem Zeitpunkt fast alle frei. Doch je länger die Partie dauerte, desto mehr stellten sich die erfahrenen Gäste auf die Solinger ein. Die jedoch fanden kaum noch passende Antworten. Schon in der ersten Hälfte häuften sich Fehler und Ballverluste, die die Oberhausener mit aller Konsequenz und schnellen Kontern bestraften.

Ärgerlich aus Solinger Sicht waren die nun vermehrt auch ungenutzten Würfe, bei denen kein Abwehrspieler in der Nähe war. Ali Memeti, der an guten Tagen aus der Distanz eine Macht darstellen kann, vergab gleich mehrere blanke Gelegenheiten. Teilweise schauten die Bälle schon in den Korb hinein, sprangen dann aber doch wieder heraus. Ähnlich ging es Spielmacher Greg Carter. Er übernahm die Verantwortung, scheiterte aber insbesondere dann, wenn er versuchte, den Erfolg zu erzwingen.

Je länger die Partie andauerte, desto deutlicher standen die Weichen in Richtung Niederlage – was dem HSV-Spiel spürbar schadete. „Im Vergleich zum Mettmann-Spiel war es eine Steigerung von uns, wenn man vom letzten Viertel absieht“, sagte Trainer Heck. „Unser Team hat individuelle Qualitäten, hat aber als Mannschaft noch nicht zueinander gefunden.“ So war der Coach mit den ersten drei Abschnitten zufrieden, ärgerte sich aber über den sportlichen Untergang in den letzten zehn Minuten. „Da haben wir uns abfertigen lassen.“

Carter versuchte zwar alles, war nun aber auch allein auf weiter Flur, weil sich seine Mitspieler ohne Ball kaum noch freiliefen. Leo Funk versenkte einen spektakulären Dreier und schraubte damit sein Punktekonto auf zehn herauf, doch die Partie war längst entschieden. Selbst der Versuch von Heck, sich mit Absicht über eine vehemente Beschwerde beim Unparteiischen ein technisches Foul einzuhandeln, scheiterte. „Ich wollte noch mal einen Impuls setzen, doch der Schiri hat mir die Bestrafung verweigert“, nahm es der Coach auch mit etwas Humor.

HSV: Ambeskovic (13), Carter (11), Memeti (10), Funk (10), Sullivan (9), Brangs (4), Carranza Jones (2), Diallo (2), Kühne (2), Wolgast (2), Kolasinac, Tatara

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