Handball

HSV schaut im Pokal auf seine eigene Leistung

Wenn Franziska Penz nicht auf der Platte ist, sorgt sie von der Bank aus für die nötige Stimmung. Ob die Linksaußen am Samstag beim Pokal-Knaller dabei ist, steht allerdings noch nicht fest, da sie unter der Woche krankheitsbedingt ausfiel.
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Wenn Franziska Penz nicht auf der Platte ist, sorgt sie von der Bank aus für die nötige Stimmung. Ob die Linksaußen am Samstag beim Pokal-Knaller dabei ist, steht allerdings noch nicht fest, da sie unter der Woche krankheitsbedingt ausfiel.

Gräfratherinnen empfangen Erstligist HSG Bensheim/Auerbach in der Klingenhalle.

Von Thomas Rademacher

Solingen. Bei der HSG Mainz-Bretzenheim haben die Handballerinnen des HSV Solingen-Gräfrath einen Schritt nach vorne gemacht. Der Zweitligist befindet sich allerdings trotz des 27:22-Erfolgs längst noch nicht in der Form der vergangenen Saison. „Es stockt ein bisschen“, sagt Trainerin Kerstin Reckenthäler und bezieht sich damit vor allem auf die personelle Situation. „Während wir in den vorigen Jahren ohne größere Störungen durchgekommen sind, haben wir nun immer wieder Probleme.“ So hat Torjägerin Vanessa Brandt noch nicht wieder das Level erreicht, das sie vor ihrer Fußverletzung hatte. Reckenthäler ist daher besonders wichtig, wie ihr Team im Pokalspiel gegen die HSG Bensheim/Auerbach (Samstag, 18.15 Uhr, Klingenhalle) auftritt: „Ich schiele gar nicht unbedingt auf das Überraschungsergebnis.“

Ein Erfolg über den Bundesligisten wäre ohne Zweifel nicht das erwartungsgemäße Resultat. Die Bensheimerinnen haben sich in der Bundesliga im Mittelfeld etabliert und sind mit 4:2-Punkten souverän in die Saison gestartet. Reckenthäler trifft gleich auf mehrere alte Bekannte. HSG-Coach Heike Ahlgrimm war Trainerin der Frauen in Leverkusen, während Reckenthäler die A-Jugend unter ihrer Leitung hatte und mit dieser die Deutsche Meisterschaft gewann. Teile der Siegerteams waren Torhüterin Vanessa Fehr und Rückraum-Linkshänderin Lilli Holste, die mittlerweile für Bensheim antreten. „Es ist immer schön, vertraute Gesichter wiederzusehen“, sagt die HSV-Trainerin.

Zu den Leistungsträgerinnen der Gäste zählt neben Spielmacherin Lisa Friedberger auch Lucie-Marie Kretzschmar. Die auch im Beachhandball erfolgreiche Rückraumspielerin ist die Tochter von Sportikone Stefan Kretzschmar. „Wenn Bensheim ein gutes Spiel macht, haben wir wenig Chancen. Sollten wir aber einen überragenden Tag erwischen, während der Gegner nicht ganz so prall agiert, weiß man nie, was passieren kann“, sagt Reckenthäler, die noch auf die eine oder andere Verstärkung für ihre Mannschaft hofft.

So spielte Lara Karathanassis zwar zuletzt herausragend, und Mandy Reinarz, Carina Senel sowie Pia Adams gehörten ebenfalls zu den entscheidenden Figuren. „Bei Vanessa Brandt bin ich mir sicher, dass sie zu ihrer Form zurückfindet. Sie sagt, der jüngst verletzte Fuß fühle sich noch nicht so an wie der andere – das kann im Kopf natürlich auch ein bisschen blockieren“, analysiert die Trainerin. Insgesamt aber ist der Kader in diesen Tagen etwas dünn besetzt.

Zugang Lisa Kunert hat aus gesundheitlichen Gründen noch nicht gespielt, und Sina Ehmann wird vielleicht gar nicht mehr für den HSV auflaufen. „Sie hat den Sprung aus Göppingen in die Ferne wohl ein bisschen unterschätzt“, sagt Manager Stefan Bögel. „Wir arbeiten an einer Lösung, die allen Beteiligten hilft.“ Eine Nachverpflichtung will Bögel nicht ausschließen. So hatte sich eine Spielerin zuletzt bereits zum Probetraining angemeldet, doch HSV-Einsätze kommen aus bürokratischen Gründen nun doch nicht infrage.

„Ich überlege noch, was wir genau machen. Wichtig ist mir, dass ich eine Spielerin bekomme, die wirklich gut ins Team passt“, erklärt Bögel. „Denn die Stimmung ist sehr gut. Außerdem möchte ich meiner Linie treu bleiben und ohne Importspielerinnen auskommen.“ Zunächst einmal muss Reckenthäler mit dem Kader arbeiten, den sie hat: „Der ist auch gut, aber noch fehlt uns ein wenig die Leichtigkeit. Die hat uns in den vergangenen beiden Jahren ausgemacht.“ Im Pokal könnte sie zurückkommen – zumal der Ergebnisdruck gegen den Favoriten gering ist.

Franziska Penz: Die Linksaußen war unter der Woche krank. Ein Einsatz am Samstag ist aber dennoch realistisch.

Tickets: Für Kurzentschlossene öffnet die Abendkasse, Karten sind aber auch hier online erhältlich.

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