Handball

HSV ist längst kein Überraschungsteam mehr

Im Hinspiel traf HSV-Außen Franziska Penz sechs Mal – Werders 17 Jahre altes Top-Talent Nina Engel (l.) nur einmal. Foto: Christian Beier
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Im Hinspiel traf HSV-Außen Franziska Penz sechs Mal – Werders 17 Jahre altes Top-Talent Nina Engel (l.) nur einmal.

Handball: Die Zweitliga-Frauen spielen am Samstag in Bremen.

Der HSV Solingen-Gräfrath hat sich in den oberen Gefilden der Zweitliga-Tabelle festgebissen. Lange Zeit sorgte die mehr als respektable Ausbeute von Harrislee bis Nürtingen für Verwunderung – rasch war allerorten vom „Überraschungsteam aus Solingen“ die Rede: Schließlich sprang in der ersten Zweitliga-Saison nur der ein oder andere Achtungserfolg heraus.

„Wir sind längst kein Überraschungsteam mehr“, freut sich Kerstin Reckenthäler nach 14 absolvierten Spieltagen mit hervorragenden 19 Zählern und Platz vier. „Wir haben unsere Leistung konserviert und holen konstant gute Ergebnisse.“ Mit vielen Erfolgserlebnissen im Rücken kann es tatsächlich bereits am Samstag ab 19.30 Uhr in der Bremer Klaus-Dieter-Fischer-Halle passieren, dass das von ihr zu Beginn des Jahres propagierte Ziel – „mit 20 Punkten steigen wir nicht ab“ – erreicht wird. Das wiederum findet die Leverkusenerin „sensationell“.

Der HSV ist also in der Lage, mit (kleinen) Rückschlägen gelassen umzugehen. Die knappe Niederlage in Lintfort zum Beispiel, die durch einen Treffer von Prudence Kinlend kurz vor dem Abpfiff amtlich wurde, hakt die Trainerin ab. „Das gehört auch dazu, wir lernen sicher daraus.“ Außerdem habe der HSV, wie in Leipzig und gegen Zwickau, auch das ein oder andere Mal in der Crunchtime das Glück auf seiner Seite gehabt.

Beim mit zehn Zählern auf dem zehnten Platz notierten SV Werder Bremen erwartet Kerstin Reckenthäler alles andere als einen Spaziergang. „Die Ergebnisse zeigen Woche für Woche, dass du immer Leistung bringen musst.“ Bremen hatte bis zum deprimierenden 21:33 am 6. Februar bei der SG Kirchhof eine tolle Serie mit neun Zählern aus fünf Partien gestartet und reichlich Boden gut gemacht. „Sie sind personell schon gut aufgestellt“, weiß Reckenthäler. „Ich erwarte, dass Bremen top motiviert sein wird.“ Wiedergutmachung sei nämlich gleich in doppelter Hinsicht aus Sicht des Gegners angesagt: Wegen der Schlappe in Kirchhof und der fast identischen Packung (22:31) am 12. September in der Klingenhalle. Am zweiten Spieltag glänzte der HSV vor 300 Zuschauern insbesondere in der ersten Halbzeit mit einer überragenden Vorstellung und führte zur Pause mit 19:8. Anschließend sprach Reckenthäler von einer tollen Momentaufnahme, Ziel sei Platz elf und der sichere Klassenerhalt. Wie sich die Zeiten doch ändern.

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