Handball

HSV-Handballerinnen pfeifen aus dem letzten Loch

Lara Karathanassis, hier gestützt von Physiotherapeut Marcus Fuckel und Co-Trainerin Steffi Osenberg, fällt sechs Wochen und somit natürlich auch im Derby am Samstag in Wuppertal aus. Foto: Lars Breitzke
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Lara Karathanassis, hier gestützt von Physiotherapeut Marcus Fuckel und Co-Trainerin Steffi Osenberg, fällt sechs Wochen und somit natürlich auch im Derby am Samstag in Wuppertal aus.

Frauen mit Zweitliga-Derby in Wuppertal / Oberliga-Generalprobe für die Männer des BHC II

Von Lutz Clauberg

Der Blick auf die Zweitliga-Tabelle verheißt nur Gutes. Am Samstag (Anwurf 18.45 Uhr, Sporthalle Langerfeld-Buschenburg) hat der Drittletzte TVB Wuppertal mit ganz, ganz mageren sechs Pluspunkten den Zweiten HSV Solingen-Gräfrath zu Gast, der auf satte 29 Zähler verweisen kann. Und das Hinspiel sowas von souverän gewann und den Nachbarn förmlich aus der Klingenhalle fegte. 467 Zuschauer – nur gegen die Kurpfalz Bären knackte der Club die 500er-Schallmauer – sahen das komplett einseitige 32:22. Die Solingerinnen präsentierten sich am 25. September 2021 in Runde drei bereits wie ein Aufstiegsanwärter, die Wuppertalerinnen wie ein Abstiegskandidat.

Positiv denken, nicht hadern, es ist halt so.

HSV-Trainerin Kerstin Reckenthäler

Daran geändert hat sich fünf Monate später – nichts. Aber: „Ich sehe uns nicht unbedingt als Favorit“, sagt die Gräfrather Garantin auf der Trainerbank, Kerstin Reckenthäler. Denn: „Wir pfeifen personell aus dem letzten Loch.“ In Summe fehlen, die Langzeit-Verletzte Melina Fabisch eingerechnet, fünf Rückraumspielerinnen. Zuletzt beim 29:22 gegen den alles andere als schwachen und von der Spielanlage sogar mindestens ebenbürtigen HC Leipzig erwischte es Lara Karathanassis. Die 24 Jahre alte Allrounderin – sie kann auf allen Rückraum-Positionen spielen und ist darüber hinaus in der Deckung eine Bank – fiel nach einer heftigen Attacke auf den Rücken. „Sie hat sich das Kreuzbein gebrochen“ , berichtet Kerstin Reckenthäler. Sechs Wochen Pause sind angesagt. Reckenthäler: „Ich weiß nicht, wie wir das durchstehen.“ Mit der zeitnahen Rückkehr von Luca Tesche (Probleme mit dem Kreuzband), Jule Polsz (Schulterverletzung) und Jette Clauberg (Fingerbruch) ist nämlich nicht zu rechnen.

Die Last wird dadurch auf ganz wenige Schultern verteilt. Übrig geblieben ist die grandiose Rückraum-Achse Vanessa Brandt, Mandy Reinarz und Cassandra Nanfack. Das Trio ist fürs Torewerfen und im Verbund mit Carina Senel auch fürs Toreverhindern zuständig. „Die Belastung ist extrem hoch“, betont Reckenthäler. Unter Umständen könnten Linksaußen Lucy Jörgens und Rechtsaußen Merit Müller punktuell aushelfen. „Passieren darf nichts mehr“ lautet derweil der allgemeine Tenor. Ergänzt wird der Derby-Kader durch die 17 Jahre alte Clara Pannes. Keke: „Trotz allem gilt: positiv denken, nicht hadern, es ist halt so.“

BHC II: Bewährungsprobe vor dem Spiel der Spiele

Bei den Männern des Bergischen HC II steigt indes die (An-)Spannung. „Alle Sinne sind geschärft“, meint Trainer Mirko Bernau. Denn schon ganz bald ist es soweit. Am 25. Februar um 20.30 Uhr empfängt der BHC II den großen Rivalen Borussia Mönchengladbach, der durch das 36:22 im Nachholspiel gegen den Tabellendritten TV Lobberich wieder die Tabellenführung übernommen hat. „Wir trainieren mit sehr hoher Intensität“, sagt Bernau. Wie gut der BHC drauf ist, zeigte er zumindest im ersten Abschnitt beim 39:22 gegen den an diesem Wochenende spielfreien TSV Aufderhöhe. Über extrem hohes Tempo und die überragende Physis möchte Bernau auch Adler Königshof am Samstag (Anwurf 19 Uhr, Wittkulle) beikommen. Das Hinspiel gestalteten die Krefelder lange Zeit sehr ausgeglichen. In der 49. Minute stand es 22:24 aus Sicht des Sechsten, am Ende gewannen die Solinger 31:26. „Wir müssen das Kreisläuferspiel beachten und gewisse Abläufe“, sagt Bernau vor der wichtigen Generalprobe. Karten für das siebte Heimspiel verkauft der BHC wie gehabt nur online.

termine.solinger-tageblatt.de

HSV Solingen-Gräfrath

Lehrgang: Die Gräfratherin Lucy Jörgens gehört zum 18-köpfigen Aufgebot der deutschen U20-Nationalmannschaft, die unter Trainer André Fuhr ihre erste Maßnahme im neuen Kalenderjahr absolviert: vom 28. Februar bis zum 4. März in Kienbaum.

Aufgabe: Sehr überzeugend setzte sich der HSV II im Oktober in der Oberliga gegen Adler Königshof durch. Seitdem geht es bei den Krefelderinnen aufwärts – und sie sind deshalb als Tabellendritter am Sonntag ab 17 Uhr gegen den HSV II auch klar favorisiert.

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