Handball

Frauenhandball: Das waren die Spiele von HSV Gräfrath, BHC und HSV II

Lara Karathanassis (rechts) und Hannah Kamp hatten mit dem HSV in Beilstein alles im Griff.
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Lara Karathanassis (rechts) und Hannah Kamp hatten mit dem HSV in Beilstein alles im Griff.

Frauenhandball: Solingerinnen in der 2. Liga, Regionalliga Nordrhein und Oberliga: Zwei Siege, eine Niederlage.

Der Aufstiegskampf in der 2. Bundesliga verspricht Spannung ohne Ende. Während der lange souveräne Ex-Tabellenführer FA Göppingen aus den letzten vier Begegnungen nur zwei Zähler holte, sammelte der neue Tabellenführer HSV Solingen-Gräfrath neben Rosengarten-Buchholz, Nord Harrislee und Regensburg weiter Punkte. Selbst die Füchse Berlin dürfen trotz acht Verlustpunkten noch nicht abgeschrieben werden. In der Regionalliga Nordrhein ließ der herausragend und prominent besetzte Bergische HC nichts anbrennen, während der sehr jung aufgestellte HSV II in der Oberliga einen Befreiungsschlag bei einem Mitkonkurrenten verpasste.

2. Liga: SG Schozach-Bottwartal – HSV Solingen-Gräfrath 23:36 (7:22)

Der HSV war bei seinen bisherigen sieben Siegen immer einigermaßen knapp im Rennen. Im württembergischen Beilstein päppelte Kerstin Reckenthälers Mannschaft ihr am Ende bei Punktgleichheit entscheidendes Torverhältnis auf.

Die erste Halbzeit war an Einseitigkeit kaum zu toppen. Die 250 Zuschauer in der Langhanshalle kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die SG, die zuletzt in Nürtingen knapp das Nachsehen hatte, sensationell in Regensburg und gegen Rödertal je einen Zähler holte, erzielte exakt nach einer Viertelstunde das erste Tor – da hatte der total fokussierte und mit viel Tempo agierende HSV bereits zehn Treffer markiert. „Das habe ich noch nie erlebt“, sagte die Trainerin.

Ich bin zum Jahresabschluss froh, dass wir uns oben eingenistet haben. 

Trainerin Kerstin Reckenthäler

Das Schützenfest eskalierte über 2:17 (21.) zum immer noch überragenden Halbzeitstand, an dem auch Torhüterin Natascha Krückemeier einigen Anteil hatte.

Trotz der nicht mehr so überzeugenden zweiten Hälfte war sie total zufrieden. „Das wäre ja sonst Jammern auf hohem Niveau. Ich bin zum Jahresabschluss froh, dass wir uns oben eingenistet haben. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass noch 19 Spieltage kommen.“

HSV: Krückemeier, Gün; Jörgens (7), Brandt (7, 2), Polsz (5), Reinarz (4), Kamp (4), Adams (3), Karathanassis (2), Seiffarth (2), Müller (1), Penz (1), Fabisch

Übrigens: HL Buchholz 08-Rosengarten kann am Mittwoch (21. Dezember) die Tabellenführung durch einen Sieg im Nachholspiel gegen FA Göppingen übernehmen. Der HSV hat am 21. Januar 2023 in Runde 14 Buchholz zu Gast.
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Regionalliga Nordrhein: HC Weiden 2018 – Bergischer HC 29:39 (13:15)

Nach der Punkteteilung zum Saisonauftakt beim einzigen Verfolger HC Gelpe/Strombach landete der haushohe Titelfavorit den neunten Sieg in Folge – standesgemäß in der Höhe, wenn auch mit leichten Schwierigkeiten im ersten Abschnitt. „Mir war klar, dass es schwer wird: Volle Halle, immer Stimmung, gut was los und ein sehr motivierter Gegner“, sagte Lars Faßbender.

„Ein paar Prozente fehlten in der finalen Konzentration“, bewertete der Trainer den einen oder anderen Fehlwurf ans Aluminium. Weiden führte sogar 8:6. Faßbender: „Wir haben uns dann reingekämpft und sind in der 24. Minute zum ersten Mal in Führung gegangen.“

Mit Wiederanpfiff war der Zugriff aufs Spiel durch viele Balleroberungen der prima zupackenden Abwehr sofort da. Ab der 24:18-Führung (40.) gab es nichts mehr zu rütteln. „Das war insgesamt sicher nicht unsere beste Vorstellung. 39 Tore sind gut, 29 Gegentore sind vielleicht sogar zehn zu viel. Aber die Hinrunde war sehr erfolgreich, wir sind zufrieden und glücklich“, so Faßbender.

BHC: Fahnenbruck, Federschmidt; Ruthenbeck (13, 5), Kerber (8), Franz (7), Welsch (6), Lambertz (2), Seher (1), Prehn (1), Albers (1), Abu Rajab, Pilgram

Oberliga: HSG Rade – HSV II 32:31 (14:18)

Die zunächst von der B-Jugendlichen Franziska Thomas angeführte und aufgrund vieler Ausfälle gehandicapte Mannschaft zeigte in der zweiten Halbzeit Nerven. „Nächstes Jahr, wenn wieder alle gesund und fit sind, werden wir die nötigen Punkte holen“, sagte Trainerin Julia Spitzer.

HSV: Cuerten, Wahlen; Thomas (10, 1), Dorgathen (6, 4), Scholl (4), Plat (3), Pohlenz (2), Sadova (2), Baumbach (2), Kramer (1), Metozzi (1), Johanna Spitzer, Hombrecher

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