Handball

HSV gewinnt und schnappt sich die Tabellenspitze

14 Tore nach einer klasse zweiten Hälfte: Vanessa Brandt begeisterte. Foto: Kurt Kosler
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14 Tore nach einer klasse zweiten Hälfte: Vanessa Brandt begeisterte.

2. Handball-Bundesliga der Frauen – 34:24-Sieg bei Werder Bremen

Von Jürgen König

Auf diesen Tag der Vereinsgeschichte darf der HSV Solingen-Gräfrath stolz sein. Im Nachholspiel am Mittwochabend beim SV Werder Bremen – die Hanseatinnen hatten zu Saisonbeginn einen Corona-Fall – gewann der Zweitligist mit 34:24 (14:14), schraubte sein Start-Punktekonto auf 8:0-Zähler und festigte im Fernduell mit den Kurpfalz Bären (32:20 gegen den HC Leipzig) die Tabellenführung. Grundlage war eine grandiose zweite Halbzeit mit einem in allen Belangen überlegenen HSV. Das musste auch Bremens Coach Robert Nijdam neidlos anerkennen – der frühere Solinger Profi war kürzlich 50 Jahre alt geworden und gratulierte nun selbst. „Die Mannschaft ist als Kollektiv super aufgetreten, die Deckungsleistung war in der zweiten Halbzeit überragend“, freute sich auf der Gegenseite Manager Stefan Bögel. Sein Team jubelte nach dem Schlusspfiff in großem Stil, nachdem kurz zuvor Vanessa Brandt mit ihrem 14. Treffer den Schlusspunkt gesetzt hatte.

Der HSV begann effizient im Angriff, war dafür anfällig in der Abwehr. Beim 6:5 in der 10. Minute nahm Trainerin Kerstin Reckenthäler bereits ihre erste Auszeit, vier Minuten später war mit dem 9:6 der erste Drei-Tore-Vorsprung erreicht. Auch dank Brandt, die insgesamt im Abschluss aber eine schwächere erste Hälfte hinlegte. Die auf Rechtsaußen eingewechselte Jule Polsz agierte unglücklich, ließ eine Großchance per Gegenstoß liegen und kassierte hinten zwei Zeitstrafen. Das nutzte Werder im Finish von Durchgang eins – die Wurfquote war mit dem 14:14 ausgeglichen, die Fangquote hatte sich zugunsten von Bremen verlagert, was aber nicht an der überzeugenden, später gar überragenden Natascha Krückemeier im HSV-Tor lag, sondern an zu vielen Fahrkarten Gräfraths.

Für den Zweitliga-Primus geht es am Samstag weiter – wie gewohnt ab 18.15 Uhr in der Klingenhalle, allerdings in der 2. Runde des Deutschen Pokals. Zu Gast ist der mit 4:4-Zählern im Mittelfeld platzierte Liga 1. FSV Mainz 05.

HSV: Krückemeier, Fahnenbruck, Gün (beide nicht eingesetzt); Brandt (14, 3), Nanfack (5), Senel (5), Kamp (3), Reinarz (3), Weyh (2), Müller (1), Penz (1), Münch, Polsz, Tesche

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