Handball

HSV blickt entspannt auf Waiblingen

Freundschaftliche Hilfe für Mandy Reinarz. Die Solinger Spielmacherin wurde in der vorigen Partie von Regensburgs Torfrau Natalia Krupa eingerenkt. Ob das für die nötige Entspannung sorgt? Foto: Kurt Kosler
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Freundschaftliche Hilfe für Mandy Reinarz. Die Solinger Spielmacherin wurde in der vorigen Partie von Regensburgs Torfrau Natalia Krupa eingerenkt. Ob das für die nötige Entspannung sorgt?

Nachholspiel für die Zweitliga-Handballerinnen an diesem Mittwoch.

Von Thomas Rademacher

Solingen. Es hätte das absolute Topspiel der 2. Handball-Bundesliga sein können, wenn der HSV Solingen-Gräfrath beim VfL Waiblingen antritt. Doch die Ausgangslage hat sich vor dem dritten Versuch, die zweimalig aufgrund von Corona-Infektionen im HSV-Team verlegte Partie auszutragen, geändert. Die Gräfratherinnen sind nach Niederlagen gegen Göppingen und in Lintfort auf den dritten Platz zurückgefallen und können dadurch am Mittwochabend (20 Uhr) in der Waiblinger Rundsporthalle ein bisschen befreiter aufspielen.

„Wir waren viele Wochen auf einem Höhenflug und haben dabei sogar über unseren Möglichkeiten gespielt“, sagt HSV-Trainerin Kerstin Reckenthäler. „Gerade im Spiel gegen Göppingen haben wir dann aber doch gemerkt, dass wir noch nicht weit genug sind, um ganz oben anzuklopfen. Da fällt man dann in ein Miniloch.“ Die Niederlage in Lintfort und der jüngst hart erkämpfte 31:30-Erfolg über Regensburg waren dann auch keine Gala-Vorstellungen. „Als auf einmal der Aufstieg zum Thema wurde, war bei allen der Druck noch etwas höher. Denn natürlich wollten wir es versuchen“, sagt die Trainerin. „Jetzt können wir es wieder etwas entspannter sehen.“

Theoretisch könnte der HSV die Waiblingerinnen mit zwei Siegen noch aus eigener Kraft einholen, „aber die Chance ist doch relativ gering“, meint Reckenthäler. „Wir werden versuchen, möglichst befreit aufzuspielen, und schauen, was für uns möglich ist.“ Der Spitzenreiter befindet sich in überragender Form. Seit neun Partien hat der VfL keinen Punkt mehr abgegeben, verfügt in Vanessa Nagler über eine herausragende Rückraumschützin (155 Tore). Reckenthäler hebt außerdem die Qualitäten von Spielmacherin Sinah Hagen sowie Torfrau Celina Meißner hervor.

„Waiblingen kommt mit enorm viel Tempo aus einer robusten 6:0-Abwehr. Sie haben viele Gegner in dieser Saison überrannt“, weiß die Trainerin, die selbst mit einer 5:1-Variante liebäugelt. „Zuletzt haben wir es nicht geschafft, in der 6:0 die Gegnerinnen mit Kontakt anzunehmen, und haben immer in die 5:1 gewechselt. Ob ich diesmal direkt damit starte, entscheide ich kurzfristig.“

Die Solingerinnen fahren fast komplett ins Schwabenland. Nur Cassandra Nanfack fehlt weiterhin. Ihr Ausfall hat die Leistung des in der Spitze dünn besetzten HSV zuletzt auch geschmälert. Dies sei ebenfalls Teil der Wahrheit, bestätigt Reckenthäler.

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