Handball

HSV ärgert den Aufstiegsaspiranten, bricht ein und zeigt Moral

Szene aus Berlin vom Mittwochabend: Cassandra Nanfack überzeugte auf vielen Positionen gegen eine hart zupackende Abwehr. Foto: imago
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Szene aus Berlin vom Mittwochabend: Cassandra Nanfack überzeugte auf vielen Positionen gegen eine hart zupackende Abwehr.

2. Bundesliga der Frauen: Füchse Berlin werden mit einem 32:26 (14:14)-Erfolg ihrer Favoritenrolle gerecht.

Von Jürgen König

Die Entscheidungen im Aufstiegskampf der 2. Bundesliga waren schon vor diesem Mittwoch gefallen. Dem BSV Sachsen Zwickau gelang der direkte Sprung ins Oberhaus, die Füchse Berlin wollen diesen Weg über die Relegation einschlagen. In der Bundeshauptstadt bestritt der HSV Solingen-Gräfrath seine zweite von drei Begegnungen innerhalb von sechs Tagen und zog mit 26:32 (14:14) den Kürzeren. „Sensationell gekämpft und super verkauft“, bilanzierte Trainerin Kerstin Reckenthäler den Auftritt.

Die Solingerinnen traten stark ersatzgeschwächt an, im Tor fand Senanur Gün statt der beruflich verhinderten Lisa Fahnenbruck Berücksichtigung. Gün, in der 20. Minute für Natascha Krückemeier eingewechselt und mit einigen Paraden aufwartend, sorgte auch für die Personalie des Tages – die 23-Jährige unterschrieb nach überzeugenden Leistungen einen Vertrag für die kommende Saison.

Der HSV fand blendend in die Partie, die hinten wie vorne sehr aufmerksame Cassandra Nanfack und ihr Team zwangen Berlin schon in der 10. Minute mit der 8:4-Führung in die Auszeit. Der Zwischenspurt der Füchse zum 8:8 (13.) ließ Böses erahnen, aber danach spielte sich das Geschehen auf Augenhöhe ab. Stark bei den Gästen: Ballgewinne in der Defensive und das Spiel über den Kreis in der Offensive. Bitter hingegen: Melina Fabisch schied in der 14. Minute als einzige Linkshänderin mit Verdacht auf eine schwere Knieverletzung aus.

Im zweiten Durchgang baute Gräfrath im Aufbau und Abschluss zunächst ab, nur drei Tore in einer Viertelstunde bewirkten einen 17:24-Rückstand und die Entscheidung. Eine gute Moral verhinderte eine höhere Niederlage, woran auch die jüngeren Spielerinnen Anteil hatten – so Jette Clauberg, die per Siebenmeter-Heber für den sehenswerten Schlusspunkt sorgte.

Am Samstag geht das Kapitel des ungewöhnlichen Saisonfinals nach der Corona-Zwangspause zu Ende – bei Schlusslicht HSG Freiburg, wo Kerstin Reckenthäler die Auswärtsbilanz von 8:14-Punkten noch etwas aufpolieren möchte. Auch im Abstiegskampf sind die Würfel schon gefallen, die Breisgauerinnen verschwinden mit dem HC Rödertal und der SG Kirchhof in der Drittklassigkeit. Und der HSV hofft zumindest auf einen fitten Mini-Kader.

HSV: Krückemeier, Gün; Brandt (9, 2), Nanfack (6, 2), Bohnen (2), Fabisch (2), Penz (2), Senel (2), Clauberg (2, 1), Tesche (1), Bongartz, Karathanassis

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