Handball

HSV-Abwehr steht, aber im Angriff fehlt der entscheidende Tick

Melina Fabisch traf zwei Mal, insgesamt ließ der HSV in Bremen aber Wünsche im Abschluss offen. Foto: imago/foto2press
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Melina Fabisch traf zwei Mal, insgesamt ließ der HSV in Bremen aber Wünsche im Abschluss offen.

Zweitliga-Handballerinnen von Solingen-Gräfrath unterliegen mit 24:26 (12:11) beim SV Werder Bremen.

Mit einem gehaltenen Siebenmeter und dem parierten Nachwurf durch Natascha Krückemeier fing es für den HSV Solingen-Gräfrath hervorragend an, mit dem 26. und entscheidenden Treffer des SV Werder Bremen endete das Zweitliga-Gastspiel in der Hansestadt bitter. Das favorisierte Team von Kerstin Reckenthäler unterlag der noch in den Abstiegskampf verwickelten Truppe des früheren SG-Profis Robert Nijdam mit 24:26 (12:11). „Kein Vorwurf, aber das Spiel vergeigen wir im Angriff. Immerhin schaffen wir es, auch so ein Spiel eng zu gestalten“, meinte die Trainerin des HSV, der vorerst ohne Franziska Penz auskommen muss – die torgefährliche Linksaußen schied in der Schlussphase mit Verdacht auf Nasenbeinbruch aus.

Reckenthäler hatte die Defizite unmittelbar nach dem Abpfiff klar herausgearbeitet: Zu viele erfolglose Abschlüsse, dadurch ein manchmal schwindender Mut und zu geringes Tempo im Positionsangriff. „Eigentlich fangen wir hier erst in der 56. Minute an, schnell zu spielen“, sagte die 38-Jährige zum 20:24-Rückstand und zu einer sehr couragierten Schlussphase, die aber trotz immer offener werdender Abwehr nicht mehr die Wende brachte.

Bei den Gästen fühlte man sich an die 24:25-Niederlage in Lintfort vor wenigen Wochen erinnert. Damals wie jetzt war man auf Augenhöhe, bei Werder resultierte die letzte Führung (14:13) allerdings bereits aus der 35. Minute. Dabei hatte Reckenthäler zur Pause auf frische Impulse mit Luca Tesche und Lara Karathanassis gesetzt. Dafür musste unter anderem Top-Torschützin Vanessa Brandt auf die Bank. Aber die Bemühungen, alles zu versuchen, waren nicht von Erfolg gekrönt.

Nicht zuletzt Brandts verwandelte Siebenmeter ließen den HSV wieder hoffen, mit dem 19:20 (54.) durch Cassandra Nanfack war der Anschluss hergestellt. Bremen konnte sich allerdings auf Torhüterin Danique Trooster verlassen, die viel wegnahm. Zu viel für Gräfrath, das in der Defensive keinen Deut schlechter stand als die Gastgeberinnen. Und nach der Niederlage natürlich enttäuscht war. Der Tabellenvierte konnte sich indes unter anderem darauf besinnen, eine starke erste Hälfte gezeigt zu haben. „Da hätten es auch drei, vier Tore Vorsprung mehr sein können. In Bremen kann man aber durchaus mal verlieren“, bilanzierte Kerstin Reckenthäler, die nun am kommenden Samstag bei der SG Kirchhof zu gerne die angestrebte 20-Punkte-Marke für den Klassenerhalt feiern würde.

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