Handball

Der HSV hofft auf den Zwickau-Effekt

Cassandra Nanfack gegen Zwickau: Die Allrounderin und der HSV wollen an die damalige Sternstunde in der Klingenhalle anknüpfen. Foto: Moritz Alex
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Cassandra Nanfack gegen Zwickau: Die Allrounderin und der HSV wollen an die damalige Sternstunde in der Klingenhalle anknüpfen.

Der Zweitliga-Fünfte empfängt an diesem Samstag Tabellenführer Füchse Berlin.

Von Lutz Clauberg

Lang, lang ist’s her. Weil zwischen dem 3. und 20. Dezember in Dänemark der neue Frauen-Europameister Norwegen ermittelt wurde, ruhte der Spielbetrieb mit Ausnahme von drei Nachholspielen auch in der 2. Bundesliga. Am 3. Januar gingen zwei Partien des 10. Spieltages über die Bühne: Nürtingen verlor 21:23 gegen Zwickau, Freiburg 22:23 gegen die nach Gernot Weiß’ Rücktritt mittlerweile von Martin Denk trainierte SG Kirchhof. An diesem Wochenende greift auch der HSV Solingen-Gräfrath wieder ins Geschehen ein. Die Füchse Berlin sind am Samstagabend um 18.15 Uhr in der Klingenhalle zu Gast. Natürlich ohne Zuschauer.

Erfolgstrainerin Kerstin Reckenthäler ist bester Dinge vor dem Duell gegen den Tabellenführer. Dessen Ausbeute ist beeindruckend. 19 Zähler sammelte das Team der ehemaligen Nationalspielerin Susann Müller. „Mich überrascht das nicht“, sagt Reckenthäler. „Berlin ist einfach gut besetzt. Einige Spielerinnen sind Profis. Da kommt vor allem auch körperlich einiges auf uns zu.“ Aber: „Wir werden uns der Aufgabe stellen und versuchen, so lange wie möglich auf Augenhöhe zu bleiben. Dann ist alles drin.“ In diesem Zusammenhang erinnert sie an die Sternstunde gegen den Füchse-Verfolger BSV Sachsen Zwickau, der in der Klingenhalle das Nachsehen hatte. Druck gibt es gleichwohl nicht. Reckenthäler: „Wir müssen nicht unbedingt punkten. Ich bin zufrieden, wenn wir eine gute Leistung bringen.“ Die Voraussetzungen dafür sind gegeben: „Alle haben richtig gut trainiert, einige haben sogar Athletik-Sonderschichten eingelegt.“

„Wir freuen uns alle sehr für Melina Fabisch. Sie ist weiter, als ich dachte.“
Kerstin Reckenthäler, Trainerin

Außen vor ist aktuell Kreisläuferin Alina Bohnen, die allerdings ohnehin auf nur geringe Spielanteile kommt. Sie laboriert an einem Hexenschuss. Franziska Penz hat ihre Meniskus-Operation prima überstanden, leichtes Lauftraining absolviert und soll schon bald wieder vorsichtig in der Halle mitmischen. „Ihr Ausfall tut uns sportlich und als emotionaler Leader sehr weh“, meint Reckenthäler.

Cassandra Nanfack, die Frau für alle Fälle

Als Ersatz auf Linksaußen stehen zwei Spielerinnen bereit: Barbara Bongartz und Cassandra Nanfack. Reckenthäler: „Ich weiß noch nicht, wie ich aufstelle.“ Nanfack hat in der laufenden Spielzeit jedenfalls schon einige Male ihre Allrounder-Fähigkeiten unter Beweis gestellt: im Rückraum und auf Rechtsaußen, zum Teil auch schon am Kreis. Auf dieser Position könnte sie gegen die Füchse ebenfalls zum Einsatz kommen, wenn Carina Senel eine Pause benötigt. „Auf Cassi ist immer Verlass. Ich kann sie ohne großartigen Qualitätsverlust überall hinstellen.“ Allerdings ist Carina Senel im Verbund mit Mandy Reinarz im Abwehr-Innenblock eigentlich unersetzbar. „Wenn dann eine von beiden in der Deckung einen schlechten Tag erwischt wie in Waiblingen, fehlt mir eine Alternative“, weiß Reckenthäler.

Für den rechten Rückraum deutet sich derweil ein spannendes Saisondebüt an.

Debütantin Melina Fabisch: Wenige Tage nach ihrem 28. Geburtstag bekam sie beim Spiel gegen Bremen am 12. September Blumen überreicht. Am Samstagabend steht sie erstmalig im Kader.

Melina Fabisch, wenige Tage vor dem Auftakt ausgefallen, steht auf jeden Fall im Kader. „Wir freuen uns alle sehr für sie“, berichtet die Trainerin. Die 28 Jahre alte Linkshänderin, im Sommer vom TVB Wuppertal gekommen und in der Vorbereitung in Top-Verfassung, hat hart an ihrem Comeback gearbeitet. Reckenthäler: „Seit Ende November ist sie in der Halle, seit zwei Wochen auch mit Kontakt. Sie ist weiter, als ich dachte.“

Rund um den HSV

Übertragung: Sportdeutschland.TV bietet bewegte Bilder per Stream an. Erstmalig können Zuschauer den HSV finanziell unterstützen. Stefan Bögel: „Das funktioniert per PayPal. Es wird ein QR-Code eingeblendet, der mit dem Smartphone fotografiert wird.“ Der Geschäftsführer der Spielbetriebs-GmbH freut sich über Unterstützung.

sportdeutschland.tv

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