Fußball

Hoffnungsträger für die Rückrunde

Tobias Haitz ist einer der prominentesten Solinger Fußballer – der TSVer bestritt sogar Länderspiele. Foto: Moritz Alex
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Tobias Haitz ist einer der prominentesten Solinger Fußballer – der TSVer bestritt sogar Länderspiele.

Ein Blick auf besondere Spieler der klassenhöchsten Fußball-Teams.

Von Moritz Jonas

Die Winterpause in der Landes- und Bezirksliga ist nun schon über anderthalb Monate alt. Genug verstrichene Zeit, um einige der Akteure zu würdigen, die sich in der ersten Halbserie besonders gut präsentiert haben.

Stahlhaus: „Zug nach vorne“

Es ist schwierig, jemanden hervorzuheben, wenn sich die eigene Mannschaft abgeschlagen am Ende der Tabelle befindet – so wie beim Landesligisten VfB Solingen. Ein Youngster zeigte in der Hinrunde allerdings immer wieder, was für ein Potenzial in ihm schlummert. Die Rede ist von Marvin Stahlhaus, der 19-jährige Flügelstürmer spielt seine zweite Saison bei den Senioren und gehört dennoch schon zu den Stammkräften im Kader des Trainer-Duos Erdim Soysal und Rossi Tilaro. Darüber hinaus avancierte er zum Top-Scorer des Teams. Hierfür reichten ihm drei Tore und eine Vorlage in 13 Partien. Zufrieden ist Stahlhaus dennoch nicht mit seinen Leistungen: „Ich persönlich würde nicht sagen, dass ich herausgestochen habe“, hadert Stahlhaus. An sich selbst und an die Mannschaft habe er zur Rückrunde den Anspruch, mehr Zug nach vorne zu entwickeln.

Albrecht: „Besser geht es immer“

Eine Mannschaft, die enormen Druck im Spiel nach vorne entwickeln konnte, war der Bezirksliga-Herbstmeister Sportvereinigung Wald 03. Der Spieler, der dabei zahlenmäßig herausstach: Stürmer Antonios Kamplionis mit zwölf Toren und neun Vorlagen. Noch erstaunlicher ist die Rolle seines Offensiv-Partners Niklas Noah Albrecht. Der 19-jährige, der vor der Spielzeit vom VfB an die Carl-Ruß-Straße wechselte, ist aus der Offensive des Tabellenführers kaum noch weg zu denken. Drei Tore und neun Vorlagen gehen auf das Konto von Albrecht. Deshalb fällt sein persönliches Hinrunden-Fazit auch sehr positiv aus: „Ich bin geholt worden, um der Mannschaft zu helfen und ich denke, dass mir das schon ganz gut gelungen ist“, resümiert Albrecht. Nichtsdestotrotz sieht er auch noch Raum für Verbesserung: „Besser geht es immer, ich würde zum Beispiel gerne noch mehr Tore schießen“. Noch wichtiger sei allerdings, dass am Ende der Spielzeit der Aufstieg unter Dach und Fach gebracht würde.

Yagmur: „Hinten hat Priorität“

Nusret Yagmur (DV) rückt bei Ecken gerne mit auf.

Einer der sein Zuhause auf dem Platz etwas weiter hinten hat, der aber dennoch nicht minder torgefährlich ist, ist Nusret Yagmur von DV Solingen. Der Innenverteidiger kommt bereits auf drei Treffer, so viele wie noch in keiner Saison zuvor. Seine neuen Goalgetter-Qualitäten erklärt Yagmur wie folgt: „Unser alter Trainer Alfonso del Cueto hat mich auch mal weiter vorne bei Eckbällen eingesetzt, sonst war ich aufgrund meiner Schnelligkeit immer für die Absicherung zuständig.“ Mindestens genauso wichtig ist Yagmur für die Defensive des Tabellenvierten. Nicht zuletzt dank ihm stellt Ditib-Vatanspor hinter Tabellenführer Wald die zweitbeste Abwehr der Liga. Trotz seiner Torerfolge bleibt für Yagmur das Wichtigste, dass hinten die Null steht: „Natürlich freue ich mich über jedes weitere Tor, Priorität hat für mich aber, dass hinten alles sauber bleibt“, sagt Yagmur zu seinen Ansprüchen an sich selbst.

Haitz: „Will Sicherheit bringen“

Einen ähnlichen Anspruch hat auch Tobias Haitz an sich, seit dieser Saison spielt der ehemalige Profi für den TSV. Der Innenverteidiger hat neben 52 Regionalliga- und zehn Partien in der 1. holländischen Liga auch zwei U19-Länderspiele in seiner Vita stehen. Von seiner Erfahrung konnte er in den bisher sieben Einsätzen für die Elf von der Höher Heide profitieren. Als Verteidiger kommt er bereits auf zwei Tore und fünf Vorlagen. Herausragende Zahlen, die der ehemalige Jugendspieler von Bayer Leverkusen auch von sich fordert: „Ich habe die Erwartung an mich, Sicherheit und Erfahrung in die Mannschaft zu bringen“, meint Haitz.

Kalongi: „Quote ist ausbaufähig“

Der Unterschiedsspieler beim Bezirksliga-Schlusslicht FC Britannia ist Alan Kalongi. Mit drei Toren und Vorlagen lieferte er die meisten Torbeteiligungen bei den Weyersbergern. Für den Stürmer, der aus der Bundeshauptstadt vom BSC Rehberge kam, ist diese Quote aber noch ausbaufähig: „Ich habe definitiv noch nicht meine beste Leistung gebracht“, meint Kalongi. Genau wie bei sich persönlich rechne er auch bei seinem Team mit einem Leistungsanstieg in der Rückrunde.

Vorschau

Am 6. März beginnt die Rückrunde – in der Landesliga mit dem Heimspiel des VfB gegen den Rather SV. Der Bezirksliga-Neustart hält das Weyersberg-Derby zwischen Gastgeber DV und dem FC Britannia bereit. Herbstmeister 1. Spvg. Wald 03 empfängt den SC Unterbach, und der TSV beginnt beim VfL Benrath.

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