Mountainbike-Cup

Herausfordernde Strecke begeistert Sportler

300 Teilnehmer waren zwar deutlich weniger als vor zweieinhalb Jahren, aber doch viel mehr als im Vorfeld befürchtet.
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300 Teilnehmer waren zwar deutlich weniger als vor zweieinhalb Jahren, aber doch viel mehr als im Vorfeld befürchtet.

20. BIA-Mountainbike-Cup mit 300 Teilnehmern: Velo Solingen ist zufrieden.

Von Sonja Bick

„Noch zwei Minuten“, tönt es aus dem Megafon. „Noch eine Minute.“ Aus dem Funkgerät folgt die wichtige Ansage: „Die Strecke ist frei.“ Dann wird es ernst: „3, 2, 1“ – Startschuss. Sofort mischen sich Anfeuerungsrufe der Zuschauer neben der Absperrung mit lautem Klacken. Die Kette jedes einzelnen Mountainbikes springt von einem leichteren Gang in schwerere – klack, klack, klack.

Mit Power geht es den leichten Anstieg am Halfeshof hoch. Das Elite-Rennen der Männer ist gestartet. Auch Majlen Müller steht am Rand, feuert ihren Freund Florian Kortüm aus Bochum an sowie die beiden Velo-Vereinskollegen Alexander Gläser und Jacob Stricker. Dann noch über Instagram schnell ein wenig Werbung machen, ehe es einige Meter weiter zur Feed-and-Tech-Zone geht. Dort darf sie die Sportler mit Getränken versorgen und auch bei technischen Problemen helfen.

Der 20. BIA-Mountainbike-Cup Solingen ist für den gesamten Verein eine große Herausforderung, bedarf einiges an Planung, Vorbereitung und Hilfe an beiden Tagen. „Es ist alles gut gelaufen, wir sind sehr zufrieden“, bilanziert Velo-Sportwart Ralf Müller am Ende des zweiten Renntages. Knapp 300 Teilnehmer waren dabei – auch hier ist der Verein zufrieden. Das sind zwar nur etwa halb so viele wie bei der vorigen Auflage 2019, aber mehr als zwischenzeitlich befürchtet. Es gebe derzeit einen allgemeinen Startermangel in der Szene, bemerkt der Sportwart. Trotzdem sei es für das Vereinsleben wieder ein tolles Erlebnis gewesen und habe sich auch für die Sportler gelohnt.

„Sie hat ihre schnellsten Tage hinter sich.“

Ralf Müller über Tochter Majlen

Zurück zur Verpflegungszone: Majlen Müller hat noch ihre Rennklamotten an. Erst vor einer guten halben Stunde ist sie selbst von der anspruchsvollen Strecke mit einer Länge von 4200 Metern, die sechsmal absolviert werden musste, über die Ziellinie gefahren – als Siebte. Die dreimalige deutsche Vizemeisterin fährt nur noch zum Spaß. „Sie hat ihre schnellsten Tage hinter sich“, sagt ihr Vater mit einem Augenzwinkern. „Er hat recht“, ergänzt die 27-Jährige, lacht und zuckt mit ihren Schultern. „Ich bin nicht mehr so im Training, habe aber besser durchgehalten als gedacht. Es hat Spaß gemacht, und das Wetter war gut für mich.“ Am Vormittag hatte es noch geregnet, die Sonne schien angenehm warm und keineswegs heiß vom Himmel.

Der Starter mit der Nummer 101, Tom Schellekens, hat nach nur einer Runde schon einen ordentlichen Vorsprung herausgefahren und verschwindet wieder Richtung Wald. Alexander Gläser ist einer der ersten Verfolger. Kurz eine Trinkflasche anbieten, dann ein wenig über die Strecke plaudern. Am schönsten sei die Downhill-Passage mit der Kombination aus Double, Drop und Steinfeld, sagt Majlen Müller. Ihr Vater kann reichlich Lob der Teilnehmer weitergeben: „Alle sind sehr begeistert von der Strecke. Es heißt, das sei die schönste in NRW.“ Herausfordernd sei sie, dazu werden technisches Können und eine ordentliche Portion Kondition verlangt. Natürliche Passagen mit Wurzeln und Steinen werden durch künstlich angelegte Elemente aufgewertet.

Während Tom Schellekens mit deutlichem Vorsprung gewinnt, fährt Alexander Gläser als Vierter über die Ziellinie. Für Majlen Müller geht’s weiter: Die Streckenposten mit Würstchen und Brötchen versorgen und einiges mehr.

Am Tag darauf dürften sogar gleich drei Siege bejubelt werden: Landeskader-Athlet Elias Seiferth (U15) gewinnt mit mehr als einer Minute Vorsprung, ebenso stark ist Paul-Frederick Gebauer (U13) unterwegs. Und in der Fun-Klasse holt sich Verena Weiser den Sieg – bejubelt von den Zuschauern und natürlich von ihren Velo-Teamkollegen.

Hintergrund

Rennen: Der 20. BIA-Mountainbike-Cup Solingen, der bereits im März 2020 ausgetragen werden sollte, fand rund um das Gelände der Jugendhilfe Rheinland am Halfeshof statt. Am Samstag waren UCI-Lizenzklassen sowie Masterklassen unterwegs. Am Sonntag gehörte die Strecke dem Nachwuchs und den Fun-Sportlern.

Helfer: Viele helfende Hände packten nicht nur auf der Strecke, sondern auch im Anmeldebereich und bei den Getränke- und Essensständen mit an. Unterstützung bekamen die Ehrenamtlichen von Velo von einigen Halfeshof-Bewohnern – darunter Leam Coenen, der in der Junioren-Fun-Klasse an den Start ging und Dritter wurde.

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