Fußball

0:4-Heimpleite – VfB geht schweren Zeiten entgegen

Gegensätze am Bavert: Frust bei Francesco La Rosa (l.), Jubel beim starken Unterrather Yukichi Sasaki, der zwei Mal traf. Foto: Kurt Kosler
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Gegensätze am Bavert: Frust bei Francesco La Rosa (l.), Jubel beim starken Unterrather Yukichi Sasaki, der zwei Mal traf.

Der VfB Solingen geht als klassenhöchster Verein der Klingenstadt mehr denn je schweren Zeiten entgegen.

Von Jürgen König

Gegen die SG Unterrath kassierte die Mannschaft des Trainer-Duos Erdim Soysal und Rossi Tilaro, der krankheitsbedingt fehlte, die siebte Niederlage im achten Spiel. Das 0:4 (0:2) bringt dem Landesligisten die rote Laterne als Schlusslicht ein und einen satten Rückstand auf den rettenden zehnten Platz. „Es gibt bei uns ein paar Spieler, die das Thema Abstiegskampf nicht so richtig annehmen“, kritisierte Geschäftsführer Manuel Habljak.

Die erste Hälfte kam einem bekannt vor. Nicht zum ersten Mal gaben die Baverter den Ton an, überzeugten in Sachen Moral und Einstellung, ließen den Ball durchaus gekonnt durch die eigenen Reihen laufen. Aber wie schon oftmals festgestellt: Im letzten Drittel des Spielfeldes regierte die Harmlosigkeit, so auch an diesem Sonntag. Obwohl im Ballbesitz den Gästen aus Düsseldorf überlegen, kam überhaupt nichts Gefährliches vor deren Kasten. So dauerte es fast eine halbe Stunde, bis sich Davide Mangia einmal beim Abschluss zwingend zeigen konnte – eingreifen musste der Gäste-Keeper aber auch in der Szene nicht.

Unterrath wirkte zunächst wahrlich nicht wie ein Team aus der oberen Tabellenhälfte, ließ aber nach eigenen Fehlern keine prekären Situationen für sich aufkommen. Ganz im Gegensatz zum VfB, der von einem schnell vorgetragenen Angriff der SG überrumpelt wurde und nach etwas weniger als einer Viertelstunde das 0:1 kassierte. Das Tor aus der Rubrik „wie aus heiterem Himmel“ veränderte das Geschehen auf dem Kunstrasen, denn nunmehr setzte der Liga-Fünfte einen Nadelstich nach dem anderen. Insbesondere der ungemein wendige Japaner Yukichi Sasaki war Dreh- und Angelpunkt von gelungenen Aktionen, die auch für mehr als den 2:0-Pausenvorsprung gut gewesen wären. Zumal das Verhalten des VfB in der Defensive Defizite aufwies.

„Noch sind 45 Minuten zu spielen“, sagte Manuel Habljak in der Pause und hoffte auf Besserung. Die trat aber keineswegs ein, nach 90 Minuten stand das bittere 0:4 – und eine Rote Karte wegen Meckerns gegen Daniel Pesch (73.) obendrein. Habljak betrieb mit der sportlichen Leitung bereits eine intensive Analyse der Situation und stellte das Verhältnis der Trainer zur Mannschaft als intakt dar. Gleichwohl weiß der frühere Torhüter auch, dass bessere Ergebnisse her müssen. Und das sehr schnell. Am Sonntag geht es zum Tabellennachbarn SC Kleinenbroich, der gerade seinen ersten Sieg gefeiert hat.

VfB Solingen: Trunschke; La Rosa, Noll (56. Agrusa), Bastas (61. Spinella), Möller, Santowski, Marinovic (46. Apelt), Özgede (46. Pesch), Rybicki, Adeoye (56. Shala), Mangia

Tore: 0:1 (14.), 0:2 (33.), 0:3 (59.), 0:4 (75.)

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