Fußball

Duo haucht dem VfB Leben ein

Erneut mit einem Dreier in Cheftrainer-Verantwortung: Rossi Tilaro. Er und Erdim Soysal könnten VfB-Trainer bleiben. Foto: Moritz Alex
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Erneut mit einem Dreier in Cheftrainer-Verantwortung: Rossi Tilaro. Er und Erdim Soysal könnten VfB-Trainer bleiben.

Fußball-Landesligist gewinnt 4:3 in Neuss.

Von Timo Lemmer

Fünf Tage nach dem für alle Beteiligten überraschenden Rücktritt von Trainer Necati Ebrem hat der VfB Solingen sein bestes Landesligaspiel der noch jungen Saison gemacht. Bei der Holzheimer SG brachte der erste Auftritt mit einem Konzept auf Landesliga-Niveau, das dann auch 90 Minuten durchgehalten wurde, prompt drei Punkte. „Weil wir mutig gespielt haben, und die Jungs heute vorher Vorgaben mit auf den Weg bekommen haben“, strahlte Rossi Tilaro aus dem neuen Trainer-Duo mit Erdim Soysal. Das 4:3 (3:2) in Neuss war abermals ein Erfolg für Tilaro als Interimstrainer – wenn es nach den Vereinsverantwortlichen geht, sollen Tilaro/Soysal nun komplett übernehmen.

Essentiell war neben der grundlegenden Spielidee – das Innenverteidiger-Duo mit Eray Bastas, der als Kapitän durchweg ein Leader war, neben Maximilian Moll brachte nach Start-Schwierigkeiten die erhoffte Stabilität –, dass der VfB nach der Pausenführung nicht dieselben Fehler machte wie am ersten Spieltag in Reusrath.

Diesmal kein Blödsinn: VfB hat aus Reusrath gelernt

Damals ging die Entlastung viel zu früh komplett flöten. In späterer Unterzahl gab es gar keine Befreiung mehr. In Neuss spielte der VfB nun selbst weiter nach vorne, war ab der 74. Minute in Überzahl – Matteo Agrusa wurde dunkelrotwürdig umgetreten – und hatte in Dennis Trunschke einen super Rückhalt. Keine 180 Sekunden in Überzahl, verwandelte Davide Mangia den erstbesten Konter zur 4:2-Entscheidung. „Wir wollten einfach nicht noch einmal so einen Blödsinn wie in Reusrath machen“, sagte Soysal.

Munter bis hektisch die ersten 15 Minuten: Beide Teams offenbarten, dasselbe Stärken-Schwächen-Profil aufzuweisen – wenn auch unterschiedlich ausgestaltet. Mit Ball verfolgten beide Teams einen klaren Plan. Die Hausherren setzten dabei vermehrt auf lange und mittellange Bälle, der VfB schwärmte kollektiv aus und hielt den Ball flach.

Schwach indes war zu Beginn die Arbeit ohne Ball. Die Holzheimer wirkten dabei mit zunehmender Dauer nervöser als der VfB, der immer sicherer wurde. Zunächst aber ließen die Solinger nach Ballverlust häufig zu viel Raum für den Gegner. Insbesondere dann, wenn die vorderen Reihen nicht entschlossen genug den gegnerischen Aufbau störten. Daraus resultierte anfangs ein wilder Schlagabtausch.

Die VfB-Führung durch Mangia nach fünf Minuten drehte Holzheim binnen acht Minuten komplett. Niklas Albrecht aber bewies nach 15 Minuten so viel Wille, dass der VfB schon wieder ausglich. Daraufhin kehrte zumindest ein wenig Ruhe ein. Der VfB traf nach 32 Minuten dennoch zur Pausenführung, Eray Bastas verwandelte einen Foulelfmeter. Trunschke hielt jetzt schon stark.

Auf der Bank dürfte das neue Duo Tilaro/ Soysal weitermachen: „Wir sprechen am Montag darüber“, sagten die Trainer. Ihre erste Visitenkarte war eindrucksvoll.

VfB: Trunschke; Motzko, Bastas, Noll, Bajut; Adeoye (60. Kicki), Agrusa (79. Ipekci), Rybicki (86. Gbekou), Albrecht, Stahlhaus (66. Weidmann); Mangia

Tore: 0:1 (5.) Mangia, 1:1 (7.), 2:1 (13.), 2:2 (15.) Albrecht, 2:3 (32.) Bastas, 2:4 (77.) Mangia, 3:4 (90.)

Meinung: Der VfB lebt noch

Von Thomas Rademacher

Die beiden Niederlagen zum Auftakt offenbarten massive Schwächen. Die Landesliga-Tauglichkeit ist den Solinger Fußballern nach dem 4:3-Erfolg bei der Holzheimer SG dann aber doch nicht abzusprechen.

Das junge Team wird die Chance auf den Klassenerhalt haben, wenn es sich an das von den Trainern vorgegebene Konzept hält.

Genau in diesem Bereich gilt es für den Verein, nun die Weichen zu stellen. Rossi Tilaro hat in der Vergangenheit schon häufiger bewiesen, dass er es gut versteht, mit den Routiniers des Teams umzugehen. Spannmann Erdim Soysal ist der Richtige, um gerade die jungen Spieler taktisch zu guten Fußballern zu formen. Das Duo ist die Trainer-Lösung, die der VfB wählen sollte.

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