Motorsport

Hanses lässt nicht locker und will mehr

Im Porsche wusste Julian Hanses im vergangenen Jahr zu überzeugen. Foto: Gruppe C
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Im Porsche wusste Julian Hanses im vergangenen Jahr zu überzeugen.

Motorsportler hat auch in 2021 viel vor und in Ohligs seinen größten Fan.

Von Fabian Herzog

Seine Oma hatte vergangenes Jahr alle Hände voll zu tun. Immer dann, wenn im Solinger Tageblatt über die Rennen von Julian Hanses berichtet wird, greift die Ohligserin zur Schere und schneidet den Artikel für ihren Enkel aus. „Wenn ich sie besuche, bekomme ich immer einen ganzen Packen“, erzählt der Hildener Rennfahrer, der trotz Corona auf ereignisreiche Monate zurückblicken kann. „2020 war für mich ein extrem lehrreiches Jahr“, bilanziert der 23-Jährige. „Ich konnte mich gut weiterentwickeln und steigern. Das war ein wichtiger Schritt in meiner Karriere.“

Einen Makel hatte seine Saison allerdings: Hanses musste sich ohne Podestplatz zufriedengeben. „Das hat mich schon etwas genervt“, gibt der Motorsportler zu, der mit seinem Team Förch Racing erstmals am Porsche-Carrera-Cup Deutschland teilnahm und den renommierten Wettstreit, der teilweise im Fernsehen übertragen wird, als Fünfter abschloss. In der Wertung der Neulinge wurde er punktgleich mit dem Sieger Zweiter.

Zum Abschluss des Jahres und quasi schon als Vorbereitung auf die nächste Saison saß Julian Hanses dann auch noch bei der Porsche-Sprint-Challenge im mittleren Osten am Steuer und zeigte in den ersten vier von sechs Rennen, was er kann. Zweimal fuhr er die schnellste Runde, kurz vor Weihnachten verhinderte nur ein Reifenschaden einen Sieg in Bahrain. Vor den abschließenden Läufen im März belegt er im Gesamtklassement Platz drei.

Im heimischen Simulator lässt sich optimal trainieren

Der Sprung von der Formel- in die GT-Klasse darf also durchaus als gelungen bezeichnet werden. Zufrieden gibt sich Hanses damit aber nicht. „Ich stehe schon in den Startlöchern für 2021 und habe mir keine Pause gegönnt“, erzählt er. Heißt: Selbst in den Tagen rund um Weihnachten ließ der Hildener nicht locker und feilte an seiner Form. Neben dem Fitnesstraining gehört dazu das Fahren im Rennsimulator. Der ermöglicht es ihm, alles um sich herum zu vergessen und unter an Realität grenzenden Bedingungen zu testen. „Das Herzpochen ist genau wie auf der Rennstrecke.“ Die Simulation, die bei den professionellen Modellen dank gescannter Strecken die Bodenwellen beinhaltet, bietet für Hanses sogar einen Vorteil: „Man kann seine Grenzen austesten, ohne dass es für die Gesundheit gefährlich wird.“

So will sich der 23-jährige Hildener weiter verbessern und in der voraussichtlich Ende April beginnenden Saison weiter auf der Karriereleiter klettern. Julian Hanses: „Ich muss meine Leistung bringen und dann hoffen, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein.“

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