Sportlicher Adventskalender

Opa Hans ist auf dem Trikot verewigt

Andrea Rohrbach-Kerl präsentiert ihr Trikot mit der Nummer 5. Foto: ARK
+
Andrea Rohrbach-Kerl präsentiert ihr Trikot mit der Nummer 5. Foto: ARK

Türchen Nummer 5 im Adventskalender.

Von Timo Lemmer

Als Andrea Rohrbach-Kerl 1995 zur Eintracht kam, war vor allem Opa Hans ihr treuester Begleiter – und Tippgeber, wie sie sich erinnert. „Wenn der Zopf waagerecht steht, bist du schnell genug“, lautete einer der Ratschläge. Zuvor hatte sie immer mit ihrem jüngeren Bruder in Burg auf der Kirchenwiese gekickt, dann zog es sie mit 14 Jahren in den Vereinsfußball – wo sie auch dank Opa Hans zum Libero wurde. Und der trug nun mal traditionell die 5, die Rohrbach-Kerl bis heute nicht mehr abgelegt hat. „Meine Rückennummer hat für mich daher eine besondere Bedeutung, sie ist eine Verbindung zu meinem Opa und eine schöne Erinnerung an ihn.“

Denn obwohl sie ihre Jugendzeit offensiv – und das mit einem Doppelpack im ersten Spiel bei einem 4:2 gegen Garath dort auch erfolgreich – startete, rückte sie rasch in die Defensive. „Ich war schon immer mehr die Zerstörerin, und nicht die brillante Technikerin. Und damals war ich schnell.“ Opa Hans, der immer mitfuhr, gefiel, was er sah: Die Enkeltochter sprintete, grätschte und räumte ab. Ihre Position gibt es inzwischen nicht mehr, der Defensive und vor allem ihrer Eintracht ist Rohrbach-Kerl dennoch bis heute treu geblieben – und der Rückennummer sowieso. Wie es eben zu einer fußballverrückten Familie passt, betont die Mutter von vier Jungs zwischen einem und zwölf Jahren. Bei der Eintracht wird die Außenbahn auch weiterhin von ihr beackert werden, ungeachtet des 40. Geburtstags im Februar: „Die Pandemie macht es nicht leicht, einen guten Abschluss zu finden.“ Eine „Ausrede“, warum sie jetzt noch nicht aufhören könne, obwohl sie ja eigentlich zumindest auf Niederrheinliga-Niveau abschließen müsse, hat die ewige Nummer 5 noch immer gefunden – sehr zur Freude von allen bei und um ihren Herzensverein SV Eintracht Solingen.

Dafür ist Rohrbach-Kerl auch noch viel zu fit, und überhaupt: „Den Fußball bin ich noch längst nicht müde, er ist auch die beste Motivation, sich fit zu halten.“ Alleine joggen, das ist nichts für die Wissenschaftliche Mitarbeiterin: „Ein Leben ohne Fußball könnte ich mir gar nicht vorstellen.“ Gut für die Viertliga-Frauen, denn die Außenverteidigerin ist weiterhin Leistungsträgerin: Das Trikot mit der Nummer 5 dürfte also in naher Zukunft nicht frei werden. Gut so!

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Maarse verstärkt die 1. Mannschaft, Faßbender übernimmt die A-Jugend
Maarse verstärkt die 1. Mannschaft, Faßbender übernimmt die A-Jugend
Maarse verstärkt die 1. Mannschaft, Faßbender übernimmt die A-Jugend
Sportprogramm am Wochenende
Sportprogramm am Wochenende
Sportprogramm am Wochenende
Patrick Poetsch strebt spektakuläres Comeback an
Patrick Poetsch strebt spektakuläres Comeback an
Patrick Poetsch strebt spektakuläres Comeback an
Forst-Chef Michael Kölker fördert die Solingen Volleys
Forst-Chef Michael Kölker fördert die Solingen Volleys
Forst-Chef Michael Kölker fördert die Solingen Volleys

Kommentare