Handball

Gräfrath will direkt wieder aufstehen

Mandy Reinarz nach Foul von der mit einer Zeitstrafe durch Malte Frank bedachten Sina Ehmann am Boden – der HSV möchte an diesem Samstag in Kamp-Lintfort wieder aufstehen und zwei Zähler holen. Foto: Lars Breitze
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Mandy Reinarz nach Foul von der mit einer Zeitstrafe durch Malte Frank bedachten Sina Ehmann am Boden – der HSV möchte an diesem Samstag in Kamp-Lintfort wieder aufstehen und zwei Zähler holen.

Frauen-Zweitligist HSV Solingen spielt an diesem Samstag in Lintfort.

Von Lutz Clauberg

Mit gleich vier Mannschaften ist der Handball-Verband Niederrhein in der 2. Frauen-Bundesliga am Start – HSV Solingen-Gräfrath, TuS Lintfort, TVB Wuppertal und TV Aldekerk. So wie es ausschaut, gehören die für alle Beteiligten angenehmen kurzen Anreisen schon ganz bald der Vergangenheit an: Wuppertal und Aldekerk müssen zurück in die 3. Liga. Und dass die Solingerinnen 2022/23 in der 1. Liga antreten und damit neue kurze Touren im Westen haben, ist nach dem 32:34 gegen Göppingen in der mit 750 Zuschauern gut gefüllten Klingenhalle ein Stück weit unwahrscheinlicher geworden.

Am Samstag um 17.30 Uhr kommt es zum sechsten Niederrhein-Derby in der Sporthalle Eyller Straße zu Kamp- Lintfort. „Auch das möchten wir wie alle fünf bisherigen natürlich gewinnen“, sagt Trainerin Kerstin Reckenthäler, die wie immer in ihren Vorschau-Statements eher vorsichtig formuliert: „Das wird aber nicht ganz leicht.“ Eine Begründung ist, das Cassandra Nanfack nicht mit von der Partie ist. Die universell einsetzbare, meist aber im rechten Rückraum glänzende Leistungsträgerin liegt in der Zweitliga-Torjägerliste mit 114 Treffern an neunter Stelle – weit entfernt übrigens von Vanessa Brandt, die gegen Göppingen die 200-Tore-Schallmauer durchbrach und mit 201 Einschüssen eindeutig vor Levke Kretschmann vom MTV Heide (172) den ersten Platz innehat. Die besten Karten, zumindest beim Anpfiff Nanfacks Position einzunehmen, hat Luca Tesche. „Mir geht es um Stabilität“, präferiert Recken–thäler diese Lösung. „Jule Polsz kann ja immer noch übernehmen.“ Die Linkshänderin, auf Außen und auf der Halbposition eigentlich stets torgefährlich, ist eher der Typ, der das Risiko liebt.

Ansonsten möchte Kerstin Reckenthäler ein Déjà-vu verhindert wissen. Sina Ehmann schockte im Göppinger Trikot ihre neuen Mannschaftskameradinnen mit einer überragenden Vorstellung und erzielte sechs ihrer acht Treffer bereits vor dem Seitenwechsel. Noch bei Lintfort engagiert ist Lisa Kunert – sie hat der HSV für die kommende Saison ebenfalls an Land gezogen. „Es spricht ja für die Spielerinnen, wenn sie sie sich bis zum Schluss reinhauen“, lobt die Trainerin Ehmanns Auftritt in den höchsten Tönen. „Und uns zeigt das, dass wir in der Kaderplanung einiges richtig gemacht haben.“ Mit Jette Clauberg ist eine Gräfratherin wieder im Kader, die den umgekehrten Weg wählt: Sie erhofft sich beim Tus unter Bettina Grenz mehr Spielanteile. Die 21-Jährige ist laut Reckenthäler – wie Melina Fabisch auch – eine Option für den Rückraum.

Welche Formationen Kerstin Reckenthäler auch finden mag: Lintfort hat sicher nicht die Qualität wie Göppingen. „Frisch Auf war reifer, erfahrener als wir“, blickt Reckenthäler noch einmal auf das verloren gegangene Top-Spiel zurück. Auch die ein oder andere Formschwäche spielte eine Rolle. „So spielt Carina Senel sicher nicht noch einmal“, meint Reckenthäler. Die Kreisläuferin war im Abschluss unsicher und stand als zentrale Abwehr-Kraft im Gegensatz zu sonst alles andere als stabil. Defensiv-Qualitäten sind allerdings auch in Lintfort sicherlich gefragt.

2. Bundesliga

Spitzenreiter VfL Waiblingen (39:5-Zähler) ist an diesem Wochenende nicht im Einsatz: Die Partie beim TSV Nord Harrislee ist coronabedingt verlegt worden. Durch einen Sieg in Kamp-Lintfort wäre der HSV (37:7) also wieder an der Tabellenspitze – zumindest vorübergehend. Dahin möchte natürlich auch Frisch Auf Göppingen (34:6). Gegen das Schlusslicht TV Aldekerk sollte wahrlich nichts anbrennen.

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