American Football

Grandiose Paladins bleiben Spitze

Daniel Rennich (vorne) steuert schon der Laufleistung von 1000 Yards entgegen – ein hochkarätiger Wert in dann nur vier Spielen. Und ein Grund für die Top-Leistungen der Solingen Paladins. Fotos (2): Christian Beier
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Daniel Rennich (vorne) steuert schon der Laufleistung von 1000 Yards entgegen – ein hochkarätiger Wert in dann nur vier Spielen. Und ein Grund für die Top-Leistungen der Solingen Paladins.

Das Solinger Team lässt Amboss Remscheid beim 63:7 keine Chance. 1000 Zuschauer sind im Walder Stadion.

Von Jürgen König

Die Abendkühle zog am Samstag nach 20 Uhr schon ins Walder Stadion hinein, und doch ging es dort richtig heiß zur Sache. Das bergische Duell in der 3. Football-Liga West lag in den letzten Zügen, als die Solinger Zuschauer auf der voll besetzten Tribüne ein Lied nach dem anderen anstimmten. Natürlich mit im Angebot: das „Oh wie ist das schön“. Und dies völlig zurecht, denn mit einem nie für möglich gehaltenen 63:7 schickten die Paladins den Remscheid Amboss auf die kurze Heimreise. Holten damit den dritten Kantersieg im dritten Auftritt, bleiben dank dieser optimalen Ausbeute Spitzenreiter. Einer der Akteure bei den Gastgebern, die aus einer starken Mannschaft herausragten, besaß noch die Kraft, mit einen Purzelbaum den Weg zu den Fans zu suchen: Daniel Rennich – vier Touchdowns und traumhaft verwandelte Kicks durfte der Runningback in seiner persönlichen Bilanz verbuchen. „Wir werden von Spiel zu Spiel besser“, sagte Rennich und machte kein großes Geheimnis, dass der Derby-Erfolg seinem derzeit sehr erfolgreichen Team besonders gut schmecke.

Cheerleader vor großer Kulisse – der Rahmen im Walder Stadion mit rund 1000 Zuschauern war am Samstag großartig.

Der Spitzenreiter musste neben dem gesperrten Dennis Odenhoven auch Marvin Leimküller, Thilo Lindenberg und Helge vom Hagen-Hülsberg wegen Verletzungen ersetzen. Remscheid fehlten gleich mehrere Leistungsträger, hatte aber kurzfristig sein Kontingent an US-Spielern von zwei auf drei aufgestockt. Was dem Amboss indes überhaupt nicht half. Von Beginn an dominierten die Platzherren. Mit ihrer starken Defensive ließen sie den Kontrahenten gar nicht erst in die Nähe der Endzone kommen, vorne lief es derweil wie am Schnürchen.

„Wir haben als Team sehr guten Football geboten.“
Cevin Conrad, Chefcoach der Paladins

Fast jeder Angriff der Paladins führte zu einem Touchdown, Patrick Poetsch war gegen seinen Ex-Verein der Erste, dem die sechs Punkte gelangen – Rennich schoss das „Ei“ durch die Stangen. Für beide sollten sich die Erfolgserlebnisse dieser Art wiederholen. So war Poetsch mehrfach nicht zu stoppen. Auch nicht kurz vor dem Ende, als er mit einem spektakulären Lauf das 56:7 markierte. Schon da hätte der Chefcoach der Paladins sein positives Fazit ziehen können, kurz darauf tat er es. „Wir haben als Team sehr guten Football geboten“, meinte Cevin Conrad, der erleben durfte, wie seine Defense um den bärenstarken Gino Behling eine Mauer aufbaute und die Offense das Spiel klar beherrschte. Conrad: „Wir hatten Remscheid von der ersten bis zur letzten Sekunde im Griff.“

Lob an Trainerstab und die Zuschauer

Auch seine Trainerkollegen und die Besucher erhielten ein Lob. „Die Fans waren unser zwölfter Mann, die Unterstützung haben wir sehr gespürt“, fasste Cevin Conrad den gelungenen Abend zusammen. Dazu zählte auch, dass seine Mannschaft gleichermaßen auf effektives Laufspiel wie Passspiel setzte – großartig war der Wurf von Quarterback Jeremy Konzack auf Peter Pinter, der früh das 13:0 erzielte. Neben ihm, Rennich und Poetsch durfte auch Raphael Schopphoff über einen Touchdown jubeln.

Paladins gewinnen das Derby furios

 © Christian Beier
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 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
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 © Christian Beier
 © Christian Beier

Der Amboss besaß in keiner Phase der Begegnung den Ansatz einer Chance auf die Wende. Fangprobleme und mangelhaftes Durchsetzungsvermögen kennzeichneten die Vorstellung der Remscheider, die erst Mitte des letzten Viertels besser zurecht kamen und das 7:49 erzielten – die bislang „weiße Weste“der Solinger war dahin. Was diese aber gut verschmerzen konnten, da die rund 1000 Zuschauer in der Jahnkampfbahn einen prächtigen Rahmen gebildet hatten und am Ende das grandiose 63:7 stand. Der Höhenflug der Paladins kann weitergehen.

RUND UM DIE PALADINS

TRAINER Cevin Conrad wollte noch nicht auf das Spitzenspiel am 4. Juni gegen die Troisdorf Jets schauen. Von Spiel zu Spiel denken – so soll es gehen. Am 25. Mai ist sein Team erst mal in Bielefeld gefordert. 

STADIONSPRECHER Erneut machte Rick Schneider seine Sache außerordentlich gut – mit Emotionen pro Solingen, aber ohne Häme in Richtung Remscheid und dazu mit vielen interessanten Informationen rund um den Footballsport. 

FÖRDERKREIS Das Vorstandsteam derer, die sich um die Jahnkampfbahn kümmern, war unter anderem durch Guido Rohn und Frank Niegeloh vertreten. „Die Paladins machen das richtig gut“, war ihre Meinung zur Veranstaltung.

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