Fußball

Gräfrath setzt direkt ein dickes Ausrufezeichen

Keine fünf Minuten waren gespielt, da drehte Marcel Lauenroth (l.) jubelnd ab. Es war das erste von sechs Toren für den BV Gräfrath. Foto: Kurt Kosler
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Keine fünf Minuten waren gespielt, da drehte Marcel Lauenroth (l.) jubelnd ab. Es war das erste von sechs Toren für den BV Gräfrath.

Ditib-Vatanspor und TSV jubeln in der Bezirksliga, BVG und Dersimspor in der Kreisliga-Aufstiegsrunde.

Von Thomas Rademacher

Während die Aufstiegsrunde in der Kreisliga A direkt mit einem Paukenschlag im Duell zwischen TSV Solingen II und BV Gräfrath begann, setzte DV Solingen in der Bezirksliga sogar noch einen drauf. Der Verein ist genauso gerüstet für das Derby am Dienstag (19 Uhr) wie die Gäste vom TSV.

Kreisliga A, Aufstiegsrunde: TSV Solingen II – BV Gräfrath 0:6 (0:3). Besser hätte der Start für den BV Gräfrath in die entscheidende Saisonphase wohl kaum sein können. Bereits in der fünften Minute traf Marcel Lauenroth zum 1:0 und stellte damit die Weichen für die Gäste an der Höher Heide. Nach gut einer halben Stunde legte Marcio Sesek per Doppelschlag die Tore zwei und drei für den Aufstiegsaspiranten nach. „Das war wichtig für den Kopf“, sagte Trainer Sascha Schulz. „Wir haben zu dem Zeitpunkt etwas zerfahren agiert.“

Der Widerstand der TSV-Reserve war damit weitgehend gebrochen. In der zweiten Halbzeit erhöhten Denis Petti, Orkun Bal und Moritz Müller sogar noch auf 6:0. „Ja, wir hatten das Spiel komplett im Griff, sollten den Sieg aber auch nicht überbewerten. Gut ist, dass wir direkt am ersten Spieltag gezeigt haben, dass wir da sind.“ Enttäuschter war freilich Michael Sagorski, dessen Mannschaft vor guter Kulisse in Aufderhöhe wenig Chancen hatte. „Wir haben verdient verloren, gar keine Frage“, urteilte der TSV-Coach. „Es hätten vielleicht nicht unbedingt sechs Gegentore sein müssen.“

Die Mannschaft hatte sich mehr vorgenommen. Sagorski: „Es soll keine Ausrede sein, aber uns fehlten urlaubs- oder coronabedingt sicher sechs Spieler der ersten Elf. Wenn wir komplett sind, haben wir Potenzial, womit ich nicht sagen möchte, dass wir Gräfrath geschlagen hätten.“

Inter Monheim – Dersimspor Solingen 2:3 (2:1). Dennis Dudek, der zusammen mit Mateusz Jurczak das Trainergespann bei Dersimspor bildet, erkannte in der zweiten Halbzeit, dass seine Hilfe gebraucht werden könnte. So wechselte er sich beim Stand von 1:2 kurzerhand selbst ein, versenkte einen Freistoß zum Ausgleich und köpfte wenig später zum 3:2-Sieg gegen den Spitzenreiter der Hinrunde. „Das war natürlich ein tolles Ergebnis für uns“, fand Arsoy Topuz, der Vorsitzende Dersimspors.

In einem intensiv geführten Match, in dem sich zwei Monheimer verletzten, hatte Kerim Kadaoui die Solinger Führung per Elfmeter besorgt. Bis zur Pause drehten die Monheimer das Spiel zu ihren Gunsten, zuletzt lachten aber die Gäste.

Bezirksliga: Dabringhauser TV – DV Solingen 0:8 (0:6). In der ersten Halbzeit spielte sich DV in einen fußballerischen Rausch. Gleich der erste Angriff war durch Habib Daff von Erfolg gekrönt. Tayfun Uzunlar, Bünyamin Dogan, Tarkan Türkmen, Jonas Schulte und Ismail Cakici erhöhten noch vor der Pause auf 6:0. „Danach habe ich dann auch mit Blick auf das Derby gegen den TSV am Dienstag etwas durchgewechselt“, sagte der insgesamt zufriedene Trainer Deniz Aktag. Nach Wiederanpfiff erhöhten Cakici und Serkan Hacisalihoglu zum 8:0-Endstand. „Leider war danach die Konzentration weg“, fand der Coach ein Haar in der Suppe.

DV: Karagiannis (67. Illmann); Uzunlar (52. Das, 57. Azhil), Urata, Yagmur, Türkmen, Dogan, Demba (46. Önel), Adachi, Daff (60. Hacisalihoglu), Schulte, Cakici

TSV Solingen – Spfr. Baumberg II 4:2 (1:1). Bereit für die Nachhol-Begegnung bei DV sieht sich auch der TSV. „Unter dem Strich war es ein verdienter Sieg. Wir hatten in einem guten Bezirksligaspiel die besseren Torchancen“, fand Trainer Nils Esslinger. Torben Rüdingloh glich das frühe 0:1 nach einer halben Stunde aus, Pascal Magner traf unmittelbar nach seiner Einwechslung zur 2:1-Führung in der zweiten Hälfte.

Zwar egalisierten die Gäste die Partie umgehend, „aber davon haben sich die Jungs nicht zurückwerfen lassen, sondern einfach weitergemacht“, lobte Esslinger. Der TSV drängte und kam gleich zu zwei Elfmetern. Den ersten verwandelte Brian Mitchell souverän, beim zweiten benötigte er einen Nachschuss. Die Partie war damit entschieden.

TSV: Bogun; Mitchell (89. Kugel), Romas, Taheri (83. Koshorst), Krone, Heimann, Heuschkel (65. Magner), Barretta (86. Brylka), Nyhof, Rüdingloh, Zäh (89. Schröer)

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