Die Woche im Sport von Jürgen König

Gleichklang prägt die Sehnsucht nach Sport

juergen.koenig@solinger-tageblatt.de
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Seitens der Stadt wird möglichst viel versucht, um den Sportbetrieb am laufen zu halten und so der natürlich insgesamt nicht guten Stimmung entgegenzuwirken.

Großer Beliebtheit erfreut sich unsere Serie über die Solinger Sportvereine in Corona-Zeiten. Die Liste derer, die gerne porträtiert werden wollen, ist ausgeprägt. Nach mehreren Großvereinen stellten wir in dieser Woche die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) vor, waren zudem für die kommende Folge beim Reitverein am Jagenberg zu Gast. Der Trend ist dort wie auch auf anderen Anlagen unabhängig von der Vereinsstruktur übereinstimmend: Alle setzen den Pandemie-Beschränkungen zum Trotz auf den zumeist virtuellen Kontakt zu den Mitgliedern. Sofern machbar, entsteht daraus ein Trainingsbetrieb. Wobei ein Schwimm- oder Reitverein natürlich an seine Grenzen stößt. Die Mitglieder haben, auch da ist der Tenor einhellig, bislang ihre Treue bewiesen. Aber: Die Öffnungsperspektive des Sports muss zur Unterfütterung des Trends umgehend klar umrissen werden, denn sonst gehen zu viele von Bord und kommen vielleicht nie wieder. Zudem kann es nur so sein, dass Bewegung in die Zahlen von neuen Mitgliedern kommt. Die stehen nahezu bei Null.

Was immer wieder zum Ausdruck kommt – so auch kürzlich im Sportausschuss –, ist der Gleichklang, mit dem Solinger Sportbund als Interessenvertretung von 136 Vereinen, Stadtdienst Sport und Freizeit nebst Verwaltungskollegen, Sportpolitik und natürlich jeder einzelne Verein durch die herausfordernde Zeit schreiten. Sicherlich nicht alle 27 000 Mitglieder im organisierten Sport sind glücklich. Können sie auch nicht sein, wenn ihre Clubs mit ausgewogenen Hygienekonzepten auf taube Ohren stoßen und es gleichzeitig auf Bolzplätzen ohne Maske drunter und drüber geht. Aber der Trend insgesamt stimmt: Seitens der Stadt wird möglichst viel versucht, um den Sportbetrieb am laufen zu halten und so der natürlich insgesamt nicht guten Stimmung entgegenzuwirken. Das Motto „Aus schwierigen Rahmenbedingungen das Beste machen“ sticht.

Extreme Probleme, kreative Aktionen, der Wegbruch von sozialen Aspekten – so beschreibt Sportbund-Geschäftsführerin Karen Leiding den Alltag, der eine gewaltige Herausforderung für Funktionäre und Trainer darstellt. Und Stadtdienst-Leiter Horst Schulten sieht den Wegfall eines wesentlichen Teils des Vereinslebens ebenso wie die fehlende Bewegung. Obwohl der Sport vielfältig betroffen, liegen der Stadt keine Hinweise auf Insolvenzgefahr eines Vereins vor – eine gute Nachricht.

Bevor unter anderem der zunehmende Impfschutz die Basis für Normalität bilden kann, musste im Rahmen der bundesweiten „Notbremse“ sogar noch einmal zurückgerudert werden. Die fünf statt bislang 20 Kinder im Nachwuchsfußball, die kontaktfrei als Gruppe trainieren dürfen, sind ein markantes Beispiel. Der Sehnsucht nach Sport steht die in ihren Mitteln möglichst ausgewogene Vernunft immer noch im Weg. Da kann es wahrlich als Trumpfkarte angesehen werden, wenn die Protagonisten wie beschrieben im Gleichklang unterwegs sind.

TOP BHC: Handballer schütteln ihre Corona-Zwangspause ab und spielen den Tusem Essen in Grund und Boden.

FLOP DLRG: Kein Wasser und damit keine Chance, eine wichtige Vorgabe zu erfüllen – Menschen das Schwimmen beizubringen.

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