Handball-Bundesliga

Genau so will der BHC auftreten

An Nebojsa Simic bissen sich die BHC-Handballer die Zähne aus. Der Melsunger Torhüter parierte drei Siebenmeter und insgesamt sechs Mal aus sechs Metern.Foto: Christian Beier
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An Nebojsa Simic bissen sich die BHC-Handballer die Zähne aus. Der Melsunger Torhüter parierte drei Siebenmeter und insgesamt sechs Mal aus sechs Metern.

Die Stimmung nach der 23:25 (11:10)-Niederlage des Bergischen HC gegen die MT Melsungen war natürlich nicht die beste.

Von Thomas Rademacher

Das lag aber mehr am Ergebnis als an der Vorstellung, die die Löwen über 60 Minuten gezeigt hatten. „Ich bin mega enttäuscht“, meinte Csaba Szücs. „Wir haben uns ins Spiel reingefuchst, aber leider hat in der zweiten Halbzeit auch das Quäntchen Glück gefehlt.“

In einer Phase, in der die Abwehreffektivität nachließ, zogen die Melsunger auf vier Treffer davon und brachten den Sieg knapp ins Ziel. „Grundsätzlich war die Abwehr überragend und die Angriffsleistung insgesamt auch in Ordnung. Wir hatten gute Chancen, haben uns aber nicht immer dafür belohnt“, analysierte Trainer Sebastian Hinze. Gerade in der ersten Halbzeit verpassten die Bergischen einen klareren Vorsprung, der das Potenzial gehabt hätte, einen völlig anderen Spielverlauf herbeizuführen. „Unsere Quote aus sechs Metern liegt bei 61 Prozent und damit einen Punkt hinter der gesamten Angriffseffizienz. Das ist ungewöhnlich und reicht eben nicht, um Melsungen zu schlagen.“

Trotzdem herrschte bei allen Beteiligten ein Stück weit Erleichterung ob der deutlichen Steigerung im Vergleich zum jüngsten Auswärtsspiel bei den Eulen Ludwigshafen (22:28). „Das war eines unserer schlechtesten Spiele überhaupt“, ordnete Kapitän Fabian Gutbrod ein. „Da waren wir spielerisch, taktisch und emotional nicht auf der Höhe. Gegen Melsungen haben wir die richtige Reaktion gezeigt. Es ist nur bitter, dass es nicht belohnt wurde.“

Die Grundtugenden des BHC waren deutlich zu erkennen: „Aufopferungsvolle Deckung, Leidenschaft und über weite Strecken eine gute Struktur im Angriffsspiel. Was zum Sieg fehlte? Eine bessere Abschlussquote vor allem bei freien Bällen“, fasste BHC-Geschäftsführer Jörg Föste zusammen. Hinze machte zudem in der zweiten Halbzeit ein paar schwächere Minuten in der Deckung als Grund für die Niederlage aus. „Aber ich bin trotzdem froh, dass wir unter dem Strich genau so aufgetreten sind, wie wir uns das vorstellen.“

„Da wollte ich das Überraschungsmoment nutzen.“

Sebastian Hinze, BHC-Trainer

Csaba Szücs und Fabian Gutbrod gehörten ohne Zweifel zu den auffälligsten BHCern. „Csaba war defensiv wirklich gut und hat auch tolle Lösungen nach Ballgewinnen gefunden“, lobte Hinze den 33-jährigen Routinier. Gutbrod war für die Distanzschüsse zuständig, verwandelte sieben von neun Versuchen. Etwas überraschend setzte Hinze Mitte der zweiten Halbzeit auf Daniel Fontaine im linken Rückraum. „Die Idee war, einen zweikampfstarken Spieler zu haben, den Melsungen eher nicht auf dem Zettel hat. Da wollte ich das Überraschungsmoment nutzen“, erklärte der Coach. Fontaine, der mehr als zwei Jahre von einer schweren Verletzung gebeutelt gewesen war, agierte zwar bei einem Fehlpass nicht sehr glücklich, „aber an der Angriffseffektivität lag es in dieser Phase nicht. Da war eher das Problem, dass wir hinten die Tore bekommen haben.“

Die nächste Aufgabe steht bereits am Samstag bevor. Um 18.30 Uhr sind die Löwen bei HBW Balingen-Weilstetten zu Gast. Den Ausblick lesen Sie in unserer Samstagausgabe. Weitere Stimmen zum Spiel gegen Melsungen gibt es in der Löwenzeit, dem gemeinsamen Podcast von Radio RSG und ST, online.

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