Fußball-Landesliga

1:4 gegen Aufsteiger: VfB-Saison droht, lang zu werden

Necati Ebrem wirkte mit dem Abpfiff nachdenklich und enttäuscht. Er hofft auf viel Geduld für seine teilweise junge Elf. Foto: Moritz Alex
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Necati Ebrem wirkte mit dem Abpfiff nachdenklich und enttäuscht. Er hofft auf viel Geduld für seine teilweise junge Elf.

VfB Solingen nach Niederlage gegen VfB Hilden 2 weiter punktlos.

Von Timo Lemmer

Der VfB Solingen verliert auch das zweite Saisonspiel und knüpft damit an die unterirdische Ausbeute der abgebrochenen Corona-Saison an. „Einen Vorwurf kann man niemandem machen, alle haben gekämpft“, sagte Trainer Necati Ebrem nach dem 1:4 (1:2) gegen Aufsteiger VfB Hilden 2.

Was letztlich aber nichts Gutes verheißen kann, und im Klartext bedeutet: Der VfB war dem Gast über weite Strecken in den nennenswerten Kategorien unterlegen. Es droht schon früh in der Saison ein niederschmetterndes Szenario und eine Spielzeit, die lang werden kann. Ebrem: „Jetzt etwas mit Gewalt zu versuchen, bringt nichts.“ Auffallend: Er war bedeutend ruhiger als in der Vorwoche, was auch für den Rest der VfB-Bank galt.

Die Gäste waren, obwohl nur hauchdünn dank großzügiger Regelung aus der Bezirksliga aufgestiegen, taktisch deutlich reifer, bewiesen dabei hohe Disziplin, setzten immer wieder Nadelstiche aus ihrer verordneten, eher defensiven Grundhaltung. Der VfB aus Solingen hingegen agierte vor dem Seitenwechsel mit größter Ungeduld, die immer wieder Löcher aufriss, und steigerte sich erst nach der Pause auf ein erträgliches Maß. Doch vorne galt einmal mehr: „No Vinnie, no Party.“

Viele Halbchancen, kaum Durchschlagskraft

Der vielseitig begabte Vincenzo Lorefice fiel angeschlagen aus, und so nutzte in den zweiten 45 Minuten auch das Chancenplus nichts. Aus Halbchancen wurden zu oft keine richtigen. Die qualitativ besseren Möglichkeiten mussten abermals für Hilden verbucht werden. Tim Tiefenthal traf in den Minuten 81 und 90 zum klaren, letztlich zu hohen, aber eben verdienten Endstand.

Das gilt, obwohl die Gegenwehr vor allem zur Mitte des zweiten Durchgangs stimmte. Doch neben dem Auftakttor durch – ausgerechnet – den langjährigen VfBer Gaspare Spinella, erlaubten die Solinger den Hildenern zu viele klare Chancen. Und die eigene Befreiung war zu selten wirklich zielstrebig. Und nur allzu oft mussten es Solinger aus der Distanz versuchen, doch weder Justin Kicki, Maximilian Noll, Rachid Bajut oder Davide Mangia in toller Freistoßposition brachten etwas wirklich Gefährliches zustande. Es blieb beim einzigen Solinger Treffer des Tages durch Eray Bastas, der kurz vor der Pause ein wenig Mut gegeben hatte.

Nicht nur Mut, vor allem Geduld fordert Trainer Necati Ebrem, der bereits mahnt, „kleinere Brötchen zu backen“. Das junge Team habe Potenzial für die Zukunft. „Die Erwartungen dürfen einfach nicht so hoch sein. Wir brauchen Geduld von oben, dann kann man hier richtig etwas aufbauen.“ Das Hier und Jetzt aber, das ist trist. Regelrecht alarmierend ist bereits wieder die Gegentor-Anzahl.

VfB: Trunschke; Aquila (73. Weidmann), Adeoye, Noll, Bajut; La Rosa, Rybicki, Albrecht, Stahlhaus (79. Gbekou); Mangia, Bastas (64. Kicki)

Tore: 0:1 (6.), 0:2 (37.), 1:2 (39.) Bastas, 1:3 (82.), 1:4 (90.)

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