Türchen 7

Adventskalender: Ganz ohne Handball geht es einfach nicht

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Das siebte Türchen im Adventskalender des ST-Sports mit Handballer Kristian Nippes

Von Thomas Rademacher

Seinen Rücktritt vom Rücktritt hatte Kristian Nippes im Frühjahr 2021 beim Bergischen HC vollzogen. Dem Handball-Bundesligisten hatte zeitweise kein Rückraum-Linkshänder zur Verfügung gestanden, so dass sich der ehemalige Kapitän bereiterklärte. „Mir fehlte der Handball zu dieser Zeit als Ausgleich auch sehr“, erinnert sich der 33-jährige Familienvater, der in der Projektorganisation eines Logistikunternehmens eingebunden ist. Da aufgrund des Lockdowns kein Amateursport stattfand, hat sich das knappe halbe Jahr bei den Profis angeboten. Dass er im Sommer in die Oberliga-Reserve zurückwechselt, hatte aber bereits festgestanden. Dort läuft es bislang ungemein gut. Nachdem Konkurrent Mönchengladbach überraschend gepatzt hat, ist der BHC II aktuell wieder an der Spitze.

Handballer Kristian Nippes.

„Ganz ohne Handball geht es einfach nicht“, sagt der Linkshänder. „Ich würde nicht nur das Spiel vermissen, sondern auch das Zusammensitzen mit den Jungs in der Kabine.“ Als ältester Spieler der Mannschaft, in der etwa zwei Drittel um die 20 Jahre alt sind, ist Nippes freilich eine Führungspersönlichkeit. „Das ist auch mein Anspruch“, sagt er. „In der Oberliga möchte ich nicht nur gut sein, sondern auch anderen Spielern etwas mitgeben.“

Ob die ihn viele um Rat fragen? „Das kann man nicht unbedingt sagen“, meint Nippes lachend. „Ich tue die Dinge eher von mir aus kund.“ Der Grund dafür ist klar: „Im Profibereich habe ich vieles gesehen und weiß, wie gewisse Dinge zu funktionieren haben sollten. Manchmal muss ich mich auch selbst bremsen. Denn wir betreiben in der Oberliga zwar Leistungssport, aber eben keinen Profisport.“

Helfen kann er der Mannschaft nach wie vor. Wie er das macht, fasst er anschaulich zusammen: „Viele werfen fester, springen höher oder laufen schneller. Aber ich mache die Dinge zum richtigen Zeitpunkt. Damit lässt sich vieles ausgleichen.“

Eigentlich wäre Nippes für Adventskalender-Türchen 13 prädestiniert gewesen. Doch seine Nummer bei den Profis trägt in der Reserve Björn Schnitzker. „Ich habe dann die 7 genommen, weil die gerade frei war“, sagt der Sportler und betont: „Ich bin sowieso nicht abergläubisch und habe auch keine Rituale wie viele andere Handballer. Mir macht es auch nichts aus, zwei linke Socken anzuziehen.“

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