Fußball

Ganz ohne Fußball geht es bei der Eintracht doch nicht

Auf Notizen am Spielfeldrand muss Daniel Cramer aus dem Trainerteam der Eintracht in diesen Tagen verzichten. Foto: Kurt Kosler
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Auf Notizen am Spielfeldrand muss Daniel Cramer aus dem Trainerteam der Eintracht in diesen Tagen verzichten.

Die Spielerinnen warten auf die Fortsetzung der Saison, treffen sich aber mindestens ein Mal pro Woche online.

Von Celine Derikartz

Es ist amtlich: Der Ligabetrieb des Fußballverbands Niederrhein ruht noch bis mindestens Mitte Januar, und ein Ende dieser Pause ist bislang auch nicht absehbar. Seit Ende Oktober haben die beiden Frauen-Teams des SV Eintracht Solingen nun kein Spiel mehr bestritten oder trainiert. „Wir warten händeringend auf neue Informationen, ab wann wir das Training wieder aufnehmen können“, sagt Daniel Cramer aus dem Trainerteam der ersten Mannschaft. Er räumt aber ein: „Die aktuellen Zahlen sprechen natürlich für sich. Wir gehen nicht davon aus, dass sich vor Februar etwas an der Situation ändert.“

Bis Ende Januar ist also mindestens noch fußballerisches Home-Office angesagt. Das hat es dennoch in sich: Gemeinsam mit einem Athletikcoach des Tanz- und Fitnessstudios Opgenoorth in Hilden wurde ein Trainingsplan für individuelle Übungen zu Hause erstellt. Darüber hinaus findet einmal wöchentlich ein gemeinsames Treffen via der Online-Plattform Zoom statt. „Der Termin ist Pflicht, damit wir noch wissen, mit wem wir normalerweise zusammen auf dem Platz stehen würden“, meint Cramer.

Aber auch so wollen sie natürlich miteinander in Kontakt bleiben. Eben, weil es einfach schön sei, die vertrauten Gesichter wiederzusehen – auch wenn es vorerst „nur“ virtuell am Bildschirm ist. „Normalerweise hat man sich durch das wöchentliche Training und die Spiele drei bis vier Mal pro Woche gesehen, dann auf einmal gar nicht mehr.“ Wichtig sind diese Treffen auch, um das positive Gefühl aus den letzten Spielen vor der Zwangspause zu konservieren: Mit einem 3:1 beim HSV Langenfeld konnte der ersehnte erste Saisonsieg eingefahren und die Abstiegszone verlassen werden. Eine Woche später setzte sich die Eintracht im Niederrheinpokal mit 2:1 gegen den FC Kray durch.

An diese positiven Ergebnisse soll nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs angeknüpft und der mäßige Saisonstart vergessen gemacht werden. „Wir wollen nicht nur die Klasse halten, sondern so schnell wie möglich in ein ruhigeres Fahrwasser“, erläutert Cramer. Auch, damit die zweite Mannschaft besser unterstützt werden könne. Diese hält den Trainingsbetrieb derzeit ebenfalls digital aufrecht und trifft sich zu den ganz normalen Zeiten zu Spieleabenden am Bildschirm. Die besondere Lage erfordert eben Kreativität. Dazu gehört übrigens, dass auch die traditionelle Weihnachtsfeier in diesem Jahr online stattfand.

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