Fußball

Fußballerin überrascht mit eigenem Song

Das Cover ihrer ersten Single lässt erahnen: Das Duett mit Sebastian Kurtz ist tiefgründig und gefühlvoll. Foto:
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Das Cover ihrer ersten Single lässt erahnen: Das Duett mit Sebastian Kurtz ist tiefgründig und gefühlvoll.

Bea Hetkamp spielt beim TSV Solingen 2 und stellt weiteres Talent unter Beweis.

In zwei Bereichen ihres Lebens ist sie derzeit wahrlich nicht zu beneiden. Bea Hetkamp, Fußballerin des TSV Solingen 2, macht bei der Firma Timocom in Erkrath eine Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau, was pandemiebedingt nachvollziehbarerweise diverse Hürden beinhaltet. Außerdem ist sie leidenschaftlicher Fan des FC Schalke – und ihr Freund auch noch Anhänger des FC Bayern. Jeglichen „Frust“ hat die 22-Jährige nun aber auf besondere Weise abgebaut: Sie hat ihren ersten eigenen Song herausgebracht. „Kontrastlos“ heißt das Deutsch-Pop-Stück, das Hetkamp unter ihrem Künstlernamen Mareah zusammen mit dem Düsseldorfer Musikproduzenten Sebastian Kurtz alias Basty vor wenigen Tagen über die gängigsten Internet-Plattformen wie Youtube oder Spotify veröffentlicht hat.

„Ich bin eigentlich die klassische Unter-der-Dusche-Sängerin.“

Bea Hetkamp, TSV-Fußballerin und Hobbysängerin

Damit ging für die Fußballerin ein Traum in Erfüllung. „Ich bin mega stolz und super happy“, sagt sie und strahlt über beide Wangen. Die Reaktionen auf die Veröffentlichung haben sie förmlich überwältigt. Plötzlich stand ihr Handy nicht mehr still. 50 Nachrichten erreichten Hetkamp alleine per Whatsapp, 150 weitere über Instagram. „Ich bin in meinem Homeoffice auf einmal zu nichts mehr gekommen.“ Das Feedback sei dabei „ausschließlich positiv“ gewesen. Was die Solingerin vor allem begeisterte: „Die Leute, die sich den Song angehört haben, kommen von überall her. Das ist total verrückt.“

Beim TSV fühlt sich Bea Hetkamp als gebürtige Aufderhöherin extrem wohl.

Innerhalb ihrer Mannschaft sorgte Hetkamp für großes Erstaunen. Denn kaum einer wusste von ihrem zusätzlichen Talent. „Ich bin eigentlich die klassische Unter-der-Dusche-Sängerin“, erzählt sie. Aber selbst das habe sie sich in der Kabine immer verkniffen. Jetzt, wo sie ihr erstes Lied veröffentlicht hat, gibt es aber keine falsche Bescheidenheit mehr. Hetkamp: „Die Mädels haben mich direkt total toll unterstützt und gesagt, dass ich die nächste TSV-Hymne singen soll.“

Eine ihrer Mitspielerinnen war an der Entwicklung auch nicht ganz unschuldig. Miriam Wilczek, gleichzeitig ihre beste Freundin, vermittelte den Kontakt zu Musikproduzent Kurtz. Ohne den wäre die „eher schüchterne Hobbysängerin“, wie sie sich selbst bezeichnet, wohl gar nicht auf die Idee gekommen. Hetkamps bisherigen Erfahrungen beschränkten sich auf Auftritte als Zwölfjährige mit einer Fals-Schülerband auf den Walder Theatertagen oder dem Schülerrockfestival. „Das war aber mehr schlecht als recht“, sagt sie rückblickend. „Ich war super unsicher und hatte total Angst.“

„DSDS“ oder „The Voice“ kommen als Karrierestart nicht infrage

Eine Castingshow wie „Deutschland sucht den Superstar“ oder „The Voice of Germany“ kamen aus diesem Grund für sie nie infrage. Sie kann sich, ohne sich voll darauf zu fokussieren und ihren Job zu vernachlässigen, aber vorstellen, tiefer in die Musikbranche einzutauchen. Beispielsweise über die Influencerin Dagi Bee und deren Label „23 Hours“.

Möglicherweise kommt sie so ihrem großen Traum ein Stück näher. „Irgendwann möchte ich mal einen Song mit Felix Jähn aufnehmen“, sagt Bea Hetkamp, der anzumerken ist, wie sehr ihr das Veröffentlichen ihrer ersten Single einen Schub gegeben hat. „Ich will jetzt mehr.“ Ein zweiter Song an der Seite von Sebastian Kurtz sei schon fertig und soll am 18. Juni erscheinen. Auch ein komplett eigenes Werk ist in Arbeit. Der Frustabbau der Solingerin auf besondere Weise läuft also auf Hochtouren.

Bea Hetkamp

Sport: Bis sie acht Jahre alt war, spielte Bea Hetkamp beim VfB Solingen Fußball. Die dann angewandte Abseitsregel – „Das war furchtbar“ – ließ sie zu den Faustballerinnen des OTV wechseln, wo sie recht erfolgreich war und ihr Bruder Bengt als Spieler der 1. Herren heute noch ist. Mit 15 wechselte sie wieder die Sportart und ging zum TSV.

Musik: Ihr Song „Kontrastlos“ ist auf sämtlichen Plattformen abrufbar und wurde beispielsweise auf Youtube schon über 1700 Mal oder Spotify über 11 500 Mal angehört.

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