Fußball

Nach Brand: Fußballer braucht weiter Unterstützung

Beim verheerenden Brand der Schreinerei in Merscheid wurden auch die angrenzenden Häuser in Mitleidenschaft gezogen. Foto: Tim Oelbermann
+
Beim verheerenden Brand der Schreinerei in Merscheid wurden auch die angrenzenden Häuser in Mitleidenschaft gezogen. Foto: Tim Oelbermann

Beim Schreinerei-Brand in Merscheid haben Luigi Schlupkothen und Familie ihre Wohnung verloren.

Von Fabian Herzog

Frohes neues Jahr? Für Luigi Schlupkothen hätte 2021 kaum schlechter starten können. Der langjährige Britannia- und Sportring-Fußballer, der in der Hobbyliga bei der 3. Halbzeit kickt, erlebte vor wenigen Tagen einen absoluten Albtraum, als er und seine Familie bei dem Schreinerei-Brand in Merscheid (das ST berichtete) ihr Zuhause verloren. Aktuell leben sie in einer Notunterkunft am Birkenweiher und haben zum 1. Februar eine neue Wohnung gefunden. Unterstützung können die Schlupkothens aber weiterhin gut gebrauchen.

Luigi Schlupkothen, hier im Sportring-Trikot, benötigt weiter Unterstützung. 

Denn: Von rund 90 Prozent ihrer Einrichtung müssen sie sich wohl trennen. Zumindest laut Aussage der Feuerwehr, die den Brand in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag vergangener Woche gelöscht hat. „Ich hatte schon auf dem Weg ins Bett etwas gerochen“, erzählt der 41-Jährige, der aus diesem Grund auch gar nicht in den Schlaf fand. Um 5 Uhr wurde er dann endgültig aus dem Bett gerissen, als die ersten Fenster zu Bruch gingen. „Ich habe dann schnell meine Frau, meine vierjährige Tochter und meine Mutter, die auch bei uns wohnt, aus dem Schlaf gerissen und sie sofort in Sicherheit gebracht“, erzählt Schlupkothen. Auch bei den Nachbarn schlug er umgehend Alarm.

Zwar griffen die Flammen nicht auf ihre Wohnung über, der Rauch aber zerstörte den Großteil ihres Hab und Guts. In dieser Not richtete sich der Familienvater über die sozialen Netzwerke an die Solinger Bevölkerung und bat um Hilfe. Was dann passierte, überwältigte ihn. „Ich habe so viele Nachrichten bekommen. Von Menschen, die uns helfen wollten. Das war echt super.“ Sogar aus Wuppertal und Münster bekam die Familie Unterstützung, meist in Form von Kleidung oder anderen lebensnotwendigen Dingen.

Psychologischer Schaden ist größer als der materielle

Doch noch immer wird einiges benötigt. Zum Beispiel eine Schlafcouch. „Wer so etwas gerade übrig hat oder überlegt, es zum Sperrmüll zu geben, soll sich bitte bei mir melden“, bitte Luigi Schlupkothen, bei Facebook unter Lui Flex zu finden, um weitere Hilfe der Solinger.

Der materielle Schaden lässt sich so (hoffentlich) beheben. Mit dem psychologischen dürfte die Familie wohl noch lange zu kämpfen haben. „Meine Frau steht immer noch unter Schock“, erzählt Schlupkothen, der als Fernwärme-Isolierer arbeitet und das Drama recht gut verkraftet hat. Froh ist der Fußballer vor allem auch, dass es seiner Tochter ähnlich zu ergehen scheint. Luigi Schlupkothen: „Sie hat es toll weggesteckt. Für sie war es wie ein großes Feuerwerk.“

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Mit dem Weggang von Vitaliy Chernous endet eine Solinger Ära
Mit dem Weggang von Vitaliy Chernous endet eine Solinger Ära
Mit dem Weggang von Vitaliy Chernous endet eine Solinger Ära
TSV Solingen spielt schon am Donnerstag
TSV Solingen spielt schon am Donnerstag
TSV Solingen spielt schon am Donnerstag
Patrick Poetsch strebt spektakuläres Comeback an
Patrick Poetsch strebt spektakuläres Comeback an
Patrick Poetsch strebt spektakuläres Comeback an
Gestatten: Priester Johannes Beerenstraub
Gestatten: Priester Johannes Beerenstraub
Gestatten: Priester Johannes Beerenstraub

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare