Die Woche im Sport von Thomas Rademacher

In der Fußball-Landesliga gibt es nur einen sinnvollen Weg

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thomas.rademacher@solinger-tageblatt.de

Die Ligen, die im Fußballverband Niederrhein ausgetragen werden, sind allesamt Amateurligen. Dass es da auch organisatorisch nicht immer professionell zugeht, ist keine große Überraschung.

So war die von Landesliga-Staffelleiter Reinhold Dohmen gelieferte Begründung, warum der VfB Solingen und FC Remscheid in der Saison 2019/20 erneut in derselben Staffel gelandet waren, einfach nur herrlich ehrlich. Er sei zum Zeitpunkt der endgültigen Entscheidung im Urlaub gewesen. Weil er gar nicht versuchte, eine professionell klingendere Begründung zu (er)finden, sei an dieser Stelle auf die Aufarbeitung verzichtet, was dieses Missgeschick für die beteiligten Vereine und Städte bedeutet hatte.

Fest steht, dass VfB und FCR in der kommenden Saison in unterschiedlichen Gruppen spielen werden – was einer Erleichterung gleichkommt. Das Duell, bei dem die Polizei Ausschreitungen befürchtet, muss nicht wie in den beiden vorigen Spielzeiten auf fremdem Platz als Geisterspiel ausgetragen werden. Sportlich schade ist es natürlich, dass es nicht zum Kräftemessen der beiden Städtenachbarn kommt, doch es ist die einzig vernünftige Entscheidung.

Gleiches wäre wünschenswert, wenn es um die grundsätzliche Einteilung der Staffeln geht. In der bevorstehenden Saison treten 43 statt bisher 36 Teams in der Landesliga an. Bliebe es bei zwei Gruppen, spielten in einer der beiden 22 Vereine. Das entspräche für jeden 42 Partien in einer Saison, die statt Anfang August (2019) erst am 5. und 6. September beginnen soll. VfB-Sportdirektor Manuel Habljak hat zu Recht die hohe Belastung der Sportler durch zig Englische Wochen als Gegenargument für diese Lösung ins Feld geführt.

Dennoch sind einige Clubs für die Beibehaltung von zwei Staffeln. Und man fragt sich: Warum? Die sportliche Situation ist in der Corona-Pandemie doch vollkommen ungewiss. Was passiert, wenn während des zwangsweise engen Spielplans doch noch mal ein Sportverbot oder womöglich sogar Lockdown kommt? Niemand hofft das, aber was genau in den kalten Wintermonaten passiert, kann doch niemand absehen. Der gesunde Menschenverstand spricht hier klar für eine Aufteilung in zwei Staffeln mit je 14 und eine mit 15 Clubs. Das erhöht die Flexibilität, ermöglicht Spielverlegungen, macht diese Übergangssaison zurück zur sportlichen Normalität viel planbarer. Es ist der einzig sinnvolle Weg.

Nicht übrigens nur wegen Corona, sondern auch, weil im Winter Schnee und Eis drohen. Das hat in der Vergangenheit oft zu Absagen ganzer Spieltage geführt. Die müssen schließlich auch noch nachgeholt werden.

TOP Tennis: Der STC hat bei seinem Nachwuchsturnier so viele Teilnehmer wie seit Jahren nicht.

FLOP Ungewissheit ist in vielen Sportarten weiterhin an der Tagesordnung.

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