Fußball-Historie

Als zwei Unioner für Deutschland spielten

Die Fußballer der Sportfördergruppe der Bundeswehr von 1986: Unter anderem mit Daniel Jurgeleit, Martin Kree, Dirk Römer (hinten, 2., 3. und 4. v. l.), Sven Demandt (hinten, r.) und Olaf Thon (vorne, 2. v. l.). Foto: imago
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Die Fußballer der Sportfördergruppe der Bundeswehr von 1986: Unter anderem mit Daniel Jurgeleit, Martin Kree, Dirk Römer (hinten, 2., 3. und 4. v. l.), Sven Demandt (hinten, r.) und Olaf Thon (vorne, 2. v. l.).

Erinnerungen an Jurgeleit und Römer werden geweckt

Von Wilhelm Rosenbaum

Solingen. Natürlich haben wir Solinger mit Christoph Kramer, dem Meigener „Eigengewächs“, seit dem unvergessenen WM-Finale im brasilianischen Rio einen veritablen Weltmeister in unseren Mauern. Aber – so wissen es die älteren Fußballfans – auch im Unterland gab es mal Jungs, die mit dem Adler auf der Brust die deutschen Farben in Frankreich vertraten. Und daran denken, bei derzeit gewiss anschwellender EM-Begeisterung, die Ohligser augenblicklich wohl mit etwas Wehmut zurück. Schließlich ist ihr historisches Stadion am Hermann-Löns-Weg mittlerweile ja zum aktuellen Baugebiet mit dem durchaus passenden Namen „Heimspiel“ mutiert, aber in der Erinnerung bleiben eben doch die Schlachten im heimischen Heidegrün unvergessen.

14 Jahre war schließlich ihre blaugelbe Union Solingen ein passables Aushängeschild für den gesamten bergischen Fußball. Sogar mit internationalem Flair: In den Zweitligajahren von 1975 bis 1989 gastierten hier die National-Teams der Vereinigten Arabischen Emirate und Kubas, später, zu den anschließenden Amateurzeiten, folgten die japanische U19, das Team von Gambia, die U20 von Kuwait und auch die kubanische Auswahl.

Länderspiel im französischen Epinal geht knapp mit 1:2 verloren

Selbst ein leibhaftiger Weltmeister, der Argentinier Carlos Babington, im Trikot der SG Wattenscheid 09 gab im April 1977 seine Visitenkarte im Stadion ab, als die Union einen 2:1-Heimsieg einfuhr. Und was schließlich die Nationalspieler betrifft, hatte die Union einmal gleich zwei Eisen im Feuer. Denn als das erste Qualifikationsspiel zur Militär- Weltmeisterschaft 1987 anstand, wurden für das Match im französischen Epinal tatsächlich zwei bekannte und erfolgreiche Solinger Akteure nominiert: Dirk Römer und Daniel Jurgeleit, der mit über 50 Toren in der 2. Liga ein brillanter Stürmer war.

Das Highlight ihrer Bundeswehrzeit wurde auch nicht durch die 1:2-Niederlage in Frankreich geschmälert, wie Jurgeleit hinterher bestätigte: „Auch wenn wir verloren haben, hat es Spaß gemacht. Und es war ein tolles Gefühl, als für uns die Nationalhymne gespielt wurde.“ Wer aktuell den Jungs mit dem Adler die Daumen drückt, kann diesen besonderen Augenblick sicher sehr gut nachempfinden.

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