Fechten

Freud und Leid begleiten das Training

Svenja Jütten weiß es zu schätzen, auch aktuell mit ihrem Trainerteam an der eigenen Leistungsfähigkeit arbeiten zu können. Dennoch würde sie sich eine Lockerung der strengen Richtlinien wünschen. Foto: Jütten
+
Svenja Jütten weiß es zu schätzen, auch aktuell mit ihrem Trainerteam an der eigenen Leistungsfähigkeit arbeiten zu können. Dennoch würde sie sich eine Lockerung der strengen Richtlinien wünschen.

Blick in den Alltag der Solinger Degenfechterin Svenja Jütten.

Von Fabian Herzog

Die sich an den Vorgaben der Bundesregierung orientierenden Richtlinien des Deutschen Fechterbundes definieren in Corona-Zeiten ganz strikt, wer trainieren darf und wer nicht. Nur die Sportlerinnen und Sportler, die dem Bundeskader angehören, können derzeit in den Landesstützpunkten ihrer Leidenschaft nachgehen. Ralf Jütten, Vater von Degenfechterin Svenja Jütten, sieht dies mit gemischten Gefühlen. „Freud und Leid liegen dicht beieinander“, sagt der Solinger.

Hintergrund ist, dass seine Tochter, die seit Jahren für Bayer Leverkusen startet und auf U17- sowie U20-Ebene in den vergangenen Jahren einige Erfolge feiern konnte, trainieren darf. Weil sie Anfang der Saison in den sogenannten NK2-Kader berufen wurde und somit drei bis vier Einheiten pro Woche mit anderen Fechtern des Bundeskaders absolviert. Geleitet wird das Training – unter Einhaltung der Verordnung der Landesregierung und nach einem speziellen Hygiene-Konzept des TSV Bayer 04 – von Bundestrainer Dominik Csobo und Chef-Trainer David Keszler. So viel zum Thema Freud.

Die meisten ihrer Trainingspartner gehören aber dem Seniorenbereich an. Wie Alexandra Ndolo (Olympiakader), Alexandra Ehler, Marco Brinkmann (beide Perspektivkader), Gala Hess oder Fabian Herzberg (Ergänzungskader). Aus den jüngeren Jahrgangsstufen NK1 und NK2 sind nur vier Athleten dabei. „Die Freude über das intensive Training wird dadurch getrübt, dass die Anzahl der Trainingspartner sehr begrenzt und der Leistungsunterschied hoch ist“, verdeutlicht Ralf Jütten das Leid. So sei es zwar ein Anreiz, gegen die Älteren bestehen zu können. Oft resultiere daraus aber eher der Frust, gegen diese Sportler in den meisten Fällen zu verlieren.

Wünschenswert wäre daher aus Sicht des Solingers, wenn auch anderen, hochveranlagten Fecht-Talenten die Möglichkeit eingeräumt werden könnte, am Training teilzunehmen. Wie denen des Fechtzentrums Solingen beispielsweise „Das wäre mehr als angemessen und würde das Bild etwas auflockern“, findet Jütten, dessen Tochter Svenja auch sehnsüchtig auf die Rückkehr ins Wettkampfgeschehen wartet. Im Dezember hatte sie Hoffnung, an den German Masters teilzunehmen, ehe der NK2-Kader kurzfristig noch ausgeschlossen wurde.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

VfB verpasst das Finale, 03 darf noch hoffen
VfB verpasst das Finale, 03 darf noch hoffen
VfB verpasst das Finale, 03 darf noch hoffen
HSV düpiert Fortuna und trifft auf den Meister
HSV düpiert Fortuna und trifft auf den Meister
HSV düpiert Fortuna und trifft auf den Meister
Paladins gehen in Berlin unter
Paladins gehen in Berlin unter
Paladins gehen in Berlin unter
Sportvereinigung triumphiert im dritten Anlauf
Sportvereinigung triumphiert im dritten Anlauf
Sportvereinigung triumphiert im dritten Anlauf

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare