American Football

Frauenfootball ist auf dem Vormarsch

Julia Oberdorf (l.) und Julia Friedrichs mögen die Vielseitigkeit im American Football.
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Julia Oberdorf (l.) und Julia Friedrichs mögen die Vielseitigkeit im American Football.

Die Solingen/Wuppertal Assassins treten am Sonntag im Walder Stadion an.

Von Luis Potthoff

Die Footballerinnen der Assassins stehen vor einem Topspiel in der 2. Bundesliga. Die Spielgemeinschaft aus Solingen und Wuppertal trifft am Sonntag um 11 Uhr im Walder Stadion auf die bisher ungeschlagenen Cologne Falconets. Die Assassins selbst stehen momentan auf dem zweiten Tabellenplatz und konnten zuletzt eine Erfolgsserie von vier Spielen hinlegen, womit sie nur ein Sieg hinter dem kommenden Gegner stehen.

2019 schlossen sich die Solingen Paladins und Wuppertal Greyhounds zusammen und bildeten die Assassins. Dies gab dem Team die Möglichkeit, das Training professioneller zu gestalten und den Kader auf eine gesunde Breite zu heben, welche nun bei etwa 40 Spielerinnen liegt. Zwei davon sind Julia Oberdorf und Julia Friedrichs. Die 40-jährige Friedrichs, welche als Center in der Offensive-Line fungiert, ist bereits seit neun Jahren aktive Footballspielerin, Oberdorf ist seit drei Jahren dabei. Die 24-Jährige, die in der Defensive auf der Linebacker- und Safety-Position spielt, schätzt die Teamdynamik in dem Sport und die Vielfalt der Positionen. Dies sieht auch Friedrichs so. „Im Football gibt es eine Position für jede Körperlichkeit. Für kleine, große, dicke und dünne“, sagt die Angestellte in einem Ingenieursunternehmen. Außerdem lobt sie die Teamgemeinschaft in der Mannschaft als auch, dass es nicht den einen Spieler im Football gibt, sondern das gesamte Team funktionieren muss. „Der Star ist die Mannschaft“, betont Trainer Marco Hübner und ergänzt: „Das ist eine der geilsten Mannschaften, die ich je trainiert habe. Sie stehen immer zu 100 Prozent zusammen. Wir sind wie eine Familie.“

Unterschiede zum Männerfootball gibt es kaum. Lediglich, dass anstatt elf nur neun Spielerinnen auf dem Feld stehen. Die Sportart ist auf dem Vormarsch. „2013 gab es ungefähr zehn Teams in NRW, heute sind es um die 30“, erzählt Friedrichs. Dies hängt wahrscheinlich mit der wachsenden Popularität der amerikanischen Profiliga NFL und der vergangenen WM der Frauen zusammen, vermutet Oberdorf. Die sportlichen Ziele der beiden sind identisch. Ihre persönliche Bestleistung liefern und einen möglichst hohen Teamerfolg erreichen.

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