Blick auf das Jahr im Sport

Flut und Corona lassen den Sport zusammenrücken

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juergen.koenig@solinger-tageblatt.de

Dass die Stadt auch in schweren Zeiten Fortschritte bei der sportlichen Infrastruktur machte, ist bemerkenswert.

Von Jürgen König

Das zweite Jahr in Folge, welches auch im Sport stark von der Pandemie geprägt war, geht zu Ende. Aber nicht nur Corona hat dem Geschehen enorm zugesetzt, auch die Flutkatastrophe hebelte das produktive Tun kräftig aus. Die großen Schäden in der Freizeitanlage Ittertal seien hier stellvertretend genannt. Und genau dort – rund um Schwimmbecken, Eislaufbahn sowie Beachfeldern – griff ein anderer Aspekt: die Hilfsbereitschaft. Sportartenübergreifend wurde Geld für die Opfer gesammelt, gerade im Ittertal mit großem persönlichen und natürlich ehrenamtlichen Einsatz die Benutzbarkeit wieder rasch hergestellt.

Noch prägender war aber auch in 2021 Corona, und das nicht nur wegen der zahlreichen Ausfälle, Absagen und Abbrüche. Der Sport hat sich mit Leibeskräften gegen die Pandemie gewehrt und im Sinne der Vernunft agiert. Eine Aktion des Landessportbundes rückte die „Helden“ in den Fokus, die in Zeiten der notwendigen Abkehr vom florierenden Vereinsleben mit tollen Ideen für Elan sorgten. Das honorierte auch die Krebs-Stiftung, die gute Konzepte mit stattlichen Geldsummen unterstützte. Klasse war auch das, was sich der Solinger Tennisclub 02 ausgedacht hatte und umsetzte. Zwei Heimspieltage nutzte der Verein für ein Impfangebot, 450 Menschen nahmen es in Anspruch.

Dass die Stadt auch in schweren Zeiten Fortschritte bei der sportlichen Infrastruktur machte, ist bemerkenswert. Im Schatten der Arena-Planungen, die Fachleute und Politik gleichermaßen beschäftigen, darf man die Aktivitäten an der Höher Heide durchaus als Leuchtturmprojekt bezeichnen. Zu Recht benutzt der dort ansässige TSV die Worte vom Quantensprung und Sportpark Aufderhöhe – neuer Kunstrasenplatz und Vereinsgebäude zur Zentralisierung der Angebote versprechen Großartiges. Das ist beim alten Platz schon geschehen, dort gab es frisches Grün im Rahmen des nach wie vor vorbildlichen Kunstrasenprojektes. An Chancen eingebüßt hat hingegen der Eissport, wird es eine neue Halle doch definitiv nicht geben. Folglich müssen alle Kräfte gebündelt werden, um die jetzige im Südpark zu erhalten und sukzessive möglichst mit Landes- oder Bundesmitteln auf Vordermann zu bringen. In diesem Sinne: Einen guten Rutsch ins neue Jahr von Ihrer und eurer ST-Sportredaktion.

TOP Starkes Programm vom Land: „Moderne Sportstätte 2022“ hilft Solinger Clubs beim Sanierungsstau – ohne die Zuschüsse aus der Staatskanzlei nicht zu stemmen.

FLOP Überzogene Maßnahme vom Land: Die 2G-Plus-Regel ohne Booster-Akzeptanz, in Teilen des Sports gerade eingeführt, stellt Vereine, Fitnessstudios und andere vor Probleme.

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