Blick über den Zaun

Fejzullahu: Erstes Tor nach 20 Monaten löst die pure Erleichterung aus

Beinahe etwas ungläubig bejubelte Mergim Fejzullahu sein Tor gegen Köln. Der Solinger in Diensten von Alemannia Aachen beendete eine lange Durststrecke. Foto: imago/Herbert Bucco
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Beinahe etwas ungläubig bejubelte Mergim Fejzullahu sein Tor gegen Köln. Der Solinger in Diensten von Alemannia Aachen beendete eine lange Durststrecke.

Blick über den Zaun auf die Solinger Fußballer in den höheren Ligen – Sascha Franz bejubelt mit Zweitligist Aue den Klassenerhalt.

Von Fabian Herzog und Jürgen König

Wiedergutmachung war angesagt für Solingens Bundesliga-Asse, die in der Englischen Woche überraschende Niederlagen hatten hinnehmen müssen. Nach dem 1:2 mit RB Leipzig in Köln trug Kevin Kampl über die gesamten 90 Minuten zur Rehabilitation bei, kurbelte gegen den VfB Stuttgart im Mittelfeld unermüdlich an, steuerte mit 12,3 Kilometern die größte Laufleistung aller Spieler bei und hatte durch diverse gestopfte Löcher großen Anteil am 2:0 (0:0)-Erfolg der Tabellenzweiten. Christoph Kramer dagegen, der beim 2:3 in Sinsheim unter der Woche wegen muskulärer Probleme ausgewechselt worden war, kam beim furiosen 5:0 (3:0) Borussia Mönchengladbachs gegen Bielefeld erst eine Viertelstunde vor Schluss in die Partie. Wirklich in Erscheinung trat der Mittelfeldspieler in dieser aber nicht mehr.

Eine Liga unter Kampl und Kramer gab es große Freude – Sascha Franz durfte nach dem 2:0 (0:0)-Sieg des FC Erzgebirge Aue bei Eintracht Braunschweig den Verbleib in der 2. Bundesliga bejubeln. „Wir sind unheimlich stolz, im zweiten Jahr hintereinander fünf Spieltage vor dem Saisonende den Klassenerhalt eingetütet zu haben“, meinte der Co-Trainer der Veilchen. Der Solinger hob dies umso mehr hervor, als auch das Team aus der ostdeutschen Partnerstadt mit ganz schwierigen Umständen – allen voran Corona – zu kämpfen hatte und damit hervorragend umgegangen sei. „Es war eine ganz tolle Sache“, sagte der Walder und lobte die Mentalität von Mannschaft, Mitarbeitern und auch dem Trainer-Team. Mit seinem Chef Dirk Schuster steht der 47-Jährige, Sohn des langjährigen Bundesliga-Trainers Horst Franz, noch bis 2022 in Aue unter Vertrag.

Wuppertaler SV verliert in Lotte, Goralski verschuldet Foulelfmeter

Zwei weitere Klassen tiefer hatte nur ein Kicker aus der Klingenstadt Grund zum Jubeln – und erlebte dabei eine gehörige Portion Erleichterung. Mergim Fejzullahu, auf der Höher Heide fußballerisch groß geworden, blickt auf kein einfaches Jahr zurück und ist nach seiner Rückkehr zu Regionalligist Alemannia Aachen erst wieder dabei, in die Spur zurückzufinden. Gegen die U23 des 1. FC Köln setzte der Offensivspieler am Wochenende den 2:0-Schlusspunkt und erzielte dabei sein erstes Tor seit dem 27. August 2019, damals noch im Trikot des 1. FC Saarbrücken. Zur Erinnerung: In der Saison 2017/18 hatte er für Aachen in 30 Partien noch 23 Scorerpunkte (15 Tore, acht Vorlagen) gesammelt.

Leer gingen diesmal sowohl Marco Königs als auch der Wuppertaler SV aus. Bei den SF Lotte unterlagen sie mit 0:1 (0:1), der Solinger Angreifer spielte durch. Immerhin einen Punkt holte Leander Goralski. Der Innenverteidiger von Rot-Weiß Oberhausen erlebte das 1:1 in Ahlen über die volle Distanz und verschuldete den Foulelfmeter, durch den das Schlusslicht in Führung ging.

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