Faustball

OTV feiert Zweitliga-Titel im Norden

Die OTV-Frauen Jana Hasenjäger, Annika Schröder, Kaja Hutz, Jacqueline Börste und Jessica Marks (v.l.) gaben in dieser Kurz-Saison nur drei Sätze ab. Fotos: OTV
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Die OTV-Frauen Jana Hasenjäger, Annika Schröder, Kaja Hutz, Jacqueline Börste und Jessica Marks (v.l.) gaben in dieser Kurz-Saison nur drei Sätze ab.

Aufstieg bleibt aber coronabedingt verwehrt – Ohligser Männer erreichen Ziel.

Von Fabian Herzog

Sie waren mit Abstand die beste Mannschaft in dieser Saison in der 2. Bundesliga Nord. Das stellten die Faustballerinnen des Ohligser TV am vergangenen Sonntag eindrucksvoll unter Beweis, als sie im niedersächsischen Ahlhorn ihre weiße Weste wahrten, erneut ohne Niederlage blieben und die Konkurrenz in der Meisterrunde dominierten. Einen kleinen, aber bedeutsamen Schönheitsfehler hatte der souveräne Titelgewinn allerdings: Weil die Saison coronabedingt nur in einer abgespeckten Version an zwei Wochenenden durchgezogen wurde, gab es keine Auf- und keine Absteiger. „Das ist natürlich schade. Wir haben auf unserer dreieinhalbstündigen Rückfahrt aber trotzdem ein bisschen gefeiert“, berichtet Spielerin Kaja Hutz mit einem Lächeln.

Die OTV-Männer: Bengt Hetkamp, Felix Hutz, Lukas Küll, Benjamin Otto (h.,v.l.), Arvit Schmitz, Ben Sträter und Robert Schröder (v.,v.l.).

Dass die Ohligserinnen alle ihre sechs Partien auf dem Feld gewinnen würden, davon war nicht zwingend auszugehen. Schließlich liegt ein mittelschwerer Umbruch hinter ihnen. Mit Lea und Inga Maus, Franziska Hafer sowie Ann Kristin Stöckler gehören vier langjährige Leistungsträgerinnen nicht mehr zum Team. Ganz zu schweigen von Coach Hartmut Maus. Dafür sind einige neue Spielerinnen dazugestoßen – aber kein Trainer. „Wir machen das in Eigenverantwortung“, sagt Hutz. „Das ist schon schwierig, funktioniert aber ganz gut.“ Wie die Meisterrunde zeigte, als der OTV mit Jessica Marks, Jacqueline Börste, Jana Hasenjäger, Annika Schröder und Hutz den TV Brettorf 3 mit 3:1 (11:4, 9:11, 15:14, 12:10), den Ahlhorner SV 2 mit 3:0 (11:5, 11:7, 11:5) und den Wardenburger TV 2 ebenfalls mit 3:0 (11:7, 11:5, 12:10) bezwang.

Ein Erfolgsrezept dabei: „Wir hatten keinen Druck und super viel Spaß“, erzählt Kaja Hutz. Außerdem zeigte sich, dass der Teamgeist beim OTV nicht unter dem Umbruch gelitten hat. Wozu wiederum auch das Mannschaftswochenende in Wuppertal eine Woche zuvor beigetragen hat, als zusammen mit den Männern viel trainiert, gegrillt und gelacht wurde.

Für den frischgebackenen Zweitliga-Nord-Meister geht es ab Anfang Oktober mit der Vorbereitung auf die Hallensaison weiter, die am 8. November beginnt. Das Ziel ist für Hutz und Co. klar: „Wir wollen wieder ganz oben mitspielen.“ Und damit dann ja auch um den Aufstieg.

Ohligser Männer legen den Fokus auf die Nachwuchsentwicklung

Die Männer des OTV hatten es ebenfalls in die Meisterrunde geschafft, sich dort aber nur ein Ziel gesetzt: die Revanche gegen Gastgeber TV Brettorf 2, gegen den man zwei Wochen zuvor noch verloren hatte. Nach 0:2-Satzrückstand drehten die Ohligser noch das Spiel und gewannen mit 3:2 (4:11, 10:12, 11:9, 13:11, 12:10). So konnten die anschließenden Niederlagen gegen den SV Armstorf (6:11, 6:11, 8:11) und den MTV Vorsfelde (7:11, 11:9, 5:11, 6:11) ebenso verkraftet werden, wie der dritte Rang in der Gesamtabrechnung.

Beinahe wichtiger als die Platzierung war die Förderung des Nachwuchses. So ließen Bengt Hetkamp, der im Winter nach Hamm wechselt, und Spielertrainer Benjamin Otto zum Ende hin die Jüngeren wie den 15-jährigen Ben Sträter ran. „Sie haben das richtig, richtig gut gemacht“, lobte Otto auch Arvit Schmitz und Robert Schröder, die ihr Können an der Seite von Lukas Küll und Felix Hutz zeigten. Dies wollen sie auch in der Hallensaison, wo der OTV in der Verbandsliga aufschlägt. Otto: „Auch wenn der Fokus eher auf dem Sommer liegt, muss der Aufstieg unser Ziel sein.“

Nationalteam

Mit Lina Hasenjäger, der Schwester von Jana, fehlte dem OTV in Ahlhorn ein weiterer Neuzugang. Sie hatte allerdings einen guten Grund: Hasenjäger nahm in Schneverdingen an einem Lehrgang der deutschen Nationalmannschaft teil und darf sich Hoffnung machen, es in den Kader zu schaffen.

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