Fechten

Fecht-Kids sollen für jeden Grundschüler eine Station werden

Fechtspezifische Trockenübungen vollzieht hier die Kids-Gruppe als wichtige Basis des Solinger Vereins.
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Fechtspezifische Trockenübungen vollzieht hier die Kids-Gruppe als wichtige Basis des Solinger Vereins.

Die Saison auf der Planche hat an Fahrt aufgenommen.

Von Jürgen König

Das Fechtzentrum ist derzeit wieder auf vielen Schauplätzen des gesamten Landes vertreten. Lisa Marie Löhr, Jakob Stange – als Zehnte bei den Frauen sowie U20-Vierter der deutschen Rangliste die Besten des Vereins – und die vielen anderen Degen-Asse schaffen die Basis für internationale Starts. Um Grundlagen anderer Art geht es hingegen zweimal pro Woche, wenn in den Leistungssporthallen der Friedrich-Albert-Lange-Schule die Fecht-Kids ihre ersten Schritte für spätere Auftritte auf der Planche gehen.

„Unser großes Ziel ist es, jedem Kind die Berührung mit unserer Sportart zu ermöglichen“, erläutert Daniel Certa die Vorgehensweise. So halten die selbst jungen Aktiven Schnupperstunden in den Grundschulen ab, deren 3. und 4. Jahrgangsstufen auch durch die jährliche Sport-Talentiade und die Talentsichtungsgruppen einen ersten Einblick ins Fechten erhalten. „Der nächste Schritt ist dann das Projekt der Fecht-Kids“, sagt Fechtzentrum-Vorsitzender Certa und freut sich über die fruchtbare Kooperation mit den Stadtwerken Solingen.

Montags und donnerstags (jeweils von 17 bis 18 Uhr) gehen die neuen Talente auf die nächste Station ihrer fechtsportlichen Entdeckungstour. Julius Dehn und Maryna Nekrylova bringen den jüngsten Nachwuchs des Clubs in Bewegung, was auch durchaus mal durch Ballarbeit, primär jedoch durch fechtspezifische Trockenübungen geschieht. „Es macht einfach Spaß, die Entwicklung zu beobachten“, sagt Coach Dehn, der in der Saison 2019/20 die Arbeit aufgenommen hat. Mit dem Projekt der Fecht-Kids ankommen und in der Breite wachsen – das ist nicht nur die Aufgabe von Dehn, sondern auch von Maryna Nekrylova. Die diplomierte Sportlehrerin und Fechttrainerin (Degen und Florett) ist mit ihrer Familie aus der Ukraine vor dem Krieg geflohen und nun um Integration in ihrer neuen Heimat bemüht. Die 42-Jährige, aufgrund eines früheren Aufenthalts in Cottbus mit Deutsch-Kenntnissen gut ausgestattet, spielt im Fechtzentrum schon eine feste Rolle. So begleitete sie kürzlich Sara Libralato zu einem Turnier ins österreichische Klagenfurt.

Auf hohem Niveaubei vielen Turnieren

Die Nachwuchsfechterin gehörte am vergangenen Wochenende zum 13-köpfigen Solinger Aufgebot, das am internationalen Qualifikationsturnier des Deutschen Fechterbundes in Heidenheim teilnahm. Als 35. lag Libralato nahezu gleichauf mit ihren Teamkolleginnen Maya Bienefeld (30.) und Meika Reihs (32.). Bei den Jungen sorgte Jakob Stange als Sechster für das erfreulichste Resultat und qualifizierte sich für erste internationale Aufgaben, die in Riga auf ihn warten. Kassian Meier verpasste die endgültige Marke noch mit Rang 34. Dazwischen lag auf dem 22. Platz Neuzugang Keanu Nagel, 43. wurde Jeremy Wienands. „Wir müssen die Routinen des Trainings besser auf die Wettkämpfe übertragen und die nötige Leistung auf den Punkt abrufen“, analysierte Trainer Falk Spautz.

Paukenschläge hatte es zuvor gegeben – so in Heidelberg, wo Kassian Meier in der Männer-Konkurrenz die deutsche Nummer eins, Richard Schmidt aus Tauberbischofsheim, an den Rand einer Niederlage brachte – der Solinger führte mehrmals, musste sich dann unglücklich mit 14:15 geschlagen geben und landete auf Rang 24. Jakob Stange, dort 35., ließ derweil in Frankfurt aufhorchen, als er Siebter bei den Erwachsenen wurde. Bis dahin haben die aktuellen Fecht-Kids noch einen weiten, aber auch interessanten Weg vor sich.

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