Mein Blick auf die Woche im Sport

Fairness prägt den Umgang bei Corona-Absagen

juergen.koenig@solinger-tageblatt.de
+
juergen.koenig@solinger-tageblatt.de

Alle vier Handball-Oberligisten aus Solingen dürfen am Wochenende nur zuschauen.

Die vergangenen Tage haben wieder deutlich gemacht, wie stark Corona den Alltag in den Sportvereinen beeinträchtigt. Das beste Beispiel lieferten die HSV-Basketballer, die nach eigenen Problemen willens waren, endlich wieder den Spielbetrieb aufzunehmen. Trainer Benjamin Heck hatte gerade seine optimistischen Comeback-Gedanken zum Ausdruck gebracht, da kam vom Gegner die Bitte auf Verlegung. Die Sharks stimmten zu – was überhaupt ein prägendes Merkmal für den fairen Umgang in Pandemie-Zeiten im Amateursport ist. Da werden personelle Engpässe aufgrund Erkrankungen und Quarantänen nicht groß hinterfragt, sondern es wird im Sinne der Sportlichkeit dem Antrag auf einen späteren Termin stattgegeben. So soll es sein.

An dieser Stelle gab es vor einer Woche noch das klare Votum, die Meisterschaften im Sport fortzusetzen, solange gesundheitliche Risiken auszuschließen sind. Mittlerweile haben die Befürworter einer Unterbrechung freilich neue Munition erhalten. So werden an diesem Wochenende alle vier Handball-Oberligisten aus der Klingenstadt zum Zuschauen verurteilt sein. Das Tabellenbild wird verzerrt, irgendwann müssen möglicherweise zum Beispiel die Männer des TSV Aufderhöhe viele Spiele in überschaubarem Zeitraum absolvieren – wie sich dies auf die Konkurrenzfähigkeit auswirkt, ist leicht vorstellbar. Auch SGW-Zweitliga-Wasserballer und wie eingangs erwähnt die Gräfrather Korbjäger werden ausgebremst. Also doch den Weg des Westdeutschen Tischtennis-Verbandes gehen und eine Auszeit einlegen, bis sich die Omikron-Welle beruhigt hat? Die Gefahr, dass dies abermals in einem endgültigen Saison-Aus mündet, ist gegeben. Und genau dies darf nicht zu Lasten der Teams gehen, die bislang eine starke Saison hinter sich gebracht haben – stellvertretend die Oberliga-Handballerinnen des Bergischen HC oder die Bezirksliga-Fußballer der Sportvereinigung 03.

Können Letztere dazu beitragen, die Tristesse im Solinger Fußball etwas zur Seite zu schieben? Ebenso wie DV und TSV hat der Club von der Korkenziehertrasse in der dreimonatigen Winterpause – was für ein Unfug! – vielversprechende personelle Weichen gestellt. Der Aufstieg in die Landesliga, wo der VfB um die Rettung kämpft, wäre ein erster wichtiger Schritt für besseren Großstadt-Fußball.

TOP Vanessa Brandt (HSV), Lukas Stutzke (BHC), Tobias Nippes (STB) und andere – der Handball in der Klingenstadt ist facettenreich und mit vielen Größen gespickt.

FLOP Die Wege von BHC und Maciej Majdzinski trennen sich. Es ist einfach nur traurig, welches Verletzungspech der Pole in seiner Zeit bei den Löwen ertragen musste.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Sportprogramm am Wochenende
Sportprogramm am Wochenende
Sportprogramm am Wochenende
Das Jugendzertifikat ist für den HSV ein „Meilenstein“
Das Jugendzertifikat ist für den HSV ein „Meilenstein“
Das Jugendzertifikat ist für den HSV ein „Meilenstein“
Mädchenteam des Gymnasiums Schwertstraße ist Deutscher Meister
Mädchenteam des Gymnasiums Schwertstraße ist Deutscher Meister
Mädchenteam des Gymnasiums Schwertstraße ist Deutscher Meister
Sascha Franz: „Viel Arbeit in familiärem Umfeld“
Sascha Franz: „Viel Arbeit in familiärem Umfeld“
Sascha Franz: „Viel Arbeit in familiärem Umfeld“

Kommentare