Fußball

Experte Kramer stellt sich Herausforderung Katar

Erneuter Einsatz als Experte: Christoph Kramer.
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Erneuter Einsatz als Experte: Christoph Kramer.

Der 31-jährige Solinger begleitet im ZDF die Fußball-Weltmeisterschaft.

Von Jürgen König

Eine Verletzung am Sprunggelenk, erlitten beim 5:2-Erfolg über den 1. FC Köln, bugsierte Christoph Kramer beim Bundesliga-Gastspiel seiner Mönchengladbacher Borussia in Wolfsburg in die Zuschauerrolle. Ohne ihn gab es ein 2:2, während der für RB Leipzig eingewechselte Kevin Kampl als zweiter Erstliga-Profi aus Solingen ein 3:2 gegen die Berliner Hertha ins Ziel rettete.

Kramer war vor wenigen Wochen der besondere Gast im Walder Stadion, wo die geplante Gegentribüne maßgeblich seinen Namen tragen wird. Der Weltmeister von 2014 wird das Projekt auch finanziell mittragen, will sich nach seiner Karriere zudem für einen Aufschwung im Solinger Fußball engagieren. Hatte er die damaligen Diskussionen um ein aktives Mitwirken bei der WM 2022 noch mit einem „Schmunzeln“ verfolgt, so steht seine Präsenz in anderer Form mittlerweile fest. Kramer wird erneut dem Experten-Team des ZDF angehören. „Ich freue mich wieder auf meine Einsätze. Es ist einfach spannend, die Leistungen der Kollegen als außenstehender Beobachter analysieren und einordnen zu dürfen“, wird der 31-Jährige im Pressedienst des TV-Senders zitiert.

Als Mann der klaren Worte bekannt, darf man schon jetzt auf die Aussagen mit Blick auf die umstrittenen Titelkämpfe in Katar gespannt sein. „Auf das, was da abgeht, müssen wir alle aufmerksam machen“, zeigt sich Christoph Kramer in Sachen Kommerzialisierung durch den Fußball-Weltverband FIFA oder Menschenrechtsverletzungen sehr kritisch. In der Tat: Aufgrund der besonderen politischen Dimension der WM 2022 werden viele Fragen aufgeworfen – die Hoffnung auf Antworten ist groß.

Allen Problemen zum Trotz bringt der Solinger Sportler der Jahre 2014 und 2015 größtes Verständnis dafür auf, dass seine Berufskollegen die Chance ergreifen, das Nationaltrikot zu tragen. Bei ihm selbst dürfte es wohl eher das Mikrofon sein – was er bei der WM 2018 und EM 2021 mit Fachwissen, Humor und Eloquenz bereits bestens hinbekam.

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