Fußball-Historie

Ex-Unioner plaudern über große Zeiten

Kaffee und viele Anekdoten – mit Horst Kuballa (v. l.), Wolfgang Krüger, Jürgen Felden, Frank Kremer, Manfred Dum, Dirk Römer, Sieghard Heise, Willi Hök, Werner Lenz, Peter Gorny. Foto: Jürgen König
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Kaffee und viele Anekdoten – mit Horst Kuballa (v. l.), Wolfgang Krüger, Jürgen Felden, Frank Kremer, Manfred Dum, Dirk Römer, Sieghard Heise, Willi Hök, Werner Lenz, Peter Gorny.

Zehn ehemalige Kicker treffen sich zum wöchentlichen Kaffeetrinken. Mehr als 100 Zweitliga-Tore haben sie zusammen geschossen.

Von Jürgen König

Das Dürpelfest diente alljährlich dazu, dass sich die früheren Fußball-Asse der SG Union zum Bier und zu Anekdoten in Ohligs trafen. Zwei Mal wurde die Riesenparty schon coronabedingt abgesagt, da kamen die Zweitliga-Profis von einst auf eine andere Idee. „Seit unserem großen Treffen in der Festhalle sind wir wöchentlich zum Kaffee beisammen “, freut sich Organisator Willi Hök über den Zuspruch.

Der war auch am vergangenen Samstag im Café Kirchner wieder groß. Bis zu zehn Kicker aus dem Kreis der Blau-Gelben und ihrem Umfeld zieht es auf die Düsseldorfer Straße, wo die Zeit am nicht weit entfernten Hermann-Löns-Weg in die Gegenwart gebracht wird. „Wie viele Tore sitzen heute eigentlich hier?“, fragt Werner Lenz in die Runde und bekommt zu seinen 95 erzielten Treffern wie aus der Pistole geschossen zumindest die Zahlen von Manfred Dum (35) und Frank Kremer (29) serviert. Flügelflitzer Dum war damals unter anderem aufgrund seiner Schnelligkeit ein Schrecken aller Defensiv-Reihen in der 2. Bundesliga, auch er hat sich gut auf das Treffen vorbereitet. In der Saison 1984/85 hatte der heute 60-Jährige die Torjägerkrone im DFB-Pokal gewonnen – mit fünf Treffern. „Die hat er alle beim 8:0 in Haiger erzielt“, scherzt Dirk Römer. Dem war nicht so, aber drei Mal hatte „Manni“ tatsächlich bei den Amateuren getroffen.

Damals holte sich mit Wolfgang Schäfer ein anderer Ex-Unioner den begehrten Cup, er erzielte den 2:1-Siegtreffer für Bayer Uerdingen gegen Bayern München. Klar, dass auch über Schäfer Lustiges erzählt wurde. „Es ist immer schön, über die Zeiten zu sprechen. Und Fotos zu gucken, bei denen man dann fragt, wer ist das?“, erzählt Betreuer-Legende Hök, der in Sachen Material diesmal von Oliver Jelassi Unterstützung bekommen hatte. Der Solinger hat ein Union-Museum eingerichtet und beschenkte die Runde nun mit einem Büchlein, in dem zahlreiche Trikots abgedruckt waren – als Ausdruck einer Ära.

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