Sportlicher Adventskalender

Er ist ein Glücksfall für den EC Bergisch Land

Waldemar Ginder zog im März aus Omsk (Russland) nach Solingen und ist seitdem einer der besten Stürmer beim ECB. Archivfoto: Kurt Kosler
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Waldemar Ginder zog im März aus Omsk (Russland) nach Solingen und ist seitdem einer der besten Stürmer beim ECB.

Türchen Nummer 13 im ST-Sport-Adventskalender mit Eishockeyspieler Waldemar Ginder

Von Thomas Rademacher

Der EC Bergisch Land ist hervorragend in die Landesliga-Saison gestartet. Mit 7:4 (4:1, 1:1, 2:2) überrumpelte das Solinger Eishockeyteam die Grefrather EG vor allem im ersten Drittel. Entscheidender Spieler dabei war Waldemar Ginder. Der gebürtige Kasache mit russischem Pass bereitete das erste Tor vor und traf danach drei Mal selbst. Zum Schluss hatte der Stürmer fünf Punkte auf seinem Konto. „Das habe ich in der Qualifikationsrunde keinmal geschafft. Umso schöner, dass es jetzt gelungen ist, denn ich war vor dem Spiel schon etwas nervöser als sonst.“

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Die NRW-Qualifikation, nach der die obere Hälfte der Teams in die Regional- und die untere in die Landesliga gegangen war, hatte der ECB als bessere Saisonvorbereitung gesehen. „Ab jetzt zählt es wirklich“, sagt Ginder, der mit dem Auftakt sehr zufrieden ist. Dass er im vergangenen Sommer in dem Solinger Verein gelandet war, erwies sich als Glücksfall. „Ich bin im vorigen März mit meiner Familie aus Omsk hierher gezogen“, erzählt er. „Mit meinem Bruder war ich bei einer Bildungsberatung, bei der wir auch erwähnt haben, dass wir Eishockey spielen. Die Beraterin hat dann den Kontakt zu Ralf Alberts hergestellt.“

Der ECB-Trainer lud die beiden zum Probetraining ein und war schnell begeistert. Seitdem sind Ginder und sein Halbbruder Arnold Gerzen aus dem Team nicht mehr wegzudenken. Ginder ist Teil der ersten Sturmreihe, Gerzen ist erster Torhüter. Das Ziel ist klar: „In der Landesliga wollen wir Meister werden.“

Wie es danach weitergeht, kann Ginder noch nicht sagen. Aktuell absolviert der 20-Jährige einen Deutschkurs, danach plant er, sein Abitur nachzuholen. „Wenn ich das hier machen kann, will ich auch beim ECB bleiben. Ich fühle mich sehr wohl und bekomme das Vertrauen des Trainers.“

Eishockey spielt Ginder – passend zur Rückennummer – seit 13 Jahren. Zunächst bei Awangard Omsk, bevor er als 15-Jähriger auf ein Sportinternat in Nowosibirsk wechselte. „Das war sehr gut für mich, da ich dort Sport und Schule gut verbinden konnte“, blickt er zurück. 2019 ging es zurück nach Omsk, wo er ein Elektrotechnik-Studium begann, dies aber abbrach, weil die Auswanderung nach Deutschland anstand. Ginders Mutter hat deutsche Vorfahren, so dass die Option schon immer im Raum gestanden hatte. „Wir haben uns dann für Solingen entschieden, weil die Stadt einen sehr guten Ruf hat, wenn es um Integration geht“, erläutert er.

Die 13 hat er beim ECB übrigens gerne genommen. Ginder: „Ich hatte sie eher zufällig auch schon in Russland. Aber ich mag sie – auch, weil mein Vater am 13. Mai Geburtstag hat.“

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