Die Woche im Sport

Eltern von Nachwuchssportlern bleiben vor der Tür

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Beim Schwimmen im Klingenbad und Fechten in der Wittkulle durften beziehungsweise dürfen neben den Athleten nur Betreuer und Offizielle in die Halle. Eltern bleiben vor der Tür.

Von Thomas Rademacher

Es gibt zwar immer wieder kleinere Rückschläge – wie zum Beispiel eine Quarantäne bei der Düsseldorfer EG, – doch nach und nach kehrt im Sport genau wie im gesellschaftlichen Leben die Normalität zurück. So waren in Kassel beim Handballspiel zwischen der MT Melsungen und dem Bergischen HC aufgrund der dort geltenden 2G-Regelung nicht einmal mehr Masken sichtbar. Dazu finden immer mehr Veranstaltungen statt.

Im sportlichen Bereich gehören in Solingen der Schwimm-Cup des TSV Aufderhöhe und der Windmühlenmesser Cup des Fechtzentrum Solingen dazu. Was der Wettkampf vor zwei Wochen mit dem internationalen Degenturnier an diesem Wochenende gemeinsam haben? Es handelt sich vorrangig um Veranstaltungen für den Nachwuchs, deren größter Förderer natürlich die eigenen Eltern sind. Sie sind es, die den Kindern die Ausrüstung kaufen, sich für die Vereine oder sogar innerhalb der Clubs engagieren. Und sie fahren ihren Nachwuchs quasi überall hin. Dass die Reisen beim Fechten und Schwimmen richtig lang werden können, ist bekannt. Und natürlich: Wer sein Kind sportlich unterstützt, ist auch an seiner Entwicklung interessiert. Eltern fiebern mit, wollen an Siegen genauso teilhaben wie an Misserfolgen.

Dies ist aber nach wie vor nicht möglich. Beim Schwimmen im Klingenbad und Fechten in der Wittkulle durften beziehungsweise dürfen neben den Athleten nur Betreuer und Offizielle in die Halle. Eltern bleiben vor der Tür – zumindest wenn sie nicht kurzfristig eine der oben genannten Positionen einnehmen können.

Zeitgemäß ist diese Regel nicht. In NRW dürfen kleinere Hallen komplett mit Zuschauern gefüllt werden, wenn die 3G-Regel gilt, aber Eltern dürfen unter denselben Voraussetzungen ihren eigenen Kindern nicht zuschauen, trinken draußen in der Kälte Kaffee oder bleiben am liebsten gleich im Auto und warten auf die Rückkehr der Sprösslinge? Diese Logik will nicht einleuchten, auch wenn die beteiligten Solinger Vereine bestimmt am wenigsten dafür können und nur Vorgaben der Verbände umsetzen.

Gerade in diesen Tagen haben viele Clubs Probleme, den Nachwuchs für sich zu begeistern. Zu lange war die pandemiebedingte Pause, in der für die Kinder kaum sportliche Betätigung in Vereinen möglich war. Damit die Trendwende gelingt, müssen nicht nur Kids, sondern auch Eltern vom Sport euphorisiert werden. Das ist kaum realisierbar, wenn diese nicht einmal zuschauen dürfen. Hier muss im Sinne aller Beteiligten ganz schnell etwas passieren.

TOP Nahezu komplett verschnupfter Bergischer HC tritt als krasser Außenseiter in der Handball-Bundesliga bei der MT Melsungen an und hat in der Schlussminute sogar noch die Chance zur Überraschung.

FLOP Baseball-Bundesligist Solingen Alligators droht das Aus, weil ein neuer Vorstand nicht in Sicht ist.

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