Eishockey

Eishockey-Vereine wollen wieder in den Spielbetrieb

Ein letztes Bild aus unbeschwerten Tagen: Erich Kühnhackl und Erich Weishaupt (v. l.) leiteten kurz vor dem ersten Lockdown ein Nachwuchstraining beim EC Bergisch Land. Foto: Christian Beier
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Ein letztes Bild aus unbeschwerten Tagen: Erich Kühnhackl und Erich Weishaupt (v. l.) leiteten kurz vor dem ersten Lockdown ein Nachwuchstraining beim EC Bergisch Land.

EC Bergisch Land leidet unter der Schließung des Amateursports.

Von Thomas Rademacher

Der Amateur- und Freizeitsport ruht während des Teil-Lockdowns im November komplett. So musste auch der EC Bergisch Land seine Tore schließen. Die Zweitliga-Frauen, Regionalliga-Männer und alle Nachwuchsmannschaften dürfen derzeit nicht aufs Eis – was gerade angesichts der Tatsache, dass die Ligen im November Fahrt aufgenommen hätten, besonders ärgerlich für die Eishockeyspieler ist. „Unsere Hoffnung liegt nun auf dem 15. November“, sagt ECB-Vorsitzender Wolfgang Lingen. „Dann wird die Situation politisch neu bewertet.“ Denkbar ist eine Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebs ab 1. Dezember.

Wenn es nach dem Willen der Clubs in der Regionalliga geht, dürfen die Kufencracks dann wieder aufs Eis. In einer gemeinsamen Erklärung aller Teams fordern diese eine Differenzierung der Maßnahmen. So bringen die Vereine Verständnis dafür auf, dass angesichts der Corona-Lage gehandelt werden muss, verweisen aber gleichzeitig auf funktionierende Hygienekonzepte und den Umstand, dass eine direkte Auswirkung des bisher durchgeführten Trainings- und Spielbetriebs auf die gestiegenen Infektionszahlen nirgendwo nachgewiesen werden konnte. „Es ist ja auch ein Unterschied, ob man in einem kleinen Raum länger miteinander spricht oder sich für ein paar Sekunden auf dem Eis begegnet“, betont Lingen.

In welcher Form die Saisons weitergehen, sei nachrangig. „Es geht um die Erhaltung des Eishockeysports“, sagt der Vorsitzende. „Nicht nur in Solingen und NRW, sondern in ganz Deutschland.“ Die Situation ist allgemein angespannt. Daher hat das Land NRW ein Hilfspaket in Höhe von 15 Millionen Euro für Viertligisten mit Einnahmeausfällen im Zuschauerbereich ins Leben gerufen. Davon könnte auch der ECB profitieren. „Wir prüfen gerade mit Hilfe des Landessportbundes, wie wir an die Fördermittel kommen“, sagt Lingen.

Indes überbrückt der Verein die eislose Phase mit Training in den eigenen vier Wänden und dem Optimismus, dass es im Dezember zumindest eingeschränkt weitergeht. „Über den Modus in den Ligen wird dann noch entschieden. Der ist aber auch egal. Wir wollen einfach nur spielen“, sagt der ECB-Chef, der zudem betont: „Ein großer Dank geht an unsere Sponsoren, die uns trotz der aktuellen Situation die Treue halten.“

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